Von den entlegenen Höhen der Sila fuhren wir in weitem Bogen über Cosenza, der dynamischen Hauptstadt Kalabriens, zurück an die ionische Küste. Im Gegensatz zum Industriezentrum Cosenza – dem Mailand Süditaliens, ist die Region entlang der Küste landwirtschaftlich geprägt. Auf dem Weg zu unserem nächsten Etappenziel, Matera, passierten wir die Gemeinde Scanzano Jonico. Dort entdeckten wir per Zufall die alte Hauptstraße des Ortes, die beidseits noch die typische Straßenbebauung aufweist.

Auf Sichtweite von Matera bezogen wir unser Quartier bei einem privaten, kleinen Stellplatzanbieter. Er hat seinen landwirtschaftlichen Betrieb Zug um Zug auf Tourismus umgestellt und dabei eine kleine Oase aufgebaut.

Auf dem Hügel oberhalb seines Anwesens markiert eine überdimensionale Bank einen Aussichtspunkt. Am frühen Morgen schnappte ich meine Kamera. Ich wollte festhalten, was uns schon seit vielen Tagen immer wieder aufs Neue begeistert hat: Süditalien ist grün! Die Basilikata ist grün! Natürlich hatten wir im Frühjahr kein dürres Land erwartet, aber so grün hatten wir es uns nicht einmal erträumen können.





Doch das Schauspiel dauert nicht lange. Innerhalb kurzer Zeit wird die Farbe über Gelb zu Braun umschlagen. Ein Grund mehr, diese Tage zu genießen.
Wenn es so heiß weitergeht, wie jetzt schon Ende Mai, wird deine Voraussage leider zutreffen. Genießen wir das Grün, solange es noch grünt.
Danke für die schönen Bilder aus Kalabrien, ich kenne die Gegend ein wenig, aber meine Besuche dort liegen fünfundzwanzig Jahre zurück. Die Sila erinnere ich auch gut als eine Natur, die deutschen Wäldern nahe kam.
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Liebe Anke,
herzlichen Dank und liebe Grüße
Horst
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