Skagen

Nordöstlich von Skagen wächst die Halbinsel Grenen hinaus ins Meer und markiert mit einer schmalen Sandspitze die Trennung zwischen den Seegebieten Skagerak und Kattegat und damit zwischen Nord- und Ostsee.

Auf Robben wie Touristen übt diese Landzunge, an der die Wellen zweier Meere gegeneinander klatschen, eine magische Anziehungskraft aus. Während sich die Robben in der Sonne aufwärmen, werden sie von den Touristen aus respektvoller Entfernung beäugt.

Auf dem Weg dorthin wirft die deutsche Geschichte ihre dunklen Schatten in Form von Bunkeranlagen in den Sand.

Bei Sonnenaufgang sind bereits wieder die ersten Besucher vor Ort und genießen das magische Licht der Goldenen Stunde. Auf die große Entfernung ist sehr gut die bewegte See des Skagerak vom ruhigen Wasser des Kattegat zu unterscheiden.

Während am Horizont eine Ölbohrinsel durchs Kattegat geschleppt wird, liegen vor Skagen mindestens vier Kreuzfahrschiffe von AIDA auf Außenreede. Nach Ausbruch von Corona sind die Kreuzfahrten vollständig zum Erliegen gekommen, so dass für die Schiffe weltweit günstige Ankerplätze gesucht wurden. Der Leuchtturm von Skagen zeigt sich von Corona jedoch völlig unbeeindruckt.

Skagen selbst ist ein nettes Städtchen, das für seine gelben Häuser bekannt ist.

Wer durch Skagen bummelt, sollte keinesfalls einen Besuch im Fischereihafen auslassen. Frischer als dort, lässt sich Fisch nur noch direkt vom Kutter einkaufen.


9 Gedanken zu “Skagen

    1. Hallo Jürgen,
      die Aufnahmen sind mit dem Standardzoom bis 105 mm gemacht worden. Allerdings handelt es sich bei diesen Bildern um Ausschnitte. Geschätzt waren das ca. 15 – 25 m. Das Problem ist nicht, dass man an die Robben – insbesondere die jungen – nicht näher herankäme, das Problem ist, dass es immer wieder Leute gibt, die nicht genügend Abstand halten und die Tiere aufscheuchen oder Jungtiere gar berühren. Wenn du ein richtiges Tele einpackst und dir Zeit nimmst, kannst du da wirklich gute Aufnahmen machen. Noch wichtiger ist aber die richtige Kleidung, damit du dich in den nassen Sand legen kannst, dann wird es wirklich gut.
      Grüße Horst

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      1. Danke. Das mit der feuchten Hose habe ich mir schon ausgemalt, um Robben von schräg unten zu portraitieren. Alles leichter im Kopfkino als in der Realität.😉

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    2. Aufnahmen von einer Ohrenrobbe aus wirklich kurzer Distanz habe ich 2017 in Neuseeland aufgenommen. Das Porträt eines Bullen findest du unter https://guckloch.org/2017/03/06/oamaru/ . So ein Tier bringt es locker auf 400 kg Masse. Nur wenige Wochen später konnte ich beobachten, wie ein solcher Bulle aus dem Nichts aus großer Distanz zu einem Scheinangriff durchstartete https://guckloch.org/2017/03/21/farewell-spit/ . Wenn ich dieses Erlebnis vor meiner ersten Begegnng gegehabt hätte, wäre ich wohl kaum in einer einstündigen Aktion bis auf wenige Meter an diesen Bullen herangerobbt. Tieraufnahmen sind halt immer speziell! Die Geschichte dazu ist oft spannender als das Foto.
      Gruß nach München Horst

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      1. Ja, das ist schon beeindruckend. Meine aufrichtige Bewunderung gilt den vielen Tierfotografen, die weder Kälte noch Wasser scheuen, um uns ganz nah ans Geschehen ranzubringen. Dein Robbenportrait finde ich spitze. Viele Grüße in den hohen Norden. Jürgen

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