Winterwelten

Heute nehme ich euch mit in meine winterliche Heimat. Über verschneite Äcker geht der Blick hinüber zum Albtrauf. Im Hintergrund die Burg Hohenzollern.

Steuobstwiesen prägen das Landschaftsbild am Albtrauf.

Der Weg hinauf auf die Albhochfläche führt durch die Streuobstwiesen hinein in den tief verschneiten Wald.

Dort entwirft der Winter mit klaren Linien eine fantastische Grafik.

Auf der Albhochfläche ändert sich das Landschaftsbild erneut. Nicht selten herrscht hier oben auch ein anderes Wetter. Heute ziehen Wolken auf, Schneefall setzt ein.

Gerade im Winter sorgt immer wieder dichter Nebel für ein „white out“.

Die Vielfalt zeichnet den Albtrauf aus. Auf einigen hundert Höhenmetern durchwandert man hier mehrere Landschaftsformen. Diese sind Ausdruck unterschiedlichster Lebensräume, die durch die sprunghafte Veränderung der geologischen und klimatischen Faktoren an der Abbruchkante der Schwäbischen Alb bedingt werden. Gerade das macht den Reiz dieser Gegend aus.

Das Fotojahr 2020

Natürlich wurde auch das Fotojahr 2020 von Corona geprägt. So kam die Arbeit in meinem Photoclub fast vollständig zum Erliegen, zumindest was die realen Begegnungen bei den Clubabenden betraf. Doch wie es so schön heißt, macht Not erfinderisch und so entwickelten wir zahlreiche digitale Aktionen, um den Club am Leben zu halten.

Glück hatte ich mit der zweiten Aufführung meiner AV-Show „Im Bann des Nordlichts – Lofoten“, die ich noch unmittelbar vor dem ersten Lockdown bei der VHS in Gomaringen vor über 60 zahlenden Zuschauern halten konnte. Einen kurzen, prägnanten Trailer zur AV-Show findest du hier.

Auch 2020 war ich wettbewerbsmäßig unterwegs. Bei der Landesfotomeisterschaft erlebte ich gleich zu Beginn einen gelungenen Start ins Jahr. Fünf von sieben meiner eingereichten Werke wurden angenommen, darunter auch die Serie Strandfüchse, die ich in der Toscana abgelichtet hatte.

Die weiteren Annahmen bekam ich für „Felsenküste 1“ (Lofoten 2019), „PL-Haus Berlin“ (Berlin 2018), „Die Erleuchtung“ (Schwäb. Gmünd 2019) und „Mode bewegt“ (Metzingen 2019).

Die höchste Auszeichnung erzielte ich in diesem Jahr mit der Schwarz-Weiß-Variante der „Felsenküste 1“. Beim 2. Internationalen Monochrom Fotosalon erhielt ich für dieses Bild eine Urkunde. Hierzu einige Fakten: Bei diesem Wettbewerb haben 271 Teilnehmer aus 36 Ländern insgesamt 1853 Werke eingereicht. Davon wurden 408 Bilder (22 %) angenommen sowie 30 Urkunden (1,6 %) und 18 Medaillen (1 %) vergeben. Damit zählt dieser Wettbewerb sicher nicht zu den ganz großen Massenwettbewerben, doch seine relativ harte Quotierung zeigt den gehobenen Qualitätsanspruch.

Auch die Bilder „At the Bridge“ (oben, Istanbul 2015) und „Godoya“ (unten, Norwegen 2020) zählten mit jeweils vier Annahmen in diesem Jahr zu meinen Topbildern.

Die nachfolgenden Bilder „Straßenlampe“, „Auf dem Heimweg“ (Siena 2018), „Abend an der Amstel“ (Amsterdam 2019) und „hinauf“ (Herrenberg 2020) brachten jeweils drei Annahmen. Besonders gefreut habe ich mich über den Erfolg des Bildes vom Schönbuchturm.

