Ein absoluter Drahtseilakt

Diese Schnecke entpuppte sich als absolute Hochseilartistin …

… und das nur, um an einige wenige Blütenreste zu kommen.

Über diese machte sie sich förmlich her, bevor sie ihren Drahtseilakt fortsetzte.

Leider hatte ich nur mein Smartphon in der Tasche. Das habt ihr an der Bildqualität sicherlich sofort gemerkt. Dennoch konnte ich nicht widerstehen, denn eine derart hochbegabte Schnecke ist mir bislang noch nicht begegnet.

Herrliches Teufelszeug

Der Riesenbärenklau, ein „Flüchtling“ aus dem Kaukasus, hat in unserem Garten seit Jahren Asyl. Die Pflanze hat trotz ihrer Größe – sie erreicht bei uns eine Höhe von 2 bis 3 m – eine filigrane Tragekonstruktion. An den Enden der vielen Stengel befinden sich einzelne Blüten, die sich zu Blütentellern formieren, die sich wiederum zusammen mit zahlreichen anderen zu einem riesigen Blütenschirm ergänzen.

Die Pflanze ist nicht nur riesig, was ihr auch den Namen Herkuleskeule eingebracht hat, sie ist auch eine ausgesprochene Bienenweide. An sonnigen Tagen tummeln sich gut hundert Bienen, Wespen und der Goldglänzende Rosenkäfer gleichzeitig auf dem Blütenschirm, der es auf einen Durchmesser von über einem Meter bringt.

Alergiker haben diese Pflanze in Verruf gebracht und würden sie am liebsten ausrotten. Der Saft des Riesenbärenklau kann die Haut so verändern, dass es durch Sonneneinstrahlung zu schweren Verbrennungen kommen kann. Obwohl ich diese Pflanze bei der Gartenarbeit immer wieder mit nackten Oberarmen berühre, Blätter und Fruchtstände ohne Schutzhandschuhe abschneide, konnte ich bislang keine Reaktion bemerken.

Ich bezweifle nicht die toxische Wirkung, die diese Pflanze haben kann, aber wollen wir jetzt jede giftige oder zugewanderte Pflanze in unseren Gärten oder in Wald und Flur bekämpfen? Dann wären unsere Gärten ziemlich schnell ziemlich leer. Man denke nur an den Eisenhut, mit dessen Gift schon im Mittelalter unliebsame Zeitgenossen beseitigt wurden oder die Herbstzeitlose, vom Maiglöckchen ganz zu schweigen. Diese Liste ließe sich fast beliebig fortsetzen. Und welche Pflanze in unseren Ziergärten ist wirklich heimischen Ursprungs? Man denke nur an die Tulpen, Pfingstrosen oder den Hibiskus.

Ich denke, etwas weniger Aufregung täte es auch und manchmal würde auch etwas Vorsicht genügen.

Das Blütenkarussell

Die Ausgangssituation: Die Kamera wird an einer Stelle der Blumenwiese platziert, an der einzelne Pflanzen überhängen. Bei einer Aufnahme in der abschließenden Diashow befand sich eine Mohnblüte direkt überm Objektiv.

Bei langsamer Rotation kann man die einzelnen Pflanzen noch erkennen.

Je schneller die Rotation, desto mehr verwischen die Konturen und es entstehen Mischfarben.

Das ist der Gipfel!

Neulich besuchten wir unseren Sohn in Bad Belzig. Er wollte unbedingt das brandenburgische Gipfelglück mit uns teilen und führte uns auf die Spitze des höchsten, vollständig auf brandenburgischem Territorium liegenden Berges. Der Hagelberg bringt es immerhin auf stolze 200,30 Meter.

Das Gipfelerlebnis war dann auch vollkommen. Ein Gipfelkreuz markierte stolz die rekordverdächtige Höhe, Steinmännchen und tibetanische Gebetsfahnen schmückten das Gipfelplateau und im Gipfelbuch konnte man die Bergbesteigung für die Nachwelt dokumentieren. Mehr geht wirklich nicht!

Auf einer Schautafel erfuhr man, auf welchem geschichtsträchtigen Boden man sich hier bewegt. Im Vorfeld der Völkerschlacht zu Leipzig kam es am Hagelberg am 27.08.1813 zu einem Gefecht mit Napoleons Truppen. Wegen des Dauerregens waren die Vorderlader nicht einsatzfähig, so dass nur mit Bajonett und Kolben gekämpft wurde. Am Ende des Tages konnten sich von den 10000 Franzosen lediglich 3000 nach Magdeburg retten. Für den Sieg der preußischen Truppen war die Unterstützung durch zwei Regimenter Kosaken entscheidend.

In Monet´s Garten

Der ehemalige Mössinger Stadtgärtner Dieter Felger entwarf ein Konzept der blühenden Wiesen im innerstädtischen Bereich. Damit machte er Mössingen als „Blumenstadt“ weit über die Landesgrenze hinaus berühmt. Noch heute werden seine Samenmischungen als „Mössinger Sommer“ und in zahlreichen anderen Varianten im deutschsprachigen Raum verkauft. Leider findet man in Mössingen nur noch wenige Relikte aus seiner Zeit als Stadtgärtner. Die meisten Rabatte sind austauschbar geworden. Bei Interesse geht es hier zu den Wildblumensamen.

Völlig „durchgedreht“

Gestern ging ich mal wieder zum Testen in den Wald. Nein, diesmal kein Coronatest! Ich erinnerte mich nur an die Töpferscheibe in unserer Waschküche. Die und die Kamera, da musste sich was machen lassen. Nach den ersten Ergebnissen erscheint mir die Sache ausbaufähig.

Die erste Fortsetzung gab es dann gleich heute bald morgens in einer städtischen Blumenrabatte – wie könnte es anders sein – in einem Kreisverkehr.

Am seidenen Faden

Während Schaublatt, Schlangen-Knöterich und Frauenmantel unseren Teich besiedeln, erfreuen uns Mohn, Taglilie und Riesenzierlauch im Staudenbeet. Den Schnittlauch haben wir natürlich im Kräuterbeet platziert.