Einladung zur Jubiläumsausstellung

Jubiläumsausstellung „erfolgreich“

Der Photoclub Reutlingen präsentiert zu seinem 90-jährigen Jubiläum mit der Ausstellung „erfolgreich“ ein umfassendes Portfolio fotografischer Werke, die in clubinternen, nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet wurden. Dabei wird ein breites Spektrum der Fotografie abgedeckt. Neben Klassikern wie Schwarzweiß, Natur oder Portrait, sind auch Ergebnisse spezieller Themenwettbewerbe zu bestaunen.

Insgesamt 28 Fotografinnen und Fotografen des Photoclubs Reutlingen zeigen 104 Beispiele ihrer erfolgreichen Arbeit.

Unsere Wettbewerbsaktivitäten

Seit der Gründung vor 90 Jahren sind Fotowettbewerbe ein fester Bestandteil des Clublebens. Heute wird die Wettbewerbskultur im Verein von drei Säulen getragen:

  • Vereinsintern wird in vier Clubwettbewerben jährlich der Clubmeister ermittelt.
  • Auf regionale, nationale und internationale Wettbewerbe kann man sich im Rahmen einer Wettbewerbsgruppe vorbereiten.
  • Darüber hinaus nehmen unsere Mitglieder an Fotowettbewerben internationaler Verbände teil.

Unsere größten Erfolge

  • 2026 Bester Deutscher Club beim German International Photocup
  • 2025 Clubsieger des Printcups des Deutschen Verbandes für Fotografie (DVF)
  • 2025 Clubsieger DVF-Schwarzweiß-Printcup
  • 2025 Clubsieger Landesfotomeisterschaft
  • 2024 Clubsieger Bezirksfotomeisterschaft
  • 2024 Bester Club aus Baden-Württemberg bei der Deutschen Fotomeisterschaft
  • 2024 Clubsieger des DVF-Printcups
  • 1999 Clubsieger Deutsche Fotomeisterschaft

Darüber hinaus

wurden die Werke zahlreicher Mitglieder in nationalen und internationalen Wettbewerben mit Urkunden und Medaillen ausgezeichnet. Mehrere Mitglieder erwarben Ehrentitel des Deutschen Verbandes für Fotografie (DVF) und der FIAP (Fédération Internationale de l’Art Photographique), dem größten Weltverband der Fotokunst.

Treibende Kraft hinter diesen Erfolgen ist das Bedürfnis vieler unserer Mitglieder, sich beständig weiterzuentwickeln. Die selbstkritische Auseinandersetzung mit den eigenen fotografischen, kreativen und bildbearbeitenden Fähigkeiten steht hierbei im Zentrum.

Bahnpark Augsburg

Der Bahnpark Augsburg ist ein Eisenbahnmuseum auf dem Gelände des ehemals größten Bahnbetriebswerks in Bayern. Der historische Ringlokschuppen beherbergt Dampf-, Diesel- und Elektrolokomotiven aus rund 150 Jahren europäischer Bahngeschichte. Bereits im Eingangsbereich geht man mit den Dampfrössern auf Tuchfühlung.

Die Werkstatt ist auch mit hydraulischen Hebebühnen ausgestattet, so dass alle Arbeiten ausgeführt werden können, um historische Loks zu warten und zu reparieren. Die Schuppenaufsicht hat eher musealen Charakter.

Nach der Generalsanierung wurde die unter Denkmalschutz stehende Drehscheibe 2015 mit einem großen Festakt wieder in Betrieb genommen. Sie ist in der Lage Loks bis 23 m Länge und 176 t Masse zu wenden oder auf die Lokschuppen zu verteilen. Nagelneue Loks werden heute vor den Lokschuppen des Museums bis zu ihrer Abholung bereitgestellt. Ebenfalls unter Denkmalschutz steht die Oberleitungsspinne über der Drehscheibe, damit diese auch von E-Loks befahren werden kann.

2008 übertrug die Deutsche Bahn AG den Ringlokschuppen mit Drehscheibe und weitere Gebäude für einen symbolischen Euro an die 2005 gegründete Bahnpark Augsburg gGmbH. Seither entwickelt der gemeinnützige Träger das Gelände zu einem lebendigen Eisenbahnmuseum mit europäischer Ausrichtung. Die Idee von unterschiedlichen europäischen Staaten sogenannte „Botschafterlokomotiven“ auszustellen, um an ihnen ein Stück Zeitgeschichte zu konkretisieren, ist ein genialer Ansatz.

