Amsterdamer Spezial

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Die zahlreichen Hausboote sind eine echte amsterdamer Spezialität. Zur Zeit sind im Stadtbereich ca. 2500 Hausboote bewohnt. Entlang den Grachten und Hafenbecken dürften jedoch wesentlich mehr Hausboote liegen. Nicht wenige Boote sind völlig heruntergekommen und erwecken nicht den Eindruck, als könnte man sich darin in aller Ruhe ins Bett legen. Die meisten Boote lassen einen alternativen Lebensstil ihrer Bewohner erkennen, auch wenn diese selbst nicht in Erscheinung treten. Die kleinen „Gärten“ sind nicht selten verwildert, doch es gibt auch sehr gepflegte und geschmackvoll gestaltete Hausboote.

Ein weiteres Highlight Amsterdams sind die Museen. Doch die „Königsklasse“ wie das Van Gogh- oder das Rijksmuseum sind nichts für Spontanbesucher. Ebensowenig das Anne Frank Huis, denn Eintrittskarten müssen online 1 – 2 Monate im Voraus bestellt werden, sonst steht man sich die Beine platt – wie man am nachfolgenden Bild erahnen kann.

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Da bleibt einem nur noch der Rückzug. Aber es gibt ja noch anderes zu bestaunen.

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Hier zum Beispiel die letzte katholische Hauskirche Amsterdams – „Ons ´Lieve Heer op Solder“. Unauffällig von außen ist diese Kirche in zwei normalen Stadthäusern untergebracht. So war es den Katholiken möglich, ihren Glauben auch dann noch zu praktizieren, als Ende des 16. Jahrhunderts die Calvinisten in den Niederlanden die Macht übernommen hatten.

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Tulpen dürfen natürlich in Amsterdam nicht fehlen. Und so ist es dann auch, überall trifft man auf reichlich bepflanzte Schalen und Beete.

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Speziell sind auch die Hauseingänge, die meist mit Pflanzen geschmückt sind. Das ursprüngliche Nutzungskonzept der Häuser war so, dass die von wohlhabenden Bürgern und Handwerkern genutzten Wohnräume ein halbes Stockwerk über der Erdoberfläche lagen. Somit waren sie weg vom Wasser und trocken. Dem Dienstpersonal blieben die darunterliegenden Räume vorbehalten, die praktisch auf dem Niveau des Wasserspiegels lagen. Der knappe Wohnraum heute bringt es mit sich, dass auch diese Räume als Wohnungen vermietet werden.

Das Fahrrad ist aus Amsterdam nicht wegzudenken. Von Städten wie Freiburg oder Tübingen ist man es ja gewohnt, dass man immer ein besonderes Auge auf die Radfahrer haben muss, aber in Amsterdam ist das nochmals eine ganz andere Nummer. Die Menge der Radfahrer ist überwältigend. Ob der Banker im Anzug, die Lady im weißen Mantel oder Freund mit Freundin im Einkaufskorb, alles fährt Rad und das – ohne Helm. Wahrscheinlich gehen alle davon aus: Wer hier stürzt, fällt eh ins Wasser. Dies scheinen auch die Räder zu bestätigen, die gelegentlich verrostet und verbeult neben einer Gracht liegen. Doch auch die nächste Generation Fortbewegungsmittel macht erste zaghafte „Gehversuche“ auf Amsterdams Straßen. Nein, nicht das E-bike, das sieht man hier praktisch nicht! Es ist ein Elektroauto, das für kaum mehr als eine Person Platz bietet und kaum mehr Parkraum beansprucht als zwei Pflanzkübel.

Ob in Amsterdam deshalb gleich die Zukunft entworfen wird, wie es das folgende Plakat suggeriert, konnten wir bei unserem Besuch nicht herausfinden.

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Amsterdam: Grachten und Giebel

Die Grachten und Giebel verleihen Amsterdam einen unverwechselbaren Flair.

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Hier verschmelzen Boote und Fassaden zu einer einzigartigen Einheit. Besonders eindrucksvoll sind die Grachten in der Abenddämmerung.

Bei einer Grachtenrundfahrt lässt sich Amsterdam sehr bequem und auf eine für die Stadt typische Art und Weise erkunden.

Zu Fuß kann man herrlich entlang der Grachten und durch die engen Gassen der Altstadt schlendern, um Sehenswürdigkeiten und Cafes zu besuchen oder nur um die Beine über die Kanalwand baumeln zu lassen und dabei die Sonne zu genießen.

