Kulturfahrt nach Bosa

Tag 2 auf Sardinien

Heute war erst einmal Kultur angesagt. Über Porto Torres und Sassari erreichten wir die in einem Tal liegende Kirche „Santissima Trinita di Saccargia“. Sardiniens berühmteste romanische Kirche wurde nach einer Schenkung an den Kamaldulenserorden ab 1112 ausgebaut und um ein Kloster erweitert. Vom Kloster sind jedoch nur noch einige Fundamente und Mauerreste zu sehen. Die Bänderung aus schwarzem Trachyt und weißem Kalkstein belegt den pisanischen Einfluss. Im Vergleich zu dem sonst schlichten Bauwerk fällt die üppig verziert Fassade der Eingangsseite auf.

Zur Mittagszeit erreichten wir das mittelalterliche Städtchen Bosa, dessen bunte Häuser sich unterhalb der Burg am Fluss entlang und den Berg hinauf ziehen.

Eine alte Steinbrücke über den Temo erschließt auf Höhe des Domes den Zugang zur Altstadt.

Doch bevor ich in die engen und tief eingeschnittenen Gassen der Altstadt eintauchte, wo es selbst zur Mittagszeit kaum ein Sonnenstrahl hinab auf das Kopfsteinpflaster schafft, zogen mich die Fischerboote am Ufer des Temo an. Berge tief roter Netze und gelbe Markierungsflaggen leuchteten in der prallen Mittagssonne. Der völlig falsche Zeit zum Fotografieren, doch nicht alles kann man sich aussuchen.

Es ist Sonntag und bereits nach 14 Uhr, die etwas breitere „Hauptstraße“ bietet genug Platz für einige Tische und Stühle, so dass die Wirtschaften ihren Betrieb auf die Straße ausweiten können. In den größeren Lokalen, an den Plätzen, sitzen ganze Großfamilien zu Tisch. Das gemeinsame Essen mit lebhafter Unterhaltung wird offensichtlich gepflegt.

Die Fassaden entlang der Hauptstraße sind mit speziellen Pflanzkübeln verziert – alte, lackierte Konservendosen. Und auch sonst scheint Nachhaltigkeit angesagt. Plakate kleben selbst noch nach Jahren unbeschädigt an Ort und Stelle. Touristen hingegen sind nur vereinzelt auszumachen.

Am späten Nachmittag erreichten wir den Campingplatz S´Abba Druche, der unweit von Bosa direkt am Meer liegt.


11 Gedanken zu “Kulturfahrt nach Bosa

  1. Liebe Rose, lieber Horst, schön, es freut uns, dass Ihr unterwegs in Sardinien sein könnt und hoffen, Euch geht es gut und alles passt! Danke für die vielen, erstklassigen Fotos. Liebe Grüße Lore & Walter!! Und kommt wieder gut heim.

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    1. Liebe Lore, lieber Walter,
      herzlichen Dank für eure Grüße und Wünsche. Wir richten uns halt nach den gegebenen Möglichkeiten. Dabei ist die für diese Jahreszeit unerwartete Hitze schon ein Faktor, den wir berücksichtigen müssen.
      Liebe Grüße
      Horst

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