Outletcity

Klar! Mich bringt keiner dorthin, nicht zum Einkaufen, zum Fotografieren schon! Die Outletcity von Metzingen ist der Schrecken der Einzelhändler in der Bekleidungsindustrie von Balingen über Tübingen, Reutlingen und Eslingen bis Stuttgart. 2017 besuchten 4 Millionen Kunden aus 185 Nationen die Fabrikverkäufe namhafter Nobelmarken, Tendenz steigend.

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Als Hugo Boss 1924 seine Textilfabrik in Metzingen gründete, dachte noch niemand an die Outletcity. 1972 übernahmen die Enkel Uwe und Jochen Holy die Firma und machten aus ihr die internationale Modemarke Hugo Boss. Die Initialzündung für die Outletcity kam 1995 mit der Gründung der Holy GmbH, die den Fabrikverkauf von Hugo Boss auf die Beine stellte.

Der Erfolg führte 2003 zur Gründung der Immobilienverwaltung Holy AG, in deren Gebäude namhafte Modelabels dem Fabrikverkauf von Hugo Boss nacheifern. Inzwischen stellt die Outletcity 10% der Arbeitsplätze in Metzingen und die Verkaufsfläche wird ständig erweitert.

Inzwischen bin ich davon überzeugt, dass die Outletcity gerade auch für Fotografen einiges zu bieten hat. 😉

Die Passage

Gestern Abend hatte ich bei meinem späten Stadtrundgang durch Metzingen zufällig 😉 Foto und Stativ dabei. Auf der Suche nach Schatten wurde ich, der untergehenden Sonne sei Dank, in dieser Passage fündig.

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Bahnprojekt Stuttgart – Ulm

Zwischen Wendlingen und Ulm überwindet die Bahn auf einer neuen Trasse die 500 m des Albaufstiegs meist im Tunnel. Doch der tiefe Einschnitt des Filstales bei Wiesensteig zwingt zum Brückenbau.

In 85 m Höhe soll die neue Brücke das Tal auf 480 m Länge überspannen.

Gebaut wird im freien Vorschub und mithilfe von Behelfspfeilern.

Die Schalung hat eine gewaltige Dimension. Unter ihr erkennt man im Hintergrund den Albaufstieg der A8.

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Der Photoclub Reutlingen hatte die Gelegenheit, auf der Baustelle zu fotografieren. Das letzte Bild zeigt eine Röhre des Boßlertunnels. Mit 8,8 km Länge ist dieser der längste Tunnel dieses Bauabschnitts.

Zum Bau der Brücke werden benötigt: 55.000 t Beton, 7.700 t Stahl sowie 800 t Spannstahl und das alles für 53 Millionen €. Nach Fertigstelung sollen die Züge mit 250 km/h über die Brücke donnern.

Die Brückenpfeiler recken sich wie Raketenabschussrampen in den Himmel.

 

 

Die Treppe

Im Rathausturm zu Rothenburg ob der Tauber schraubt sich eine eng gewickelte Wendeltreppe steil nach oben. Über 220 Stufen führt sie die Besucher auf die Aussichtsplattform in 52 m Höhe. Dort angekommen, wird man mit einer phantastischen Aussicht belohnt.

Pausa – 100 Jahre – Bauhaus

Mit der ehemaligen Textildruckerei Pausa verfügt die Stadt Mössingen nicht nur über eine Industriebrache, sondern vielmehr über ein kulturelles Kleinod. In diesem Jahr kann die Stadt mit einem Doppeljubiläum aufwarten, denn mit der Pausa kam vor 100 Jahren auch das Bauhaus nach Mössingen (Veranstaltungskalender).

1919 übernahm die jüdische Familie Löwenstein die Mössinger Textilweberei. Sie brachte den Firmennamen Pausa (Herkunftsort) mit und stellte Zug um Zug auf Textildruck um. Bereits in den 20er-Jahren holten die Löwensteins Absolventen des Bauhauses in die Provinz nach Mössingen, um Drucke für die ganze Welt zu entwerfen. Während des 3. Reiches spielte sich das übliche Drama ab: Zwangsverkauf der Pausa und Emigration der Firmenbesitzer in die USA. Heute ist man bemüht, mit den Nachfahren der Firmengründer einen guten Kontakt zu pflegen und die Geschichte aufzuarbeiten.

Zu Beginn der 50er-Jahre beauftragte der künstlerische Leiter der Pausa, Willy Häussler, den Bauhaus-Architekten Manfred Lehmbruck mit der Erweiterung der Firma. Zwischen 1951 und 1960 entstanden so die baulichen Voraussetzungen, um mit namhaften Künstlern Stoffdrucke zu entwerfen und zu fertigen, die weltweit begehrt waren. Für die Pausa entwarfen u. a.: Willi Baumeister, HAP Grieshaber, Anton Stankowski und Andreas Felger. Dennoch kam 2001 die Insolvenz. 2006 übernahm dann die Stadt Mössingen das Industriedenkmal, die Aufarbeitung konnte beginnen.

 

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Während hinter dem Fenster jemand die nötige Entspannung sucht, zeigt das Spiegelbild Gebäudeteile der Pausa, die der Architekt Manfred Lehmbruck im Bauhausstil errichtet hat.

Im Verwaltungsgebäude überrascht das blaue Treppenhaus mit gelbem Handlauf.

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Durch die völlig verdreckten Fenster sucht sich der Blick einen Weg über den Hof hinüber zum alten Kesselhaus.

