Ostalb 2

Bilder zum Vergrößern wie gewohnt anklicken.

Noch immer überragt die Abtei Neresheim die gleichnamige Stadt in beherrschender Manier, doch die Herren sind heute – wie man sieht –  andere.

1095 gegründet und in ihrer bewegten Geschichte mehrfach zerstört entstand das heutige Ensemble von 1694 -1792. Glanzpunkt ist die spätbarocke Abteikirche, die nach Balthasar Neumann´s letztem Entwurf errichtet wurde und als dessen bedeutendster Kirchenbau gilt. Die Kirche kann mit dem größten Fresco der Welt punkten, das der tiroler Kirchenmaler Martin Knoller auf einer Fläche von 714 m² gestaltet hat.

Dass es schon immer um Macht und Geld ging, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Klosters. Die nicht zu toppende Geschäftsidee war es, in jeder Gemeinde ein Pfarramt mit zugehöriger Zehntscheuer einzurichten. So hatte das Kloster den direkten Zugriff auf die Abgaben. Deshalb lohnte sich offensichtlich ein Rechtsstreit mit den Grafen von Oettingen-Wallerstein über die Reichsunmittelbarkeit des Klosters, der sich über Jahrhunderte hinzog (1258-1764). Sag da noch einer etwas über die Prozessdauer heutiger Verfahren. 😉

Heute wird das Kloster von 8 Mönchen des Benediktinerordens betrieben. Das Geschäftsmodell kommt geradezu bieder daher. Neben dem üblichen Tagungs- und Gästehaus gehört auch ein Klosterladen zur Vermarktung der eigenen Erzeugnisse zum Konzept.

In den Wäldern oberhalb des Klosters tobte sich gerade der Frühling aus. Der Waldboden und die Waldsäume waren nahezu flächendeckend von Frühlingsblühern übersät.


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