Reifen für Afrika

Bergeweise Reifen, auch wohl sortiert gestapelt, türmen sich auf dem Gelände des Reifenhändlers, bei dem ich meine abgefahrenen Reifen nach dem Wechsel abliefere. Als ich im April nachfragte. ob ich auch mal fotografieren dürfte, bekam ich grünes Licht.

Die Firma, die mit gebrauchten Reifen handelt, exportiert auch Reifen nach Afrika. Die Reifen werden zuerst aussortiert, für den Export vorbereitet und in Regalen gestapelt.

Die vollen Regale transportiert der Fahrer des Gabelstaplers dann an die entsprechende Stelle für den weiteren Transport. So lange alles gut geht, kein Problem. Als eines der Regale vom Stapler kippte, war das Chaos groß. Doch keine lauten Worte! Jetzt war Handarbeit gefragt und nach wenigen Minuten war das Problem gelöst. Die Reifen für Afrika können nun ihre Reise antreten.

Absprung geschafft!

Letzten Dienstag beobachtete ich ein Eichhörnchen, das wiederholt von Ast zu Ast durch einen Nussbaum turnte. Hektisch suchte es nach einer günstigen Position, um zu einem Baum auf der anderen Wegseite zu springen. Doch jeder mögliche Absprungpunkt erschien ihm zu weit entfernt oder der Zweig zu dünn, als dass ein Absprung gelingen könnte. Nach wiederholter Prüfung entschied es sich für einen Sprung zum Nachbarbaum auf derselben Wegseite. Ein Schnappschuss!

Weitere Tieraufnahmen findest Du zum Beispiel unter:

Großwild Namibias, Vögel 1, Bei den Moschusochsen, Schnappschuss, Strandfüchse

Frühling?

Der Frühling kommt, der Frühling geht,
die Liege in der Wiese steht.

Der Regen kommt, der Regen geht,
doch niemand hat sich reingelegt.

So ist die Liege, ohne Faxen,
im Handumdrehen eingewachsen.

Drum sollten wir jetzt schnell verreisen
und auf diesen Frühling ... 😉 pfeifen!

Super, Mond und Sterne

Am 27. April 2021 war der letzte Supermond zu beobachten. Bevor sich bereits am 26. Mai 2021 dieses Schauspiel wiederholt, nachfolgend ein paar Eindrücke.

Schon am frühen Abend stieg der Supermond über den Horizont und leuchtete mit den blühenden Obstbäumen um die Wette.

Je nach Standort verfing er sich auch mal in den Ästen hoher Bäume.

In der Nacht war es dann so hell, dass sich die Sterne alle Mühe geben mussten, um sich bemerkbar zu machen.

Am frühen Morgen begann der Supermond dann zu schwächeln. Nachdem er sich die ganze Nacht beim Leuchten verausgabt hatte, reichte es nur noch für ein rötliches Glimmen. Der Supermond war am Ende.

Gütersteiner Wasserfall

Unweit des Uracher Wasserfalls, am Ende des Maisentals, stürzt der Gütersteiner Wasserfall über unzählige kleine Sinterterrassen in die Tiefe. Ausgangspunkt für die kleine Wanderung zum Wasserfall ist der Wanderparkplatz „Uracher Wasserfall“. Von Metzingen her kommend, ist das Hinweisschild direkt an der B 28 am Rande von Bad Urach nicht zu übersehen. Der Weg führt dann entlang des Maisentals zum Albtrauf. Unterwegs passiert man das Vorwerk Güterstein, einen Gestütshof des Landgestüts Marbach.

Danach nimmt die Steigung zu. Wenn der Weg so aussieht, wie auf dem nachfolgenden Bild, kann man davon ausgehen, dass sich der Besuch lohnen wird.

Der Gütersteiner Wasserfall ist zweigeteilt. Im oberen Teil fällt und rieselt das Wasser über Tuffsteinablagerungen und Moose in einen kleinen, gefassten See.

Das aus dem See überlaufende Wasser fließt über den Wanderweg. Während ein Teil des Wassers über Sinterterrassen ins Tal stürzt, läuft ein zweiter Teil über eine Kalktuffnase beachtlicher Länge, die sich im Laufe der Zeit durch Versinterung gebildet hat.

