Landshut, die Perle Niederbayerns

Bereits bei Gründung von Landshut im Jahre 1204 thronte über der Stadt die gleichnamige Burg. Erst im 16. Jahrhundert wurde sie in Trausnitz umbenannt.

Vom Hofgarten, der sich am Burgberg entlangziehenden Parkanlage, hat man eine prächtige Aussicht über die Stadt.

Durch das Ländtor betritt man von der Isar her die südliche Altstadt. Das nachfolgende Bild zeigt den wuchtigen Turm des aus dem 14. Jahrhundert stammenden Stadttors und im Kontrast dazu den filigranen Turm der Pfarrkirche St. Martin. Der Bau der Kirche wurde 1385 begonnen, der Turm aber erst 1500 vollendet. Mit gut 130 m Höhe ist dies der höchste Ziegelsteinturm der Welt.

Landshut war anfangs Stammsitz der Wittelsbacher und damit die Hauptstadt Bayerns. Aufgrund seiner verkehrstechnisch genialen Lage entwickelte sich die Stadt zu einem lukrativen Handels- und Kulturzentrum. Aufdem Höhepunkt ihrer Macht war Landshut die reichste Stadt Bayerns, reicher noch als München. Bis heute spiegelt sich dies im architektonischen Erscheinungsbild der Altstadt wider. Die Bebauung um die Marktstraße „Altstadt“ gilt als einer der bedeutendsten und am besten erhaltenen historischen Stadtkerne Deutschlands.

Landshut ist die Stadt der Giebel. …

… Fassaden …

und verspielten Details.

Viele der alten Patrizierhäuser entlang der Altstadt sind zur Straße hin mit Arkadengängen ausgestattet. Hier lässt sich die Entwicklung der Architektur vom Kreuzgrat- zum Kreuzrippengewölbe gut verfolgen.

Im reichen Landshut hatte man sich schon früh die italienische Lebensphilosophie zum Vorbild genommen. So entstand bereits 1540 mit der Stadtresidenz der erste Renaissancebau nördlich der Alpen. Wie das nachfolgende Foto zeigt, wird diese niederbayrische, lebensbejahende Lässigkeit noch heute gepflegt.


14 Gedanken zu “Landshut, die Perle Niederbayerns

    1. Niederbayern mit dem Klosterwinkel lohnt sich absolut. Die Bedeutung, die dieser Ecke im Mittelalter zukam, hat viele Schätze hinterlassen, die im Vorhof des Bayerischen Waldes erst nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wieder in den touristischen Fokus rückten. Meine Berichte sind punktueller Natur. Von den jeweiligen Orten gäbe es viel mehr und mitunter sogar interessnteres zu berichten, doch ich stelle nur das vor, was ich auch auf dem Bild habe, denn ich mache ja keinen Reiseführer sondern nur einen Fotoblock. Deshalb kann ich nur dazu ermuntern hinzufahren.

      Gefällt 1 Person

  1. Lieber Horst,

    da unser Sohn in Burghausen zu Hause ist, habe ich schon ein Mal Landshut einen Besuch abstatten können. Nach Burghausen solltest Du mit Deiner Kameraausrüstung auch mal hin, falls Du bis jetzt dort noch nicht gewesen bist. Da würdest Du auch so manch tolles Foto schießen können.
    Wo Du nicht alles herumkommst! Das meine ich aber in positivem Sinne.

    Liebe Grüße
    Albrecht

    Gefällt 1 Person

  2. Lieber Horst, ja Landshut mit seinen schönen bunten Giebeln im Sonnenschein hast du sehr ästhetisch und ansprechend abgebildet. Beim Tourismusverein würde ich dich sofort als Hoffotograf engagieren ;). Es ist auch wahrlich ein schönes Städtchen. Allerdings habe ich (nicht nur als Fotograf) meine Schwierigkeiten, wenn ich mir die untere Ladenfront vieler historischer Häuser ansehe. Jeder kann hier Leuchtwerbung und andere bunt schreiende Hinweistafeln etc. anbringen, wie er lustig ist. Außerdem ziehen immer mehr schnelldrehende Kettenläden ein. Die Stadtverwaltung scheint dem wenig entgegenzusetzen. Liebe Grüße Jürgen

    Gefällt 1 Person

    1. Lieber Jürgen, da hast du sicher recht. Die Namenszüge an den Geschäften sind dieselben wie anderswo. Doch lässt sich das verhindern? Handel und Gewerbe war schon immer das, was Landshut den Wohlstand gebracht hat. In vielen Städten lässt sich beobachten, dass die alten Geschäfte spätestens mit dem Generationswechsel dichtgemacht werden. Dann wird der Laden lieber für einen sicheren Verdienst an eine Ladenkette vermietet.
      Liebe Grüße Horst

      Gefällt 1 Person

      1. Lieber Horst, leider ist das so, wie du beschreibst. Es gibt noch einige Ausnahmen: ein Geschäft in der Fußgängerzone, das seit über 100 Jahren dort ist: https://adobe.ly/3uxcIug. Wenn du dort reingehst, findest du noch alte Regale und eine Registrierkasse aus der Gründungszeit. Und man kann dort Weihrauch in offenen Tütchen kaufen. Ich finde das toll. Liebe Grüße Jürgen

        Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s