Springburn

Als wir am Montag, dem 06. März, in den Catlins unterwegs waren, fiel uns auf, dass es sowohl geschorene wie ungeschorene Schafherden gab. Offensichtlich war es gerade Zeit für die Schur der Sommerwolle. Als wir vor einer Stallung eine größere Ansammlung von Schafen sahen, hielten wir deshalb an und fragte nach, ob heute geschoren würde. Wir wurden sofort herzlich begrüßt. Man erklärte uns das Programm der nächsten Stunden und ja, natürlich könnte ich fotografieren.

Die Mc Callums betreiben ihre Farm in der dritten Generation. Mit 1500 Schafen und hundert Rindern handelt es sich eher um ein kleineres Anwesen, das sie als Ehepaar umtreiben. Heute stand das Aussortieren schlachtreifer Lämmer und Rinder an. Hierzu war ein Stockpicker auf die Farm gekommen, der für die Auslese der Tiere in der Region verantwortlich ist.

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In aller Ruhe aber mit dem erforderlichen Nachdruck, wo nötig, wurden die Schafe zuerst in ein Gatter getrieben, um sie dann in kleinere Gruppen aufzuteilen. Schließlich gelangten die Lämmer in eine schmale Gasse. Dort wartete der Stockpicker, griff den Tieren in die Hüfte, um mit geübter Hand den Fleischbesatz zu ertasten und markierte dann die schlachtreifen Tiere mit einem lila Strich.

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Mc Callum bediente das Gatter. Alle mit lila Strich durften geradewegs in einen weiteren Pferch. Für die Lämmer ohne Strich öffnete sich das Gatter und die Tiere konnten seitlich entweichen. Ob man das als Strafrunde bezeichnen kann, sei dahingestellt, jedenfalls mussten diese Lämmer noch etwas Fleisch auf die Hüften bringen.

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Während der ganzen Prozedur erfuhr ich sehr viel über den Markt von Lammfleisch, den Export nach China, Europa und die USA sowie über die damit verbundenen Probleme. Auch der schwierige Markt in Neuseeland wurde angesprochen. Ein Grund, weshalb immer mehr Farmen auf Rinderzucht umstellen.

Danach waren die Rinder dran. Ein knappes Dutzend Tiere wurde zum Wiegen abgesondert. Das Gewicht wurde sorgfältig protokolliert. Schließlich kamen Tiere auf eine nahegelegene Weide, um deren Abtransport zu erleichtern.

 

Nun war erst einmal Pause angesagt. Wir wurden zum Vesper eingeladen. Dabei wurde viel geredet, über Politik, Arbeitslosigkeit und die Kinder. Da das Wetter zu nass war, um Schafe zu scheren, bekamen wir nach dem Vesper noch eine Sondershow geliefert.

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Zuerst wurden uns die unterschiedlichen Wollqualitäten erklärt und dann ging es zur Sache. Bei Schafen, die zur Schlachtung für den Export bestimmt sind, muss am Hinterteil die verunreinigte Wolle entfernt werden. Dies wurde uns an zwei Tieren demonstriert, damit wir wenigstens eine leise Ahnung von der Schafschur bekamen.

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Zuerst wurden die Tiere mit einem Keks beruhigt und dann wurde es ernst.

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Als Rose nachfragte, ob auch Frauen Schafe scheren würden, bekam sie zur Antwort, dass dies ein Heiratskriterium sei. Eine Frau, die Schafe scheren kann, mit der ließen sich auch Ehekrisen meistern.

Nach einer sehr herzlichen Verabschiedung setzten wir unsere Reise zufrieden fort.

Stürmischer Süden

Samstag, 04. März

Auf dem Weg in den tiefen Süden durchquert man Farmland und passiert herrliche Strände.

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Bei den Moeraki Boulders legten wir einen ersten Stopp ein. Diese gewaltigen Gesteinskugeln, die bis zu einem Meter Durchmesser erreichen können, entstanden vor 55 Millionen Jahren. Es handelt sich hierbei um Konkretionen aus kalkhaltigen Tonen, in deren Schrumpfrissen sich zum Teil Quarze eingelagert haben.

Außer diesem geologischen Schmankerl hat Moeraki auch noch eine Gelbaugenpinguin-Kolonie zu bieten. Wir trafen einige Jungtiere an, die damit beschäftigt waren, sich den restlichen Flaum aus dem Gefieder zu zupfen.