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Der inzwischen berühmt gewordene Plastikmüll macht natürlich auch nicht vor den Grachten halt. Doch für die auf nachhaltigen Nestbau getrimmten Blässhühner Amsterdams ist das kein Problem. Dieses Exemplar sitzt auf einem umfangreichen Gelege. Was täte das arme Huhn ohne den ganzen Müll? Sogar die Tarnung stimmt, was will man mehr!

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Wenn da die Welt nicht Kopf steht!

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Lofoten_8, Tromsö

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Von der Aussichtsplattform der Fjellheisen-Bahn erfasst man die großartige Lage Tromsös auf einen Blick. Die Stadt, die 75 000 Einwohner zählt, erstreckt sich über die Insel Tromsöa, weitere Inseln und das Festland. Verkehrstechnisch ist dies eine Herausforderung, die man mit zahlreichen Tunnel und Brücken zu bewältigen versucht. Die 1960 fertiggestellte Tromsöbrücke entwickelte sich zum Wahrzeichen der Stadt, denn sie verkörpert den Ruf Tromsös, das Tor zur Arktis zu sein, auf monumentale Weise.

Die Eismeerkathedrale, erbaut 1965, ist das zweite Wahrzeichen Tromsös. Sie wurde in Verlängerung der Tromsöbrücke an prominenter Stelle errichtet. Die Kirche zeichnet sich durch ihre klare Architektur und strenge Linienführung aus. Der Innenraum wird von der konstruktionsbedingten Lichtführung und dem größten Glasmosaikfenster Europas geprägt. Der Kirchenbau gilt als nördlichste Kathedrale der Welt.

Wie überall besinnt man sich auch in Tromsö seiner alten Bausubstanz, die in Kombination mit dem Hafen den besonderen Reiz der Innenstadt ausmacht.

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Den Ruf „Tor zur Arktis“ zu sein erwarb sich Tromsö seit dem letzten Viertel des 19. bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts hinein. Damals liefen von Tromsö viele Expeditionen in die Arktis und speziell zum Nordpol aus. Amundsen und Nansen sind lediglich die namhaftesten Vertreter der zahlreichen Polarforscher jener Zeit. Im Polarmuseum setzt man sich unter anderem mit der Geschichte der großen Arktisexpeditionen auseinander. Tromsö ist jedoch auch heute noch eng mit der Polarregion verbunden. Zahlreiche Institutionen und Forschungseinrichtungen, die sich mit der Arktis befassen, sind in Tromsö ansässig. Genannt sei hier lediglich der Arktische Rat, eine Art UNO der Polarregion. Als Deutscher sollte man wissen, dass Tromsö während der deutschen Besatzung im 2. Weltkrieg kurzzeitig die Hauptstadt Norwegens war.

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Wer Tromsö besucht, sollte es sich nicht nehmen lassen mit der Seilbahn auf den Storstein, den Hausberg Tromsös, zu fahren. Die Aussicht auf die Stadt ist insbesondere am Abend legendär. Das Nordlicht ist dann nur noch das Sahnehäubchen.

Als ich wieder unten in der Stadt ankam, musste ich hastig mein Stativ noch einmal aufbauen. Eine helle Polarlichtfahne konnte sich sogar gegen die urbane Beleuchtung durchsetzen. Welch ein Abschied!

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Lofoten_7, bei den Eisanglern

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Als ich auf der Eisfläche des zugefrorenen Nordfjorden Eisangler entdeckte war mir sofort klar, dass es diesmal klappen würde. Wenn man mit dem Snowmobil auf die Eisfläche kommt, sollte mir dies zu Fuß auch gelingen.

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Die Angler hatten weit draußen auf der Eisfläche, unweit vom offenen Wasser, Position bezogen.IMG_9437

Zuerst musste das Loch gebohrt werden. Danach konnte es losgehen.

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Der nachfolgende Angler, ich nenne ihn Erik, erlaubte mir ohne Umschweife zu fotografieren. Nachdem ich die Testfrage zur nordischen Ski-WM bestanden und die Leistungen der norwegischen Langläufer gelobt hatte, war das Eis geschmolzen.

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Erik erzählte mir auch, dass der Fjord seit 5 Jahren endlich wieder einmal zugefroren sei und er die Zeit nutzen würde, um seinen Fischvorrat zu ergänzen.

