Coromandel

Auf dem Campground in Papamoa hatten wir ein englisches Ehepaar als „Zeltnachbarn“. Die beiden waren vor einigen Jahren nach Neuseeland ausgewandert und leben jetzt bei Tauranga, also ganz in der Nähe. Von denen ließen wir uns gerne dazu überreden, den sonnigen Sonntag am herrlichen Strand von Papamoa zu verbringen.

Als wir am Montag, 03. April, in Richtung Coromandel Peninsular aufbrachen, war die erste Regenfront schon durchgezogen. Nach kurzer Fahrt entlang der Bay umrundeten wir in einem einstündigen Morgenspaziergang den Mt. Maunganui, der die Hafeneinfahrt von Tauranga markiert und nur eine schmale Landverbindung hat. Wie das untere Bild zeigt, gibt es also auch hier Panoramawege und das sogar besonders schöne.

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Tauranga ist ein florierendes Wirtschaftszentrum. Die Lage der Stadt an einem ausgedehnten und vielgliedrigen Naturhafen begünstigt nicht nur die Unterhaltung großer Hafenanlagen sondern beschert der Stadt auch herrliche Wohnlagen und Stadt nahe Sport- und Erholungsmöglichkeiten.

Gegen Mittag erreichten wir die Kleinstadt Waihi. Zwar sind hier die großen Tage des Goldrausches auch schon vorbei, doch im Unterschied zu den meisten sonstigen Fundorten wird hier auch heute noch Gold abgebaut. In Waihi gibt es im wahrsten Sinne des Wortes eine Goldgrube, denn das Gold wurde hier, in den Jahren 1987 bis 1997 im Tagebau gewonnen. Die Grube, unmittelbar am Stadtrand gelegen, ist heute eine touristische Atraktion. Inzwischen werden die Gold- und Silbervorkommen nur noch unter Tage abgebaut. Der Fortbestand des Bergbaus spült Waihi offensichtlich nach wie vor genügend Einnahmen in die Kasse.

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Der letzte Punkt unseres Besichtigungsprogramms war an diesem Nachmittag der Hot Water Beach. Der Name ist hier Programm. Schon vom Parkplatz aus fällt die Menschenansammlung am Strand auf. Unwillkürlich ist man versucht, an einen neuerlichen Goldrausch zu glauben, doch hier geht es um eine wesentlich profanere Spielart der Natur, heißes Wasser. Hier am Strand sickert dicht unter der Oberfläche heißes Wasser in Richtung Meer. Wer eine Mulde an der richtigen Stelle gräbt, kann sich anschließend im heißen Wasser suhlen. Und so sind alle beschäftigt. Wer hat, gräbt mit der Schaufel, andere mit bloßen Händen. Wieder andere genießen sichtlich ihr warmes Bad und nur wenige stehen einfach da und glotzen. Immer wieder hüpft jemand jaulend durch die Gegend, weil es doch zu heiß geworden ist und sucht Abkühlung im nahen Meer. Es ist einfach nett zu erleben, aus welch geringem Anlass, Erwachsens zu Kindern werden können.

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Gleich um die Ecke, in Hahei, bezogen wir unser Quartier für die Nacht.


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