Kurz entschlossen nutzten wir das herrlich warme Wetter, pflanzten uns überm Hafenbecken des verträumten Flecken in die Taverne und genossen als Mittagessen einen Seafoodbasket – einfach genial! Auf den Weißwein musste ich leider verzichten, da wir anschließend unsere Fahrt in Richtung Dunedin fortsetzten. Die Hauptsehenswürdigkeit ist der 1906 erbaute Bahnhof. Der aus Lava und Kalkstein errichtete Prachtsbau ist auch in seinem Innern noch in ursprünglicher Form erhalten. Unglaublich, welcher Luxus damals in dieser Ecke der Welt möglich war.

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Am Sonntag, 05. März

machten wir uns früh morgens auf den Weg, um am Taiaroa Head auf der Otago Halbinsel die einzige Albatros-Kolonie der Südinsel aufzusuchen. Die ungeheure Spannweite dieser Tiere beeindruckte uns sehr.

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Nugget Point war das nächste Highlight auf unserer Liste. Die senkrecht verlaufenden Gesteinsschichten begünstigen die Entstehung schmaler Felsbänder, die dann von der Brandung in einzelne Riffe zerhackt werden. Entsprechend gefährlich ist diese Ecke für die Schifffahrt.

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Bald darauf erreichten wir die Catlins, die südlichste Region Neuseelands, die noch ausgedehnte Regenwälder aufzuweisen hat. Undurchdringlicher Regenwald reicht hier bis zur Küste und umrahmt die riesigen Sandstrände mit dunklem Grün.

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Bei der Häuseransammlung Papatowai bezogen wir in einem kleinen Camp unser Lager für die Nacht.

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Papatowai, das Camp an der Dschungelbeach

Montag, 06. März

Der Sturm, der bereits am gestrigen Nachmittag eingesetzt hatte, brachte in der Nacht Regen. Der Wind fegte den ganzen Tag über das flache Land, dass ich Mühe hatte, das Fahrzeug auf der Straße zu halten. Dass Sturm in dieser Ecke zum Alltag gehört, zeigen die Bäume überdeutlich.

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Ein kleiner Abstecher führte uns zum südlich von Invercargill gelegenen Bluff, der südlichsten Ortschaft auf dem neuseeländischen „Festland“ und für uns der südliche Wendepunkt unserer Reise. Die einmalige geographische Lage beschert dem Örtchen einen genialen Naturhafen, der schon für die Maori von Interesse war und wohl auch dafür ausschlaggebend war, dass hier eine der ersten europäischen Ansiedlungen auf Neuseeland gegründet wurde. Der Ort hat seit seiner Entstehung wohl schon viele Höhen und Tiefen durchlebt. Betrachtet man den Zustand vieler Häuser, scheint es seit längerem abwärts zu gehen.

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Daran hat auch die Aluminiumhütte nichts geändert, die anfangs der 70er Jahre hier gebaut wurde und die ganze Landschaft verschandelt. Um den Strombedarf dieses Werkes zu decken wurde gleich noch ein weiteres „Verbrechen“ begangen, das noch heute als Ingenieursleistung gerühmt wird: Der Lake Manapouri wurde angebohrt, um mit seinem Wasser am Daubtful Sound die Turbinen anzutreiben.

An der Colac Bay beendeten wir den Tag, wie er begonnen hatte, mit Sturm und heftigen Regenschauern.

Weitere Informationen zu Dunedin siehe auch Dunedin Neuseeland

Oamaru

Donnerstag, 2. März 2017

Unsere heutige Etappe führte uns das Tal des Waitaki River hinab ans Meer. Zahlreiche Stauseen zur Elektrizitätsgewinnung und zur Bewässerung gestalten das Landschaftsbild im oberen Talabschnitt.

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Nur mit Bewässerung ist in dieser Region die intensive Weidewirtschaft möglich. Weinbau ist dabei sich zu etablieren.

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Das Küstenstädtchen, das für seine Blauen Pinguine weithin bekannt ist, hat uns sofort begeistert, so dass wir auch den 03. März hier verbrachten. Dass diese Stadt einst „bessere“ Tage gesehen hat, begegnet einem auf Schritt und Tritt. So findet sich im Hafenbecken noch ein Holzpier beachtlicher Größe, das heute – da baufällig – nur über Nacht von tausenden Kormoranen als Schlafstädte benutzt wird.

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Noch vor hundert Jahren konnte man sich hier brüsten, das längste gebogene Holzpier der südlichen Hemisphäre zu besitzen auf dem die Waren direkt vom Schiff auf die Eisenbahn verladen werden konnten. Selbst Expeditionen an den Südpol stachen von hier aus in See.

