Wilsons Promontory

Freitag , 10.02.2017

Der Tag fing schon gut an. Kaum, dass wir unser Hotel verlassen hatten, lief uns auch schon ein Ameisenigel über den Weg.

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In Wonthaggi, einem für diese Region typischen Städtchen, deckten wir uns mit Lebensmitteln ein, denn die nächsten beiden Tage hatten wir uns auf dem flachen Land privat eingemietet mit „shared kitchen“.  Die Lebensmittel waren mitzubringen.

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Entlang der Küste folgte Beach auf Beach. Hohe Dünen, ungeheuer breite, feinsandige Strände und fast keine Menschen.  Die Nachfolgenden Bilder zeigen die Venus Bay.

Gegen Abend erreichten wir unser Quartier Promclose Cottage. Anne und Margret – unsere Gastgeberinnen – empfingen uns mit Offenheit und spürbarer Herzlichkeit. Bei einer Tasse Kaffee in der Sonne vor dem Haus kamen wir uns schnell näher. Es dauerte nicht lange bis Rose aufgeregt die Entdeckung einer Schlange meldete. Ein Prachtexemplar der hochgiftigen Tigerotter passierte keine 2 m von unserem Tisch entfernt den Fußweg zum Haus und machte es sich im angrenzenden Beet bequem. Dies wurde von unseren Gastgeberinnen unaufgeregt kommentiert: „Die Tigerotter kommt fast täglich zur selben Zeit hier vorbei.“ Nachdem ich die Kamera aus dem Auto geholt hatte und mich vorsichtig der Schlange näherte, ergriff diese sofort die Flucht. Nichts war´s mit dem Passbild.

Nach diesem kleinen australischen Abenteuer wurden wir ins Haus eingeführt. Unser erster Eindruck, dass Anne und Margret eine absolut alternative Lebensweise pflegen, bestätigte sich auch im Haus. Das Notwendige war vorhanden und für Überflüssiges gab es keinen Platz. Ein Zimmer und das Bad wurde uns für die zwei Tage zur Verfügung gestellt.

Am anderen Morgen trafen wir die beiden in der Küche beim Frühstück. Im nahegelegenen Flecken Fish Creek bestritten sie heute eine Veranstaltung für ein kommunales Gartenprojekt. Bei einem Arbeitseinsatz sollten für den ökologischen Anbau auf gemeindeeigenem Gelände neue Mitglieder angeworben werden. Margret war hier offensichtlich die treibende Kraft. In der Ortschaft unterhielt sie eine kleine Käserei, deren Produkte lokal verkauft wurden. Als wir gingen, blieb das Haus offen. Kein Problem.

Eine unserer ersten Anlaufstellen im Wilsons Promontory Nationalpark war die Whisky Bay mit ihren spektakulären Granitbouldern.

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Doch auch alle anderen Buchten, die wir aufsuchten, waren einfach herrlich. Hier der Blick auf die Picnic Bay.

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Am Nachmittag unternahmen wir als Kontrastprogramm noch eine Wanderung zu Millers Landing. Von hier aus eröffnet sich der Blick auf ein riesiges Inlet. Als südlichstes Ausbreitungsgebiet für Mangroven bildet es ein einzigartiges Paradies für Wasser- und Zugvögel. Der Weg führt durch ein Gebiet mit typisch australischer Vegetation. Banksien und Grasbäume dominieren das Landschaftsbild.

Zum Abschluss gingen wir auf einem kurzen Wildlife Walk noch auf Beobachtungstour. Immerhin stießen wir auf Kängurus, die hier in einem Forschungsprogramm überwacht werden, um die Einflussfaktoren auf die Population einer Gruppe zu erforschen.

Bereits am Samstag Abend klang so etwas wie Abschied an. Margret zeigte mir ihre mit ungeheurer wissenschaftlicher Akribie betriebene Regenwurmzucht zur Bodenverbesserung. Gegen später, wir hatten uns bereits in unser Zimmer zurückgezogen, wurden wir noch zu einer „Knabberrunde“ eingeladen. Margret spendete ihren besten Käse, dazu gab es frische Tomaten, Gurken und Salat aus eigenem Anbau. Gesprochen wurde über Familiäres, sowie Gott und die Welt. Selbst der amerikanische Chaot wurde nicht ausgespart.