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In relativ kurzer Zeit fing Erik mehrere Dorsche und andere Fische mit ca. 4kg Gewicht. Mit einem gekonnten Schnitt durchtrennte er die Hauptschlagader der Fische, so dass diese ausbluten konnten. Später wurden die Köpfe abgetrennt und die Fische ausgenommen. Die Reste blieben für die Seeadler auf dem Eis zurück. Wenn ich Zeit hätte, meinte Erik, sollte ich warten bis er weg sei, dann könnte ich bestimmt schöne Aufnahmen von den Adlern machen. So viel Zeit hatte ich jedoch leider nicht.

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Ich war bereits im Gehen, als mich Erik zurückrief. Er spürte am Zug auf der Angel, dass er wieder ein größeres Exemplar am Haken hatte. Voller Stolz präsentierte er seinen Fang. Nun war es aber wirklich Zeit für den Abschied, denn ich wollte ja noch bis Tromsö kommen.

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Lofoten_6

Freitag, 01. März 2019

Als ich mich auf den Rückweg nach Troms machte, hatte es sich bereits völlig zugezogen. In Borge, das insbesondere durch sein Wikingermuseum bekannt ist, fällt jedoch schon aus der Entfernung die moderne Kirche ins Auge. Fertiggestellt 1987 fasst das Bauwerk 700 Personen und dient deshalb zur Aufführung von Konzerten.

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Gleich gegenüber fand sich diese nette Perspektive.

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Am Steirapollen gelang mir noch diese Aufnahme einer Felseninsel bevor der Schneesturm loslegte.

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Da die Scheibenwischer in kürzester Zeit vereisten ging die Sicht mitunter gegen Null.

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Am Gimsöystraumen hatte der Schneefall gerade etwas nachgelassen, doch das war nur eine kurze Freude.

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Die 1007 m lange Brücke über den Tjelsundet verbindet seit 1967 die Inselwelt der Lofoten mit dem norwegischen Festland. Inzwischen waren gut 30 cm Neuschnee gefallen und die Schneepflüge waren permanent im Einsatz.

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Auf der E6 nach Norden angekommen, war es bereits Nacht. Hinter Setermoen fand ich einen geeigneten Übernachtungsplatz.

 

Samstag, 02. März 2019

Am anderen Morgen hatte sich die Welt völlig verändert. Statt -3 Grad, wie am Vorabend, zeigte das Thermometer -19 Grad an. Dafür sah es nach einem herrlichen Sonnentag aus.

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An der Malselva bog ich von der E6 ab und folgte dem Flusslauf talaufwärts in Richtung eines ausgewiesenen Skigebietes, noch unentschlossen, ob ich die Tourenski nicht doch noch auspacken sollte. Wegen des fehlenden Kartenmaterials aus dieser Ecke verwarf ich die spontane Idee jedoch wieder. Als ich in einem kleinen Gehege zwei einsame Rentiere erblickte, hielt ich an. Hier wurden wohl Schlittenfahrten mit Rentieren angeboten. Wenn´s ums Geschäft geht wird dann auch mal schnell die Samentradition strapaziert und ein Zelt aufgestellt.

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Statt einer Skitour, entschied ich mich dafür, Troms nicht über die E8 sondern auf der Nebenroute 858 anzufahren. Eine Entscheidung, die ich nicht bereuen sollte.

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Durch tief verschneite Landschaft und vorbei an weit verstreuten Gehöften ging es hinüber zum Nordfjordbotn der, wie mir ein Eisangler erzählte, seit fünf Jahren endlich wieder einmal zugefroren war. Den Eisanglern werde ich aber einen eigenen Beitrag gönnen.IMG_9382

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Dann wechselte die Straße hinüber zum Balsfjorden. Dem entlang ging es Richtung Troms.

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Im Strandbereich hinterließen Ebbe und Flut den üblichen Eisbruch, der von riesigen Eiskristallen garniert wurde.

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Durch ein Traumland für Skitourengeher erreichte ich schließlich Troms.

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Lofoten_5 – das Polarlicht

Bei diesem Beitrag gibt es nur Bilder, Worte sind hier überflüssig.

 

 

 

Jetzt kommt doch noch ein Hinweis: Bei der nächsten Aufnahme handelt es sich um ein Panorama, das sich aus fünf hochformatigen Einzelbildern zusammensetzt.

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Das nachfolgende Bild zeigt den Ort, an welchem die Polarlichtaufnahmen entstanden sind. Am anderen Morgen war das schöne Wetter schon wieder vorbei.

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