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Im Verwaltungsgebäude unterstreichen die langen Flure die Leere des Gebäudes.

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Völlig verstaubte Fußböden ermöglichen eine optimale Spurensicherung.

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Und originelle Installationen bringen Farbtupfer in die ansonsten farblose Umgebung.

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Die Brücke

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Die Linienführung und die damit einhergehende Aufhängung der Fußgänger- und Fahrradbrücke über die vierspurige B27 fand ich vom ersten Tag an genial. Nun hat es endlich mal mit einem ersten Termin geklappt.

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Die nachfolgende Variante halte ich für die konsequenteste Umsetzung.

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Berlin: Architektur II

Dass Berlin architektonisch interessant ist, hat unterschiedliche Gründe. Erstens verfügt Berlin über eine Menge historischer Bauten, zweitens war Ostberlin das Aushängeschild der DDR und drittens hat sich die Stadt nach dem Mauerfall dramatisch entwickelt. Natürlich hat der Regierungssitz daran einen ganz entscheidenten Anteil. Auch heute liegt Berlin in Punkto Dynamik unter den drei besten Städten in der Republik.

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Geschichte und Moderne treffen in Berlin mitunter hart aufeinander. Hier veranschaulicht durch die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und die moderne Fassade des Spreegold Edelmetallhandels.
Älteren Datums ist auch die „Hinterhofarchitektur“ des Buchgewerbehauses in dem heute unterschiedliche Firmen untergebracht sind.

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Das architektonische Aushängeschild der DDR war natürlich der Alex.

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Die Moderne begegnet einem zum Beispiel am Potsdamer Platz. Zwischen dem  Forumtower …

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… und dem Bahntower schießt der Kollhofftower mit dem Panorama Point in die Höhe. Im 24 Stock, 100 m über Grund, befindet sich die Aussichtsplattform oder treffender gesagt, der Arkadenrundgang, der ein 360 Grad-Panorama auf die Stadt erschließt.

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Der Blick auf den direkt gegenüberliegenden Bahntower und dessen Büros eröffnet einen Eindruck von der klaren Architektur dieses Bauwerks.

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Eine weitere beeindruckende Fassade ist die, des Kadampa Meditationszentrums in der Chausseestraße.

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Traurige Berühmtheit hat hingegen das Appartementhochhaus erlangt, das in der Mühlstraße errichtet wurde. Hierzu wurde eigens ein Stück der East Side Gallery versetzt.

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Dass man über Architektur immer auch streiten kann zeigt das Haus mit dem Gesicht gleich hinter unserem Hotel in der Friedrichstraße. Das Gesicht soll wohl die Wärme und Wohnlichkeit vermitteln, welche die gesamte auf Sachlichkeit und Kälte gebürstete Anlage nicht zu vermitteln vermag. Ob das gelingen kann?

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Berlin, Architektur I: Regierungsviertel

Alleine im Regierungsviertel könnte man sich als Fotograf tagelang aufhalten. Diese Zeit hat man als Normalreisender natürlich nicht, so dass man sich eben einschränken muss. Wer also Vollständigkeit sucht, ist hier falsch.

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Dass über dem Reichstagsgebäude wieder dunkle Wolken aufziehen, bleibt hoffentlich  nur eine Metapher.

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Die Doppelstockbrücke, die zwischen Paul-Löbe-Haus (PL) und Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (MEL) die Spree überspannt, ist natürlich für jeden Besucher ein Blickfang.

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Am Ende der Brücke, exakt auf der Fluchtlinie, rückt der Alex ins Blickfeld.

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Die Brücke über die Spree ist natürlich auch ein hervorragender Aussichtspunkt. Hier der Blick auf das MEL-Haus, das mit erstaunlichen Details aufwartet. Weitere Infos hier.

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Der Blick über die Spree zum PL-Haus und zum Reichstag ist fast schon atemberaubend.

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Das Paul-Löbe-Haus beherbergt die Ausschüsse, die Öffentlichkeitsarbeit und die Besucherbetreuung des Deutschen Bundestages. Der Bau besticht durch absolute Transparenz und verkörpert so einen prägenden Anspruch an die Politik. Dies trifft übrigens für alle Bauwerke im Zentrum des Regierungsviertels zu. Weitere Infos zum PL-Haus hier.

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Mit der Ausrichtung beider Häuser hat der Architekt Stephan Braunfels die alte Ost-West-Achse Berlins aufgegriffen. Der Blick im Bild oben geht von der Spreeseite durch das PL-Haus zum Eingang des Gebäudes und weiter auf die Eingangsfront des Kanzleramtes. Im Spiegelbild der Glasfront ist das MEL-Haus zu erkennen, das diese Achse perfekt nach hinten fortsetzt. Städtebaulich ein genialer Wurf.

Überzeugend ist auch die Treppenführung im Eingangsbereich, die sich bei Nacht, aufgerastert durch die Glasfassade, in Szene setzt.

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Der Blick unter der Doppelbrücke hindurch richtet sich auf das Bundesministerium für Bildung und Forschung, gefolgt von der in Weiß (Farbe der Unschuld) gehaltenen Fassade der Pricewaterhouse Coopers International.  In Wikipedia heißt es hierzu: „PricewaterhouseCoopers International ist ein globales Netzwerk rechtlich selbständiger und unabhängiger Unternehmen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Unternehmens- bzw. Managementberatung.“ Ein Schelm, der bei dieser räumlichen Nähe Böses denkt.