Am Sonntag Morgen begleitete uns Margret bis Fish Creek, zeigte uns ihr kommunales Gartenprojekt und brachte uns noch zur Galerie von Celia Rosser. Celia, inzwischen 83 Jahre alt, saß im Cafe ihrer Galerie und erzählte uns mit viel Humor den einen oder anderen Schwank aus ihrem Leben. In Australien hat sie sich als Künstlerin mit ihren detaillegetreuen Arbeiten zur australischen Pflanzenwelt, insbesondere der Banksien, einen Namen gemacht. Selbst die Queen kam anlässlich eines Australienbesuches bei ihr vorbei. Nach einem letzten herzlichen Abschied machten wir uns auf den Weg nach Melbourne, wo ein ganz normales Stadthotel auf uns wartete.

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Donnerstag, 09.02.2017

Unser heutiges Etappenziel war Phillip Island, bekannt für die Pinguinparade. Trotz der ca. 400 km Fahrstrecke vorbei an Melbourne, wählten wir anfangs eine unbefestigt Straße durch den Regenwald des Great Otway Nationalparks. Ein Abstecher, der sich lohnte.img_4628b

Zurück auf der Great Ocean Road, legten wir in Kennett River eine kurze Pause ein, um nochmals nach Koalas Ausschau zu halten. Doch als wir unweit des Parkplatzes auf eine Gruppe stießen, in der Menschen und Vögel um die Wette kreischten, war Programmänderung angesagt. Rose kaufte sich auch Vogelfutter und tat es der kleinen Chinesin gleich.img_4631b

Sobald die Großsittiche den Futterbeutel erblickten, war auf beiden Seiten Begeisterung angesagt.

Und so wurde, was mancher schon lange befürchtete, zumindest kurzzeitig zur Gewissheit, Rose hatte nicht nur einen Vogel!

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Mit anderen Vögeln, den Zwergpinguinen auf Phillip Island, hatten wir weniger Glück. Die Pinguinparade entpuppte sich als eine groß aufgezogene „Touristenfalle“ auf die wir gerne verzichten konnten.

GreatOceanRoad

Am Dienstag, 07. Februar, saßen wir um 6:30 Uhr bereits wieder im Flieger, diesmal in Richtung Melbourne. Gegen 10 Uhr übernahmen wir dort unseren Kleinwagen und machten uns bei tief hängender Bewölkung auf den Weg in Richtung Great Ocean Road. Trotz des schlechten Wetters, erlebten wir eine Fahrt entlang beeindruckender Küstenlandschaften. Schlag 6 Uhr abends erreichten wir unser Quartier für die nächsten zwei Tage, Blue Johanna Cottages. Wir wurden herzlich empfangen und hatten sofort das Gefühl, zuhause angekommen zu sein.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg, zum spektakulären Abschnitt der Great Ocean Road. Das Wetter hatte über Nacht umgeschlagen und bescherte uns strahlend blauen Himmel. Den Sonnenbrand gab es gratis dazu.

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Am Nachmittag unternahmen wir auf dem Rückweg noch einen Abstecher zum Cap Otway, das für seinen Koalabestand bekannt ist. Wir hatten Glück und sahen die Kerle, wie sie es sich in ihren Astgabeln bequem machten. Doch es war nicht einfach, sie ordentlich aufs Bild zu bekommen und noch schwieriger war es, sie zu entdecken. Doch da half eine alte Safariweisheit weiter: Wo ein Fahrzeug steht, ist der Löwe nicht weit. So entwickelte sich die Fotopirsch nach den Koalas zu einem geselligen Ereignis.

In derselben Region trafen wir auf ausgedehnte Flächen abgestorbener Eukalyptuswälder. Die Bäume reckten ihre weißen Gerippe in den blauen Himmel. Ein Anblick von bedrückender Ästhetik.

