Am Strand

Unser zweiter Kontakt mit der Riviera war nahe Cecina. Wir kamen an, kurz bevor die Italiener zum Wochenende den Strand „stürmten“. Das ist jetzt etwas übertrieben, denn der Platz war auch dann kaum zur Hälfte belegt. Aber offensichtlich nutzten viele das erste schöne Wochenende für einen Aufenthalt am Meer.

Für uns jedenfalls war es eine willkommene Reiseunterbrechung. Nur wenige Meter zu Strand und Meer war genau das, was wir jetzt brauchten. Morgens einen Espresso und ein Chroissant con Marmelada in der Bar und der Tag war gerettet.

Der alte, baufällige Bootsanleger war das fotografische Highlight am Strand. Offensichtlich handelt es sich um ein Relikt aus den Kriegsjahren. Das „Denkmal“ zerfällt ohne dass jemand auch nur einen Finger rührt. Selbst die Absperrungen, um die sich in Italien eh niemand kümmert, sind Jahrzehnte alt und völlig zerflettert. Ein Anblick mit weitreichender Symbolkraft.

Apuanische Alpen

Als wir anderntags die Fahrt hinab ins Serchiatal (der sogenannten Garfagnana) fortsetzten, entdeckten wir ganze Hänge mit wilden Narzissen, Affrodill und anderen Wildblumen.

Im Bergdorf Barga machten wir Mittag. Die Altstadt, deren enge, steile Gassen sich den Berg hinaufquälen, wird vom Dom San Cristoforo überragt. Dieser wurde noch vor 1000 n. Chr. im romanisch-lombardischen Stil erbaut und ähnelt eher einer Festung, denn einer Kirche. Besonders interessant sind die Reliefs und Skulpturen über dem Eingang.

Weiter in Richtung Lucca erreicht man die Ortschaft Borgo a Mozzano. Die Brücke, mit bürgerlichem Namen Ponto della Maddalena, überspannt hier seit dem 14. Jahrhundert den Fluss.

Die steinerne Brücke ist als „Teufelsbrücke“ in die Literatur eingegangen, denn der soll sie, nach der örtlichen Sage, in einer Nacht erbaut haben. Unter den gegebenen Bedingungen gab es leider kein Spiegelbild abzulichten. Doch auch so ist diese alte Steinbrücken mehr als beeindruckend. Toll, was so ein Teufel alles kann.

Noch ein Hinweis: Die Akazien standen gerade in voller Blüte und durchsetzten mit ihrem chremefarbenen Schaum die Hangwälder.

Golfo dei Poeti

Unmittelbar vor Erreichen der Bucht des Poeten stimmt das Bergdörfchen Trebiano Magra auf die herrliche Landschaft der Riviera ein. Die südlichste Ecke des Golfes von La Spezia hatten wir uns als ersten Stopp am Meer auf unserer diesjährigen Italienreise ausgesucht.

Wer kennt schon den Golfo dei Poeti? Irrtum, ein Reiseführer warnt: „Der wunderhübsche Ort (Lérici) am südöstlichen Ende der Poeten-Bucht ist so beliebt, dass er an den Wochenenden und im Sommer … aus den Nähten zu platzen scheint. Das nachfolgende Bild zeigt den Blick über Lérici.

Es war ja erst Ende April. Doch weit gefehlt, der Campingplatz oberhalb von Tellaro war ausgebucht. So bezogen wir unser Quartier für die Nacht in einem großen, unspektakulären aber nur sehr dünn belegten Platz mit riesiger Marina.

Anderntags folgte dann das Kontrastprogramm. Wir fuhren über Aulla auf der 445 hinein in die Apuanischen Alpen, die mit abgelegenen Tälern und über 2000 m hohen Gipfeln aufwarten.

Unweit des Bergdörfchens Minucciano (Bilder oben) bezogen wir unseren heutigen Übernachtungsplatz im Val Serenaia und genossen das herrliche Bergpanorama.

Oberschwaben

Inzwischen beginnen wir die Reisen mit unserem Camper sehr entspannt. Die erste Etappe wählen wir betont kurz. So ist das Tagesziel schnell erreicht und wir sind gleich im Reisemodus.

Diesmal gingen wir in Amtzell vor Anker. Im Landgasthof nebenan konnten wir auf der Terrasse im Sonnenschein, inmitten oberschwäbischer Idylle, das Abendessen genießen. Was will man mehr?

Pano 15

Polarlicht über der Bucht von Haukland, Lofoten. Das Bild wurde aus 5 hochformatigen Einzelaufnahmen zusammengesetzt.