Zwei alte Bekannte schickte ich noch zweimal mit Erfolg ins Rennen. Die Aufnahme von den Fußspuren in der Pausa mit dem Titel „bewegte Vergangenheit“ (Mössingen 2019) mauserte sich so zu einem überraschend erfolgreichen Bild und „Testturm 2“ (Rottweil 2018) ist nach wie vor mein absoluter Topscorer.

Weitere 5 Bilder brachten noch jeweils eine Annahme ein, so dass ich mit der Gesamtbilanz auch in diesem speziellen Jahr zufrieden sein kann.

Zum Jahresschluss belegte ich bei unserem Clubwettbewerb zum Thema „Sauwetter“ mit dem Bild „Waschstraße“ den 3. Platz.

Das spannendste am Fotografieren sind natürlich die Fotoprojekte selbst, also die Phase bis díe Aufnahme in der Kiste ist. Hier hat Corona durchaus auch Entwicklungen angestoßen. Gerne erinnere ich mich noch an die Versuche mit meinem „Freilichtstudio“ während des ersten Lockdowns.

Doch das Fotojahr 2020 hatte weitere Höhepunkte zu bieten. Hierzu zähle ich den Besuch am Schönbuchturm, die Aufnahmen vom „coronaren“, nächtlichen Tübingen, die fotografische Jagd nach Neowise am Hohenzollern und natürlich unsere Reise durch das südliche Norwegen. Besonders hervorzuheben sind hier: Der Besuch am Leuchtturm Lindesnes Fyr, die Tour zum Preikestolen, die Insel Godoya, der Aufstieg zur Trollkirche, das Zusammentreffen mit den Moschusochsen und die Bunkeranlagen an Dänemarks Sandstränden.

Wie man sieht, kam trotz Corona einiges zusammen und ich bin gespannt, was das Jahr 2021 bringen wird.

Bei den Besuchern meiner Homepage möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzliche für die oft jahrelange Treue bedanken. Ich wünsche euch allen ein glückliches, gesundes und gutes 2021!

Horst

Den Bericht des Jahres 2019 findest du hier.

Gegen den Corona-Koller 7

An Corona zeigt sich, wie weit unsere Gesellschaft zu solidarischem Handeln fähig ist. Nach wie vor gibt es zu viele, die sich einen Vorteil versprechen, wenn sie ihr eigenes Süppchen auf Kosten anderer kochen können.

Da gibt es die, die Alle für Dumm verkaufen, oder jenen smarten Mann, der Für Die Partei fast täglich klugscheißerische Erklärungen abgibt. Doch nur weil man keine Verantwortung hat, muss man sich noch lange nicht verantwortungslos äußern. Die Solidarität aller Demokraten wäre von Nutzen, wenn wir uns als Gesellschaft an den kleinen Biestern nicht die Zähne ausbeißen wollen. Daran ändert auch ein Impfstoff nichts.

In diesem Sinne

solidarische Weihnachten!

Weitere „Corona-Beiträge“ siehe unter 6, 5, 4, 3, 2, 1

Weihnachten 2020

Frische Luft, gutes Essen, eine gute Flasche Wein und gute Laune, wozu brauchen wir da noch Corona?

In diesem Sinne grüße ich alle und wünsche ein frohes Fest! Horst

Aurlandsfjord

Die kleine Gemeinde Undredal liegt am Ende einer schmalen Stichstraße am Ufer des Aurlandfjords. Bekannt ist das Örtchen, weil dort die kleinste noch in Gebrauch befindliche Stabkirche Norwegens steht. Erbaut wurde das Kirchlein um 1147.

Absolut grandios ist der Blick auf den Aurlandsfjord, der hier eine Kurve macht.

Der Aurlandsfjord bildet zusammen mit dem Näröyfjord den beeindruckendsten Seitenarm des Sognefjords. Dieser wiederum ist der längste Norwegens.