Am Abend gingen wir dann auf die „Jagd“ nach den Blauen Pinguinen. Wie andere Pinguinarten auch, gehen die alten Tiere tags auf Fang und kehren erst bei Nacht zurück, um ihre Jungen zu füttern. Um 22:30 Uhr machten wir uns ohne auch nur die Spur eines einzigen Pinguins gesehen zu haben auf den Rückweg, als wir zwei Tiere erblickten, die am Weg warteten, bis die Luft rein war. Da ständig weitere Passanten vorbei kamen, dauerte es bis nach 23 Uhr, bis sich die Pinguine trauten, ihre Jungen aufzusuchen. Diese hatten sich gleich neben dem Hafenbecken unter einer Hütte verkrochen. Nun gingen wir zufrieden Richtung Campground, nicht ohne die Böschung zum Hafen aus dem Auge zu verlieren. Und tatsächlich lief uns noch ein weiteres Tier über den Weg, das eine längere Strecke am Hafenbecken entlang zurücklegte. Sein unsicher wirkendes Gewatschel erinnerte mich sofort an James bei „Dinner for one“. Fotografisch war dies die totale Herausforderung, denn Blitzlicht schied natürlich aus.

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Am andern Morgen erfuhren wir, dass in der Nacht auch auf dem Campground Pinguine unterwegs waren. Ihre Jungen waren unter dem Küchentrakt den Tag über in Sicherheit. Offensichtlich haben sich diese Pinguine inzwischen gut an die Menschen angepasst. Heute wollten wir gleich nebenan an der Bushy Beach die Yellow-Eyed Pinguine besuchen. Damit hatten wir allerdings Pech. Dafür konnte ich einige Robben fotografieren, die sich in der Sonne aufwärmten.

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Im Städchen hielten wir uns mit zunehmender Begeisterung im weitgehend restaurierten Quartier an der Friendly Bay auf. Dieses Viertel zeichnet sich durch ein geschlossenes Ensemble prächtig renovierter Gebäude aus der viktorianischen Ära aus.

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Die Gebäude erfahren heute die unterschiedlichste Form der Nutzung. Angefangen vom Wollexporteur über Hotels, Cafes, Kneipen und Banken finden sich hier überwiegend Künstler, Kunsthandwerker oder sonstige Spezialisten mit einer zündenden Idee, von der man hoffentlich leben kann. So gibt es zum Beispiel einen Buchladen für antiquarische wie aktuelle Abenteuerliteratur. Um das Abenteuer präsent zu halten, ist im Verkaufsraum ein komplettes Segelschiff aufgestellt und die Wände sind mit Karten und Berichten von Expeditionen zum Südpol tapeziert. Kein Wunder, war doch der Ladenbesitzer in den 60er Jahren selbst bei einer solchen Expedition mit dabei.

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Zwei Frankfurterinnen im Abenteuerbuchladen

Lange unterhielten wir uns mit Michael O`Brien, einem Buchbinder, der zuvor in London und Auckland gearbeitet hatte und nun seit 28 Jahren hier in der Provinz lebt. Mit Deutschland hatte er intensive Geschäftskontakte zum Beispiel nach Stuttgart und München bis ihm das Internet den Markt kaputt gemacht hat. Nun lebt er von der Restauration alte Bücher. Seine Werkstatt könnte glatt und sauber als Museum herhalten.

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Mt._Cook

Mittwoch, 01. März,

der Tag begann, wie der alte geendet hatte: Die Sonne zauberte ein stimmungsvolles Bild von der Bergwelt. Die Flanken des Mt. Cook und Mt. Tasman leuchteten im Widerschein der aufgehenden Sonne rot über den See.

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Wir brachen früh auf. Für heute standen eine Wanderung zum Hooker Lake und ein kurzer Abstecher zum Tasman Glacier Lookout auf dem Programm. Bereits bei der Anfahrt eröffneten sich tolle Ausblicke auf den Mt. Cook.

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Eine grandiose Sicht auf die Gletscher hat man bereits vom Parkplatz aus.

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Der Track hinauf zum Hooker Lake ist sehr gut angelegt und einfach zu gehen und schon deshalb die Anstrengung absolut wert. Drei Hängebrücken überwinden die größten Schwierigkeiten.