So ist zum Beispiel die österreich-ungarische Dampflok 415 zu sehen, die in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts den Hofzug der Kaiserin Sisi auf der Südbahn von Wien in die Sommerfrische nach Triest zog. Oder die französische Schnellzuglok 231 K22, die in den 1920er und 1930er Jahren im Orientexpress zwischen Paris und Konstantinobel zum Einsatz kam. Mit Rädern von bis zu 2,30 m Durchmesser erzielten solche Loks Geschwindigkeitsrekorde von über 200 km/h.

Im Unterschied zum spartanischen Lockführerstand einer Dampflok (Galerie oben), hatte bereits die erste E-Lok einen geschlossenen Fahrerstand. Die E18 08, Baujahr 1936, brachte es immerhin auf 150 km/h, während eine Dampflok üblicherweise rund 90 km/h erreichte. Die E-Lok 103 in ihrer zweifarbigen Lackierung beige / rot (in der Totalen unten und rotes Detail) war die stärkste E-Lok, die in Deutschland im Regelbetrieb jemals zum Einsatz kam. Sie war zwischen 1965 und 2003 das Paradepferd der Deutschen Bahn. Das gelbe Detail zeigt die 1211, die unter anderem den Hofzug von Königin Beatrix aus den Niederlanden bespannte.

Positiv anzumerken ist, dass in der Ausstellung auch kritische Themen angesprochen werden. So wird die Eisenbahn als Transportmittel im Krieg, sowie zur Deportation von Juden und Vertriebenen thematisiert. Auch die Teilung Deutschlands wird mit dem Bahnhof Friedrichstraße ins Blickfeld gerückt.

Allerdings können diese Themen nur oberflächlich angerissen werden. Die emotionale Dimension und die systemimmanente Brutalität kann mit den Exponaten samt zugehörigen Informationen nicht vermittelt werden. Die Eindrücke bleiben damit so diffus, wie das Licht hinter den Scheiben des Lokschuppens.

Heiligs Blechle

Neulich war in Tübingen verkaufsoffener Sonntag. Aus diesem Anlass präsentierte der örtliche Handels- und Gewerbeverein in Kooperation mit dem ADAC und dem Museum Boxenstop eine Oldtimer-Schau. Den Einstieg bildeten in der Karlstraße Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr. Vom historischen Spritzenwagen bis zum VW Käfer war fast alles geboten.

Im Automobilbau wurde schon früh das Gesicht eines Fahrzeugs als repräsentatives Markenzeichen erkannt und gestaltet. Oben: Fiat, Mercedes Benz, Austin und Chevrolet Corvette. Unten: Zwei Varianten von Jaguar.

Wie so oft, bildeten die Treppenstufen der Stiftskirche eine tolle Tribüne, um das Treiben auf dem Holzmarkt zu beobachten.

Auch von Porsche gab es etliche Modelle zu bestaunen. Nachfolgend einige Details von zwei Varianten des 911er.

Auf dem Marktplatz stieß ich auf einen Buick Century. Weiche Linien, viel Chrom, eine zweifarbige Lackierung und verspielte Details zeichneten diesen amerikanischen Schlitten aus. Dagegen mutete der Chrysler Royal Eight schon fast europäisch an.

Nachtrag für Nichtschwaben: Der Begriff aus der Überschrift „Heiligs Blechle“ wird im Schwäbischen in zweierlei Weise benutzt. Er steht einmal für das Auto. Mei „heiligs Blechle“. Zum anderen handelt es sich um einen Ausruf des Staunens oder der Überraschung. „Heiligs Blechle!“ Im Sinne von: „Ach du lieber Gott!“. In diesem doppelten Wortsinn ist die Überschrift zu diesem Blog auch zu verstehen. Oldtimer sind die heiligen Blechle ihrer Besitzer und lösen beim Betrachter immer wieder bewunderndes Staunen aus.

nachts

Nachtaufnahmen leben von der Spannung zwischen Licht und Dunkelheit, Farbe und Farblosigkeit. Die Dunkelheit reduziert die Informationsfülle und räumt im Bild auf während das Licht den Blick führt. Die Belichtungszeit entscheidet über scharfe Lichtpunkte, verwischte Farbflächen oder Linien als gestaltendes Element. Die Tageszeit ist dabei von besonderer Bedeutung. Die Blaue Stunde ist dafür bekannt, dass sie für eine ausgewogene Belichtung von natürlichem und künstlichem Licht optimale Voraussetzungen bietet. Und dann liefert sie noch den herrlichen Farbkontrast.

