Wie plant man eine Weltreise?

Am einfachsten ist es, gar nicht an eine solche zu denken. Es war wohl um den Jahreswechsel 15/16, als sich unsere Idee, nach meiner Pensionierung im Sommer 2016 eine längere Reise zu unternehmen, erstmals konkretisierte. Endlich mal länger als vier Wochen am Stück auf Reisen gehen, war das erklärte Ziel. Wohin, das würde uns schon einfallen. Natürlich irgendwo hin, wo wir noch nicht waren. Und so rückte Neuseeland schnell ins Blickfeld. Mindestens 6 Wochen sollten wir uns für Neuseeland Zeit nehmen, riet uns nicht nur unsere Tochter.

Aber einfach um die halbe Welt fliegen, um Neuseeland zu erkunden, entsprach nicht unserer Vorstellung vom Reisen. Schließlich ist der Weg das Ziel. So kristallisierte sich schon bald ein Zwischenstopp in Hongkong heraus. Und natürlich konnten wir unmöglich über Australien fliegen, ohne meinen Bruder und meine Schwägerin zu treffen, die in der Nähe von Sydney leben. Da unsere Weltkarte im Süden Australiens noch einen weißen Fleck aufweist, entschieden wir uns für Melbourne als weiteres Zwischenziel. Von dort aus wollten wir dann gemeinsam mit meinem Bruder die Insel Tasmanien bereisen. Erst danach, so die Planung, würden wir dann in Christchurch die Südinsel Neuseelands betreten.

Und der Rückweg? Vielleicht über den Nordwesten Australiens? Dann hätten wir so ziemlich alle Regionen des australischen Kontinents bereist. Doch irgendwann schlich sich dann der Gedanke ein: Wenn man schon um die halbe Welt gereist ist, warum dann auf derselben Route wieder zurück? Da gibt es doch noch die andere Variante – einfach in derselben Richtung weiter. Die reinen Flugkosten sind kaum teurer und die Südsee ist für uns ja auch noch Neuland.

Ab diesem Zeitpunkt gab es für uns nur noch zwei Probleme zu lösen: Welche Inselgruppen wollen wir in der riesigen Weite des Südpazifiks besuchen und wie muss die zeitliche Planung aussehen? Vor Mitte April wollten wir wegen der Taifunseason nicht in die Südsee und, um auf der Südinsel Neuseelands nicht in den Spätherbst zu geraten, sollten wir uns dort nicht länger als bis Mitte März aufhalten. Über die zahlreichen Inselstaaten im Südpazifik lasen wir Reiseführer und holten Erkundigungen aus erster Hand ein. Am Ende waren wir fast so schlau als wie zuvor: Alles hat seine Reize! So gab es eine klare Bauchentscheidung für französisch Polynesien und die Cook Islands. Und wie so oft, passte auch diesmal die Bauchentscheidung hervorragend zur Faktenlage, denn die Aktivität der Taifune lässt zuerst im Osten nach. Mit dieser Festlegung war auch klar, dass die Heimreise über Los Angeles erfolgen würde. So war aus unserem „Ausflug“ nach Neuseeland fast aus Versehen eine Weltreise geworden.

Die terminliche Reiseplanung lässt sich unter dem Menüpunkt „Reiseverlauf“ einsehen.

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