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Hat man den See erreicht,  beißt sich der Blick unweigerlich am Mt. Cook fest, an dessen Fuß der Hooker Glacier seine bröckelnden Eismassen in den See kalbt. Der Gletscher selbst ist derart mit Schutt beladen, dass sich das Eis erst in den blank geschmolzenen Eisbergen zu erkennen gibt. Einige kleinere Exemplare waren am diesseitigen Seeende aufgelaufen und unterstrichen überzeugend den glacialen Charakter der Landschaft.

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Auch bezüglich Alpenflora hat die Region selbst im Spätsommer noch einiges zu bieten, wie hier den prächtigen Fingerhut.

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Ein ebenso kurzer wie beeindruckende Abstecher führt hinauf zum Tasman Glacier View. Der Weg führt quasi in einem Treppenhaus hinauf auf die Schutthalde der Moräne. Von dort aus öffnet sich der Blick über den See  entlang der Seitenmoränen und der Cook Range zum Mt. Tasman und darüber hinaus.

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Die viel gerühmten Blue Lakes, die sich einst im Moränenschutt unterhalb des Eisniveaus gebildet hatten, sind bereits Klimageschichte. Der Gletscher ist auch hier so weit abgeschmolzen, dass diese Seen statt mit gefiltertem Gletscherwasser mit Regenwasser gefüllt und damit grün sind. Dennoch bieten sie Anlass zum Wandern und für nette Motive.

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Am späten Nachmittag fuhren wir weiter nach Omarana. Unterwegs deckten wir uns bei einer Lachsfarm, deren Fische im Gletscherwasser der Cook Range aufgezogen wurden, mit Lachssteaks ein. Mit einem köstlichen Abendessen und einer Flasche neuseeländischem Chardonnay rundeten wir den Tag ab.

Neuseeland Süd 1

Am 24. Februar landete unsere Maschine um 23:45 Uhr etwas verfrüht in Christchurch. Es folgten die üblichen Formalitäten und das lästige Procedere wegen der strengen Einfuhrbestimmungen für Lebensmittel. Selbst verunreinigte Schuhe können zum Problem werden. Als wir glücklich durch waren, suchten wir die Pickup Zone auf, da uns unsere Vermieterin, Tracy, abholen wollte. Wer nicht kam war Tracy.

Das Taxi war viel zu teuer und auch das Supershuttle hatte zu dieser Uhrzeit gesalzene Preise. Als die Frau vom Shuttleservice, der ich eben noch gesagt hatte, dass ihr Preis zu hoch sei, hörte, dass ich eine wesentlich günstigere Vereinbarung mit meiner Vermieterin hätte, reagierte sie nicht etwa sauer, sondern fragte nach deren Telefonnummer, rief an und machte Tracy Beine. Tracy, die nach gut 10 Minuten tatsächlich aufkreuzte, machte einen Eindruck, als hätte man sie aus dem Bett gekippt. Das Gästehaus lag in einer gutbürgerlichen Vorstadtsiedlung. Tracy, eine Chinesin, hatte das ganze Haus zimmerweise vermietet. Die Einrichtung war ungefähr so chaotisch wie die Frau selbst aber – inzwischen war es 2 Uhr morgens geworden – für den Rest der Nacht konnte man die Umstände ertragen. Tracy versprach noch, uns um 10 Uhr zur Autovermietung zu fahren und entschwand.

Als um 9:45 Uhr von ihr noch nichts zu sehen war, ging ich zu ihrem Nachbarn. Dieser rief bei ihr an und sie erschien wieder völlig abgehetzt. Sie tippte die Adresse der Autovermietung in ihr Navi, kommentierte noch „easy way“, fuhr kreuz und quer durch die Gegend und landete doch noch bei der Autovermietung. Zum Schluss machte sie uns noch einen wirklich günstigen Sonderpreis für das Gesamtpaket.

Im Depot der Autovermietung herrschte Hochbetrieb, doch irgendwann waren auch wir dran. Dass das linke Vorderrad einseitig abgefahren war, interessierte offensichtlich außer mir niemand. Alles im legalen Bereich, läuft noch ewig. Und los ging´s.

Nun war es 2 Uhr Mittags und wir hatten noch nichts gegessen. Damit war das Programm für heute vollends klar, wir beschlossen in Christchurch zu bleiben und die notwendigen Lebensmittel einzukaufen.