Am Strand

Unser zweiter Kontakt mit der Riviera war nahe Cecina. Wir kamen an, kurz bevor die Italiener zum Wochenende den Strand „stürmten“. Das ist jetzt etwas übertrieben, denn der Platz war auch dann kaum zur Hälfte belegt. Aber offensichtlich nutzten viele das erste schöne Wochenende für einen Aufenthalt am Meer.

Für uns jedenfalls war es eine willkommene Reiseunterbrechung. Nur wenige Meter zu Strand und Meer war genau das, was wir jetzt brauchten. Morgens einen Espresso und ein Chroissant con Marmelada in der Bar und der Tag war gerettet.

Der alte, baufällige Bootsanleger war das fotografische Highlight am Strand. Offensichtlich handelt es sich um ein Relikt aus den Kriegsjahren. Das „Denkmal“ zerfällt ohne dass jemand auch nur einen Finger rührt. Selbst die Absperrungen, um die sich in Italien eh niemand kümmert, sind Jahrzehnte alt und völlig zerflettert. Ein Anblick mit weitreichender Symbolkraft.

Apuanische Alpen

Als wir anderntags die Fahrt hinab ins Serchiatal (der sogenannten Garfagnana) fortsetzten, entdeckten wir ganze Hänge mit wilden Narzissen, Affrodill und anderen Wildblumen.

Im Bergdorf Barga machten wir Mittag. Die Altstadt, deren enge, steile Gassen sich den Berg hinaufquälen, wird vom Dom San Cristoforo überragt. Dieser wurde noch vor 1000 n. Chr. im romanisch-lombardischen Stil erbaut und ähnelt eher einer Festung, denn einer Kirche. Besonders interessant sind die Reliefs und Skulpturen über dem Eingang.

Weiter in Richtung Lucca erreicht man die Ortschaft Borgo a Mozzano. Die Brücke, mit bürgerlichem Namen Ponto della Maddalena, überspannt hier seit dem 14. Jahrhundert den Fluss.

Die steinerne Brücke ist als „Teufelsbrücke“ in die Literatur eingegangen, denn der soll sie, nach der örtlichen Sage, in einer Nacht erbaut haben. Unter den gegebenen Bedingungen gab es leider kein Spiegelbild abzulichten. Doch auch so ist diese alte Steinbrücken mehr als beeindruckend. Toll, was so ein Teufel alles kann.

Noch ein Hinweis: Die Akazien standen gerade in voller Blüte und durchsetzten mit ihrem chremefarbenen Schaum die Hangwälder.

Golfo dei Poeti

Unmittelbar vor Erreichen der Bucht des Poeten stimmt das Bergdörfchen Trebiano Magra auf die herrliche Landschaft der Riviera ein. Die südlichste Ecke des Golfes von La Spezia hatten wir uns als ersten Stopp am Meer auf unserer diesjährigen Italienreise ausgesucht.

Wer kennt schon den Golfo dei Poeti? Irrtum, ein Reiseführer warnt: „Der wunderhübsche Ort (Lérici) am südöstlichen Ende der Poeten-Bucht ist so beliebt, dass er an den Wochenenden und im Sommer … aus den Nähten zu platzen scheint. Das nachfolgende Bild zeigt den Blick über Lérici.

Es war ja erst Ende April. Doch weit gefehlt, der Campingplatz oberhalb von Tellaro war ausgebucht. So bezogen wir unser Quartier für die Nacht in einem großen, unspektakulären aber nur sehr dünn belegten Platz mit riesiger Marina.

Anderntags folgte dann das Kontrastprogramm. Wir fuhren über Aulla auf der 445 hinein in die Apuanischen Alpen, die mit abgelegenen Tälern und über 2000 m hohen Gipfeln aufwarten.

Unweit des Bergdörfchens Minucciano (Bilder oben) bezogen wir unseren heutigen Übernachtungsplatz im Val Serenaia und genossen das herrliche Bergpanorama.