Der Näröyfjord ist an seiner schmalsten Stelle nur 200 m breit und an seinen Ufern schießen die Felswände bis über tausend Meter senkrecht in den Himmel.

Lindesnes Fyr

23. August 2020

Unser nächstes Etappenziel war Lindesnes Fyr, das Südkap Norwegens. Endlich, nach 44 Jahren, haben wir damit die Durchquerung Norwegens vom Nord- bis zum Südkap geschafft. Der Rekord für diese Strecke (mehr als 2500 km auf der Straße) liegt zu Fuß bei 42 Tagen.

Auf dem Weg hinaus zum Südkap passierten wir zahlreiche bunte Ortschaften, die fast ausnahmslos als Wochenend- und Ferienhaussiedlung genutzt werden. Diese Aufnahme ist bei Furuholmen entstanden.

Am Südkap angekommen, herrschte auch hier der nun seit zwei Tagen andauernde böige Sturm, der aus Südwest zwar warme Luftmassen heranführte, aber das Fotografieren sehr erschwerte. Mit Stativ zu arbeiten war praktisch unmöglich, doch ohne war es auch nicht viel besser, da man auf den Klippen genug zu tun hatte, um einen sicheren Stand zu halten.

Lindesnes Fyr ist das erste Leuchtfeuer Norwegens. Bereits 1655 wurde hier das erste Feuer entzündet, um die Seefahrt durch diese gefährliche Küstenregion sicherer zu machen. Auch die Deutsche Wehrmacht legte hier im 2. Weltkrieg umfangreiche Stellungen an, um die Einfahrt zum Skagerrak zu kontrollieren. Beim Betrachten derartiger Bunker- und Grabenanlagen holt mich die deutsche Geschichte immer wieder in unangenehmer Weise ein.

Vom Leuchtturm aus hat man einen fantastischen Blick über die Schärenküste und auf einem markierten Küstenwanderweg kann man die Umgebung erkunden.

Doch erst wenn es dunkel wird, entfaltet ein Leuchtturm seine ganze Strahlkraft.

Auf nach Norwegen

20. August 2020

… dass sich selbst Stofftiere vor der Hitzewelle in Deutschland auf der Flucht in den hohen Norden befinden. Wir trafen die schwäbischen Biker ganz im Norden Dänemarks, fast schon am Skagerak. Dort gehen von der Hafenstadt Hirtshals aus zahlreiche Fähren nach Norwegen. Wir setzten auf der kürzeste Route nach Kristiansand über.

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist img_0488.jpg.

Zwei Reedereien werben hier um die Fahrgäste. Die Fjordline verfügt derzeit mit einer Überfahrtsdauer von 2:15 Stunden über die schnellste Verbindung. Was für eine Entwicklung. Als wir 1976 auf dieser Route unterwegs waren, betrug die Fahrzeit noch 6 Stunden. Doch leider fiel diese Schnellfähre aus, so dass wir auf das langsamere Schiff der Color Line zurückgreifen mussten. So kamen wir erst um Mitternacht in Kristiansand an.

Mit einer großen Autofähre zu reisen, ist immer ein spannendes Erlebnis. In welch kurzer Zeit sich die LKW- und PKW-Schlangen aus dem Bauch des Schiffes winden ist erstaunlich. Für den reibungslosen Ablauf sorgt an zentraler Stelle ein Dompteur, der die Verkehrsströme lenkt. Und dann endlich ist man selbst dran, den riesigen Rumpf erneut zu füllen.

Nicht zu übersehen war, dass – „dank Corona“ – nur ein Bruchteil der sonst üblichen Touristen unterwegs war. Die Bars an Bord blieben geschlossen. So hatten wir Platz zum Liegen und dazuhin unsere Ruhe.

Weitere Beiträge über unsere Reise durch Südnorwegen werde ich in loser Folge veröffentlichen. Wohin genau und wie lange die Reise geht, bleibt Wind und Wetter vorbehalten.