Sant Antioco

Tag 5 und 6 auf Sardinien

Heute setzten wir unser Ausweichmanöver vor der Hitzewelle fort. Mittels Smartfon hatten wir die Temperaturverteilung über Sardinien für die nächsten Tage ermittelt und zwei Regionen ausfindig gemacht, in denen die Temperaturen zunächst nicht über 26 Grad steigen sollten, die Insel Sant Antioco und der Golf von Cagliari. Damit war unser Plan klar: Noch ein schnelles Abschiedsfoto und dann ab nach Süden.

Unser Besichtigungsprogramm hatten wir zusammengestrichen. Den einzigen Stopp legten wir an der Kirche San Salvatore di Sinis nahe Cabras ein. Sie gilt als die älteste Kirche Sardiniens. In ihrer heutigen Form entstand sie im 17. Jahrhundert als Wallfahrtskirche, weshalb sie mit zahlreichen cumbessias umgeben ist. Errichtet wurde der schlichte, geduckte Kirchenbau aus drei Tonnengewölben über einem unterirdischen Hypogäum (Brunnenheiligtum) aus der Nuraghenzeit. Das auch unter den Römern genutzte Heiligtum wurde im 4. Jahrhundert als frühchristliche, unterirdische Kirche ausgebaut. Alljährlich anfangs September ist San Salvadore auch heute noch das Ziel zahlreicher Pilger, denn am ersten Sonntag des Monats findet hier ein traditionelles Fest zu Ehren Christi statt.

Unser Tagesziel war der Campingplatz auf Sant Antioco. In der kleinen Badebucht, die sich einem Amphitheater gleich nach Westen öffnet, konnte man zwar das Schauspiel des Sonnenuntergangs herrlich beobachten, doch zum Baden war sie nicht optimal geeignet. Da der Campingplatz kaum Schatten bot blieben wir nur einen Tag, dann zogen wir an die Südküste weiter.


7 Gedanken zu “Sant Antioco

  1. Hallo Horst,
    Herrlicher Sonnenuntergang und viel Geschichte auf Sardinien.
    Mit dem gelben Hibiskus koennen wir mit halten.
    Interessant, dass es im Sueden der Insel ‚kuehler‘ ist als im Norden.
    Lg
    Gudrun und Herbert

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  2. Lieber Horst,

    jetzt seid ihr schon fast eine Woche auf Sardinien und habt in dieser Zeit schon viel mehr von der wunderschönen Insel gesehen als ich vor ca. 20 Jahren, als ich zwei Wochen lang zum Windsurfen ganz im Norden Sardiniens war – auf dem Campingplatz Porto Pollo, nahe der Hafenstadt Palau.
    Aber so ist es halt, wenn man ausschließlich auf Wasser, Wind und Wellen fixiert ist.

    Habt noch wunderschöne Tage dort.
    Und noch etwas: Deine Fotos und auch Deine Berichte und Beschreibungen dazu sind, wie immer, grandios!

    Liebe Grüße
    Albrecht und Anni

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