Auckland

Seit Hong Kong sind nun bereits drei erlebnisreiche Tage vergangen. Am Montag, 6. Februar, landeten wir kurz vor 7 Uhr morgens für einen neuerlichen Zwischenstopp in Auckland (Newzealand). Bei herrlichem Sonnenschein und warmem Wetter machten wir uns einen lockeren Touri-Tag, schlenderten dem Viaduct Harbour entlang

 

und bestaunten in der angrenzenden City, wie sehr man sich bemüht, alte Bausubstanz zwischen den gläsernen Hochhausfassaden zu erhalten. Auckland, eine moderne, expandierende  Stadt mit Bewusstsein für seine kurze (europäische) Geschichte.

 

Wie viele Neuseeländer nutzten auch wir den Nationalfeiertag „Waitangi Day“, um mit der Fähre nach Devenport überzusetzen. Dieses reizende Städtchen liegt am Ende einer Halbinsel, der City unmittelbar gegenüber. Vom dortigen 81 m hohen Mt. Victoria, einem erloschenen Vulkankegel, bietet sich ein herrlicher Ausblick auf Aucklands Skyline.

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Im Park beim Fähranleger kamen wir mit einem liebenswerten alten Ehepaar ins Gespräch. Sie quetschten uns auf eine nette Art regelrecht aus. Seit sie selbst nicht mehr reisen können, versuchen sie bei ihrem täglichen Gang in den Park, nach Möglichkeit mit Touristen ins Gespräch zu kommen. So erfahren sie Neuigkeiten und insbesondere neue Sichtweisen. Das ist ihre Art zu reisen, wie sie uns verrieten. Wir verstanden uns auf Anhieb!

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Mehr Neuseeland siehe Neuseeland Süd 1

Hongkong

Von der ersten Stunde an begegneten wir nur freundlichen, zuvorkommenden und hilfsbereiten Menschen (Ausnahme ein Taxifahrer). Am ersten Tag durchstreiften wir Hong Kong Island und merkten gleich,dass man in dieser Stadt locker auch eine Woche verbringen könnte, ohne dass es langweilig würde.

Bedingt durch das knappe Bauland war man in Hong Kong schon frühzeitig zum Hochhausbau gezwungen.  Dies beschert der Stadt heute eine einzigartige Skyline. Dieses Markenzeichen wird offensichtlich durch den Bau neuer und immer höherer Türme gepflegt. Aber auch sonst hat Hong Kong architektonisch einiges zu bieten. Wir waren jedenfalls begeistert, auch wenn wir schnell feststellen konnten, dass sich hinter mancher modernen Glasfassade altes Gemäuer verbirgt. Hier, wie in vielen anderen Städten auch, erwächst aus dem Spannungsfeld zwischen alt und neu, Verfall und Erneuerung, Perfektion und Improvisation der besondere Charm, der eine Stadt unverwechselbar und liebenswert macht.

Bei unserem Streifzug durch die Stadt begegneten uns immer wieder Gruppen, die mit Trommeln, viel Geschrei und einem Drachen durch die Geschäfte zogen. Mit diesem Brauch wird den Ladenbesitzern und Angestellten zum Chinesischen Neujahr der nötige Erfolg gewünscht.

Am frühen Nachmittag machten wir uns trotz des diesigen Wetters auf den Weg zum Viktoria Peak, um die berühmte Aussicht auf die Stadt zu genießen. Als wir an der Tamstation ankamen traf uns fast der Schlag. Eine ungeheure Masse von Menschen wollt offensichtlich dasselbe wie wir. Erst bei näherer Betrachtung war zu erkennen, dass diese Menschenmasse in einer nicht enden wollenden und mehrfach gewickelten Polonaise dem einen Ziel zustrebte – Viktoria Peak Tramstation. Die Taxifahrer umkreisten die Meute bereits wie Haie ihre Opfer und so schreckten wir anfänglich auch zurück, als der erste Fahrer 400 $ für diese kurze Strecke haben wollte. Doch dann kaperten wir zusammen mit einem zweiten Paar ein Taxi. Dieser Fahrer wollte dann insgesamt 200 $. Als wir uns auch beim Rückweg für das Taxi entschieden, kostete die Fahrt für uns alleine nur 72 $ – ein Schnäppchen. Damit hatten wir unsere Lektion für den Tag gelernt.

