Gegen den Corona-Koller 13

Ende Dezember eröffnet die Christrose die neue Saison blühender Gartenstauden. Ihre Blüten sind zu dieser Jahreszeit ein richtiger Hingucker. Auch Wildbienen erfreuen sich – zumindest bei lauen Temperaturen – an diesen prächtigen Blüten. Für meine fotografische Experimente habe ich einige Blüten geopfert.

Herbstabend im Kirschenfeld

Die Streuobstwiesen am Albtrauf sind für ihre Kirschenfelder bekannt, doch auch Birnbäume und Linden sind hier zu finden.

In warmen Rot- und Gelbtönen leuchtet das letzte Laub der Kirschbäume in der Abendsonne des Spätherbstes.

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Auch der Schneeball hat inzwischen sein herrliches Herbstkleid angelegt.

Die alten Kirschbäume, kurz vor dem Zusammenbruch, untermalen die herbstliche Abendstimmung.

Wahrer Bärenklau

Der Wahre Bärenklau, auch als Weicher Bärenklau oder Weiche Bärentatze bekannt, hat außer dem Namen nichts mit dem giftigen Riesenbärenklau (Herkuleskeule) gemeinsam.

Auch diese stattliche Pflanze, deren Blütenähre eine Wuchshöhe von knapp zwei Meter erreicht, hat in unserem Garten ihren Platz. Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, kann sie inzwischen bei uns unproblematisch kultiviert werden.

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Der Aufbau der einzelnen Blütenkelche ist genial und die zackigen Blätter des Acanthus dienten in der Antike als Vorlage für Ornamente bei Schmuck und in der Architektur.

Durch ihre Wuchshöhe und ihr impossantes Blattwerk ist diese Staude als Hintergrundbepflanzung ideal geeignet. Bei uns schließt sie die Bepflanzung hinterm Gartenteich zum Nachbargrundstück ab.

Herrliches Teufelszeug

Der Riesenbärenklau, ein „Flüchtling“ aus dem Kaukasus, hat in unserem Garten seit Jahren Asyl. Die Pflanze hat trotz ihrer Größe – sie erreicht bei uns eine Höhe von 2 bis 3 m – eine filigrane Tragekonstruktion. An den Enden der vielen Stengel befinden sich einzelne Blüten, die sich zu Blütentellern formieren, die sich wiederum zusammen mit zahlreichen anderen zu einem riesigen Blütenschirm ergänzen.

Die Pflanze ist nicht nur riesig, was ihr auch den Namen Herkuleskeule eingebracht hat, sie ist auch eine ausgesprochene Bienenweide. An sonnigen Tagen tummeln sich gut hundert Bienen, Wespen und der Goldglänzende Rosenkäfer gleichzeitig auf dem Blütenschirm, der es auf einen Durchmesser von über einem Meter bringt.

Alergiker haben diese Pflanze in Verruf gebracht und würden sie am liebsten ausrotten. Der Saft des Riesenbärenklau kann die Haut so verändern, dass es durch Sonneneinstrahlung zu schweren Verbrennungen kommen kann. Obwohl ich diese Pflanze bei der Gartenarbeit immer wieder mit nackten Oberarmen berühre, Blätter und Fruchtstände ohne Schutzhandschuhe abschneide, konnte ich bislang keine Reaktion bemerken.

Ich bezweifle nicht die toxische Wirkung, die diese Pflanze haben kann, aber wollen wir jetzt jede giftige oder zugewanderte Pflanze in unseren Gärten oder in Wald und Flur bekämpfen? Dann wären unsere Gärten ziemlich schnell ziemlich leer. Man denke nur an den Eisenhut, mit dessen Gift schon im Mittelalter unliebsame Zeitgenossen beseitigt wurden oder die Herbstzeitlose, vom Maiglöckchen ganz zu schweigen. Diese Liste ließe sich fast beliebig fortsetzen. Und welche Pflanze in unseren Ziergärten ist wirklich heimischen Ursprungs? Man denke nur an die Tulpen, Pfingstrosen oder den Hibiskus.

Ich denke, etwas weniger Aufregung täte es auch und manchmal würde auch etwas Vorsicht genügen.

Das Blütenkarussell

Die Ausgangssituation: Die Kamera wird an einer Stelle der Blumenwiese platziert, an der einzelne Pflanzen überhängen. Bei einer Aufnahme in der abschließenden Diashow befand sich eine Mohnblüte direkt überm Objektiv.

Bei langsamer Rotation kann man die einzelnen Pflanzen noch erkennen.

Je schneller die Rotation, desto mehr verwischen die Konturen und es entstehen Mischfarben.

In Monet´s Garten

Der ehemalige Mössinger Stadtgärtner Dieter Felger entwarf ein Konzept der blühenden Wiesen im innerstädtischen Bereich. Damit machte er Mössingen als „Blumenstadt“ weit über die Landesgrenze hinaus berühmt. Noch heute werden seine Samenmischungen als „Mössinger Sommer“ und in zahlreichen anderen Varianten im deutschsprachigen Raum verkauft. Leider findet man in Mössingen nur noch wenige Relikte aus seiner Zeit als Stadtgärtner. Die meisten Rabatte sind austauschbar geworden. Bei Interesse geht es hier zu den Wildblumensamen.