Stürmischer Süden

Samstag, 04. März

Auf dem Weg in den tiefen Süden durchquert man Farmland und passiert herrliche Strände.

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Bei den Moeraki Boulders legten wir einen ersten Stopp ein. Diese gewaltigen Gesteinskugeln, die bis zu einem Meter Durchmesser erreichen können, entstanden vor 55 Millionen Jahren. Es handelt sich hierbei um Konkretionen aus kalkhaltigen Tonen, in deren Schrumpfrissen sich zum Teil Quarze eingelagert haben.

Außer diesem geologischen Schmankerl hat Moeraki auch noch eine Gelbaugenpinguin-Kolonie zu bieten. Wir trafen einige Jungtiere an, die damit beschäftigt waren, sich den restlichen Flaum aus dem Gefieder zu zupfen.

Kurz entschlossen nutzten wir das herrlich warme Wetter, pflanzten uns überm Hafenbecken des verträumten Flecken in die Taverne und genossen als Mittagessen einen Seafoodbasket – einfach genial! Auf den Weißwein musste ich leider verzichten, da wir anschließend unsere Fahrt in Richtung Dunedin fortsetzten. Die Hauptsehenswürdigkeit ist der 1906 erbaute Bahnhof. Der aus Lava und Kalkstein errichtete Prachtsbau ist auch in seinem Innern noch in ursprünglicher Form erhalten. Unglaublich, welcher Luxus damals in dieser Ecke der Welt möglich war.

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Am Sonntag, 05. März

machten wir uns früh morgens auf den Weg, um am Taiaroa Head auf der Otago Halbinsel die einzige Albatros-Kolonie der Südinsel aufzusuchen. Die ungeheure Spannweite dieser Tiere beeindruckte uns sehr.

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Nugget Point war das nächste Highlight auf unserer Liste. Die senkrecht verlaufenden Gesteinsschichten begünstigen die Entstehung schmaler Felsbänder, die dann von der Brandung in einzelne Riffe zerhackt werden. Entsprechend gefährlich ist diese Ecke für die Schifffahrt.

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Bald darauf erreichten wir die Catlins, die südlichste Region Neuseelands, die noch ausgedehnte Regenwälder aufzuweisen hat. Undurchdringlicher Regenwald reicht hier bis zur Küste und umrahmt die riesigen Sandstrände mit dunklem Grün.

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Bei der Häuseransammlung Papatowai bezogen wir in einem kleinen Camp unser Lager für die Nacht.

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Papatowai, das Camp an der Dschungelbeach

Montag, 06. März

Der Sturm, der bereits am gestrigen Nachmittag eingesetzt hatte, brachte in der Nacht Regen. Der Wind fegte den ganzen Tag über das flache Land, dass ich Mühe hatte, das Fahrzeug auf der Straße zu halten. Dass Sturm in dieser Ecke zum Alltag gehört, zeigen die Bäume überdeutlich.

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Ein kleiner Abstecher führte uns zum südlich von Invercargill gelegenen Bluff, der südlichsten Ortschaft auf dem neuseeländischen „Festland“ und für uns der südliche Wendepunkt unserer Reise. Die einmalige geographische Lage beschert dem Örtchen einen genialen Naturhafen, der schon für die Maori von Interesse war und wohl auch dafür ausschlaggebend war, dass hier eine der ersten europäischen Ansiedlungen auf Neuseeland gegründet wurde. Der Ort hat seit seiner Entstehung wohl schon viele Höhen und Tiefen durchlebt. Betrachtet man den Zustand vieler Häuser, scheint es seit längerem abwärts zu gehen.

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Daran hat auch die Aluminiumhütte nichts geändert, die anfangs der 70er Jahre hier gebaut wurde und die ganze Landschaft verschandelt. Um den Strombedarf dieses Werkes zu decken wurde gleich noch ein weiteres „Verbrechen“ begangen, das noch heute als Ingenieursleistung gerühmt wird: Der Lake Manapouri wurde angebohrt, um mit seinem Wasser am Daubtful Sound die Turbinen anzutreiben.

An der Colac Bay beendeten wir den Tag, wie er begonnen hatte, mit Sturm und heftigen Regenschauern.

Weitere Informationen zu Dunedin siehe auch Dunedin Neuseeland


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