Die Aussicht vom Peak war nun wirklich nicht gut, das Wetter viel zu dunstig. Doch kurz vor Sonnenuntergang riss der Himmel stellenweise auf und sorgte so für eine ganz besondere Beleuchtung. Die Taxifahrt hatte sich gelohnt.

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Heute, Samstag, ging es dann mit der Star Ferry hinüber nach Kowloon und weiter bis Mong Kok. Hier trifft man – zumindest stellenweise – noch auf das alte Hon Kong.  Geduckte Häuser, nicht selten im Verfall begriffen, formieren ganze Straßenzüge oder Quartiere, Orte für traditionelle Märkte aller Art. Vom Vogel über den Jadestein bis zum USB-Kabel ist alles zu bekommen und wer etwas für die Seele braucht wird mit Sicherheit in einem der Tempel fündig. Am Abend machten wir uns auf, der Welt größte Lasershow, die „Symphon of Lights“ zu bestaunen. Es waren sicherlich einige Tausend Zuschauer, die sich entlang der Uferpromenade verteilten. Hong Kong hat einfach was zu bieten.

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Weitere Aufnahmen und Informationen zur Symphony of Lights findest du hier: Symphony of Lights in Hong Kong

Weitere Informationen zu Hong Kong siehe: TinHauTempel – Hong Kong, Wohnen in Hong Kong

Aufnahmen und Berichte zu Australien siehe GreatOceanRoad

Strandfüchse

Im Parco della Maremma liegt der öffentliche Badestrand Marina di Albarese. Bereits bei Ankunft am Parkplatz  und im Picknickbereich weisen Schilder darauf hin, dass man Füchse nicht füttern solle. Kaum, dass wir an einem Tisch sitzend unser Vesper ausgepackt hatten, entdeckten wir im angrenzenden Kiefernwald den ersten Rotfuchs. Dieser hatte sich offensichtlich an die Menschen gewöhnt und hatte bereits gelernt, dass man bei den Zweibeinern wesentlich einfacher zu seiner Nahrung kommt, als durch Jagd oder im Hühnerhof um die Ecke. Auch wenn der Fuchs stets vorsichtig blieb, hatte er offensichtlich gegen ein Fotoshooting nichts einzuwenden. Es dauerte auch nicht lange, bis er von anderen Besuchern gefüttert wurde. Später am Strand begegnete ich noch einem anderen Gesellen. Der besuchte die Badegäste in deren Schutzhütten aus Treibholz und luchste ihnen das Vesper ab.

Die Marina di Albarese ist für die „Schutzhütten“ aus Treibholz bekannt. Diese ziehen sich über Kilometer am Strand entlang und bieten nicht nur Badegästen Schutz.

Die Umgebung des Parco della Maremma und die Ebene um Grosseto sind für ihre zahlreichen Alleen bekannt.

Mehr Toscana ?

Herbstlicht

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Die Alb hat zu jeder Jahreszeit ihre Reize aber der Herbst zaubert ganz besondere und ganz unterschiedliche Stimmungen.

Salmendinger Kapelle: Vom Parkplatz an der K7161 führt ein steiler Kreuzweg zur Salmendinger Kapelle hinauf auf den 886 m hohen Kornbühl. Die schönsten Momente erlebt man hier früh morgens, wenn sich das Licht der aufgehenden Sonne vorsichtig über die Kuppen der Albhochfläche in die flachen Täler zu tasten beginnt. Ungestört kann man zu dieser Zeit die tolle Rundumsicht genießen. Bei klarer Sicht lässt sich am Horizont sogar das Zugspitzmassiv erkennen.

Lochen: Der Parkplatz am Lochenpass ist ein idealer Ausgangspunkt für vielfältige Unternehmungen. Ob bei einem sonntäglichen Spaziergang oder bei ausgedehnten Wanderungen, von hier aus lässt sich bequem die landschaftlich besonders reizvolle Region um den 963 m hohen Lochenstein erschließen. Der gespaltene Fels mit 1000 m und der Plettenberg mit 1002 m zählen zu den höchsten Erhebungen der Schwäbischen Alb. Wie überall am Albtrauf, so zaubert auch hier die Herbstfärbung ein wahres Feuerwerk.

Mehr Landschaftsfotografie: Zum Beispiel Island, Toscana