Waimangu Volcanic Valley

Mittwoch, 29. März

Heute sollte Wetterbesserung einsetzen. Für den neuerlichen Vorstoß ins Innere der Insel hatten wir uns deshalb eine besondere Strecke vorgenommen. Wir wollten von Wairoa aus den Te Urewera National Park durchqueren, das am wenigsten erschlossene Gebiet der Nordinsel. Doch Wetterbesserung sieht anders aus. Wolkenbruchartige Regenfälle liesen die Pegel der ohnehin bereits angeschwollenen Fluss- und Bachläufe weiter steigen. Kein Wetter für unbefestigte Straßen in abgelegener Gebirgsregion, entschieden wir nach 60 km und brachen das Vorhaben ab. Später erfuhren wir, dass die Straße von Rotorua aus gesperrt wurde.

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Auf der Normalroute, dem SH 5 nach Taupo, schaffte die Sonne einmal einen Durchbruch. Und am Lake Taupo schien es mit der Wetterbesserung doch noch was zu werden, der Dauerregen war in einzelne Schauer übergegangen.

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Doch auf dem Weg nach Rotorua war es mit der Träumerei vom guten Wetter vorbei. Es goss wie in Strömen bis weit in die Nacht hinein.

Am Donnerstag Morgen hatte der Regen aufgehört. Da der Wetterbericht für Freitag noch immer an seiner Behauptung „fine and sunny“ festhielt, beschlossen wir, heute auf dem Weg in den Tongariro Nationalpark das Waimangu Volcanic Valley zu besuchen. Das jüngste Geothermalgebiet Neuseelands entstand 1886 durch die gleichzeitige Explosion mehrerer Krater des Vulkans Tarawera. In den Jahren 1900 bis 1904 ereignete sich hier der Ausbruch des weltgrößten Geysir, dessen Wasser und Dampfsäule 400 bis 500 Meter Höhe erreichte. Der letzte Ausbruch, der dem Tal neuerliche Zerstörung brachte, ereignete sich 1917, so dass die gesamte derzeit vorhandene Vegetation auf eine einhundertjährige Lebensgeschichte zurück blickt.

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Vorbei am Frying Pan Lake führt der gut zweistündige Spaziergang hinab zum 1886 entstandenen Kratersee Rotomahana. Unterwegs passiert man die unterschiedlichsten Spielarten geothermischer Erscheinungsformen.

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Der Pegel des Inferno Kraters richtet sich nach dessen aktueller Temperatur. Im gezeigten Zustand sind dies ca. 35 Grad. Bei 75 Grad Celsius ist der Höchststand erreicht, der Kratersee läuft über. Nett ist auch eine heiße Quelle. An ihr lässt sich die Wassertemperatur an den blaugrünen Algen ablesen. Diese können maximal 75 Grad Celsius aushalten.

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Besonders beeindruckt waren wir von den Farb- und Formspielen, die sich bei der Versinterung und durch den temperaturabhänngigen Bakterien- und Algenbesatz des Wassers ergaben.

Am Nachmittag passierten wir neuerlich das Städtchen Taupo, diesmal bei Sonnenschein.

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Als wir gegen Abend den Tongariro NP erreicht hatten, zeigte die löchrige Bewölkung den steigenden Luftdruck an. Zwar gaben sich die Vulkankegel Mt. Tongariro und Mt. Ngauruhoe noch nicht zu erkennen, morgen würde dies aber sicher anders sein.

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