In einer Rinne schießt das Wasser auf eine Abrisskante zu und stürzt dann in mehreren Stufen zu Tal.

Bei ausreichend Wasser ist der Gütersteiner Wasserfall zu allen Jahreszeiten ein lohnendes Ziel. Unproblematisch lässt er sich auch in eine Rundwanderung zum Uracher Wasserfall und zur Burgruine Hohen Urach einbauen.

Einladung zur „Foto.Schau!“

Auch im zweiten Corona-Jahr findet die Jahresausstellung des Photoclubs Reutlingen online statt. Zu dieser vielseitigen „Foto.Schau!“ möchte ich euch herzlich einladen.

Zur Online-Ausstellung meines Fotoclubs kommt ihr direkt über diesen Link oder über die Homepage des Photoclub Reutlingen. Dort könnt ihr euch auch den Flyer für das Foto.Schau.Fenster! herunterladen. In Zusammenarbeit mit „RT-Aktiv“ und der „Reutlinger Gastroin Itiative“ stellen wir unsere Bilder in der Innenstadt in den Schaufenstern von 20 Geschäften aus. Im Flyer findet ihr einen Stadtplan auf dem alle Standorte verzeichnet sind. Ich wünsche euch bereits jetzt viel Spaß beim Stadtrundgang.

Auf der Homepage des Photoclub Reutlingen könnt ihr unter anderem auch die Galerien einzelner Mitglieder einsehen. Über diesen Link gelangt ihr direkt zu meinen Galerien.

Unerwartete Ästhetik

Ich erinnere mich noch genau, als wir 1999 an der spanischen Mittelmeerküste entlangfuhren, waren ganze Regionen unter Plastikfolie verschwunden. Das Verpacken der Landschaft verband ich damals nicht mit dem Künstlerehepaar Christo, das 1995 den Reichstag verhüllt hatte. Nein, ich war hell entsetzt über das, was ich sah: Eine Agrarwirtschaft mit verheerender Ökobilanz, die dazuhin die gesamte Landschaft verschandelte.

Mit Argwohn betrachtete ich, dass sich wenige Jahre später die Plastikfolienlandwirtschaft auch bei uns auszubreiten begann. Ich wollte damals einen Bildbericht erstellen, der zur Anklage dieser Praxis werden sollte, doch daraus wurde nichts. Vor drei Jahren dann das Aha-Erlebnis! Damals war ich vor Sonnenuntergang in der Rheinebene unterwegs, als ich vom Anblick der aufleuchtenden Plastikfolienzelte in Bann gezogen wurde. Das musste ich unbedingt mal fotografieren. Ende März 2021, auf der Rückfahrt von Frankfurt, ist mir endlich ein erster Anlauf gelungen.

Wie immer: Bilder zum Vergrößern anklicken.

Kurz nach 5 Uhr war ich in Frankfurt gestartet, um vor Sonnenaufgang an Ort und Stelle zu sein, denn nur bei flacher Sonneneinstrahlung entwickeln die Plastikfolienzelte ihre volle Leuchtkraft und bleiben die Kontraste beherrschbar.

Ich war überwältigt von der eigenwilligen Ästhetik dieser fragwürdigen Produktionsmethode. Der gesamte Aufwand wird ja nur betrieben, um wenige Wochen früher Erdbeeren, Himbeeren oder Spargel zu ernten. Denn wer zuerst am Markt ist, bekommt die höchsten Preise.

Bei meinen ersten Aufnahmen waren die Folienzelte noch geschlossen. Die Sonne war kaum recht über dem Horizont, da kam ein Kleinbus mit einem Trupp rumänischer Saisonarbeiter. Die öffneten die Rollos, um die Tunnelzelte zu belüften und kontrollierten das Bewässerungssystem. Unmengen an Wasser sind erforderlich, um die Erdbeerpflanzen unter den Folien ausreichend zu versorgen. Nach dieser Warmlaufaktion für den Tag zogen die Arbeiter weiter, um Spargel zu stechen.

Auch ich setzte meinen Weg fort. Wieder einmal hatte ich erfahren: Ästhetik ist eine Frage der Sichtweise. Voreingenommenheit / Befangenheit behindert nicht selten deren Wahrnehmung. Das ist aber nicht als Plädoyer für diese fragwürdige Produktionsmethode zu verstehen!