Am Sonntag, 26. Februar, machten wir uns auf den Weg nach Akaroa, einem Städtchen, das herrlich an einer fjordartigen Bucht liegt. Dort wollte Rose mit Delfinen schwimmen gehen. Doch daraus wurde nichts. In der Bucht lagen zwei Kreuzfahrschiffe vor Anker, der frühest mögliche Termin wäre am Mittwoch morgens um 6:30 Uhr gewesen. Nach einem Kaffee in einem schönen Rosengarten und der Vergewisserung, dass es solche Angebote noch an anderen Orten Neuseelands gibt, machten wir uns auf die Suche nach einem Übernachtungsplatz.

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Weit kamen wir allerdings nicht, bereits nach wenigen Kilometern kochte das Kühlwasser. Ganze 3 l Wasser konnten wir nachfüllen. Wir fanden dennoch einen tollen Übernachtungsplatz in einer kleinen Bucht und genossen den Abend so gut es ging.

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Am Montag machten wir uns frühzeitig auf den Weg zurück nach Christchurch. Nach kurzem hin und her war klar, dass wir ein anderes Fahrzeug bekommen. Doch auch bei diesem Fahrzeug musste ich wiederholt auf die Beseitigung einiger Mängel drängen. Es war bereits wieder Nachmittag geworden, als wir in Richtung Süden aufbrachen.

Am Dienstag, 28. Februar, setzten wir unsere Fahrt von Ashburton in Richtung Mt. Cook fort. Das Wetter wurde mit jedem Kilometer besser und unsere Laune ebenfalls, da sich das neue Fahrzeug ganz gut anließ.

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Am frühen Nachmittag hatten wir erstmals freie Sicht auf die Neuseeländischen Alpen und erreichten bald darauf den Lake Tekapo, der für seine blaue Farbe berühmt ist.

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Am Lake Pukaki sahen wir ihn dann, den Mt. Cook, mit 3755 m der höchst Berg Neuseelands und der Stolz aller Neuseeländer. Hier hatte sich Sir Hillary auf die Erstbesteigung des Mt. Everest 1953 vorbereitet.

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Dank der App „Camper mate“ fanden wir direkt am See einen Übernachtungsplatz mit genialer Aussicht auf das Bergmassiv um den Mt. Cook. Der Sonnenuntergang (siehe oben) entschädigte uns dann vollends für den hinter uns liegenden Ärger.

Tasmanien 2

Am Montag,  20. Februar, erreichten wir bei St. Helens die Ostküste  Tasmaniens. Die kurvenreiche Straße wand sich über weite Strecken durch bewaldetes Hügelland . Der unübersichtliche Straßenverlauf forderte unter den Waldtieren einen entsprechend hohen Blutzoll – „roadkill“, wie es die Australier nennen. Nicht selten sahen wir auf 100 m zwischen 3 und 6 Kängurus platt auf der Straße kleben und auch den einzigen Tasmanischen Teufel, den wir zu Gesicht bekamen, sahen wir nur zweidimensionale.

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In den flacheren Regionen musste der Regenwald schon vor Generationen den Viehzüchtern und Farmern weichen. Wo Bewässerung möglich ist, wird Gemüse angebaut, sonst werden Obst, Wein  oder Hopfen kultiviert, also so, wie bei uns am Bodensee, oder?  😉  . Überall findet man als schweigende Zeugen des einstigen Regenwaldes, einzelne, besonders stattliche Eukalyptusbäume verloren in der Landschaft stehen. Schön für den Fotografen – schlecht für den Wald.

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In St. Helens fuhren wir zuerst hinaus in die Burns Bay. Für Rose und Herbert gab es da kein Halten mehr. Bei Wassertemperaturen zwischen 14 und 16 Grad musste das erste Bad im Südpazifik her.

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Von nun an jagte ein Highlight das andere. Als nächstes stand ein Besuch der Peron Dünen, einer ausgedehnten Dünenlandschaft, auf dem Programm.

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Als wir dann unser Glück noch in der Binalong Bay versuchten, war der Bogen überspannt. Binnen weniger Minuten waren wir durch und durch nass. Selbst der Foto meckerte.

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Doch spätestens nach Sichtung der Pelikane war der Regen wieder vergessen.

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Am Dienstag nahmen wir die Garden Route mit der berühmten Bay of Fire unter die Lupe.

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Auf dem Rückweg warfen wir noch einen Blick in eine Austernfarm. Dort wurde gerade der „Fang“ in Säcke verpackt. Eine Gruppe Motorradfahrer ließ sich die fangfrischen Tierchen gleich an Ort und Stelle auf der Satteltasche schmecken.

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Am Dienstag 21. Februar, erreichten wir Coles, das Eingangstor zum Freycinet National Park mit der Weinglas Bay. Hier hatten wir uns für Mittwoch eine Wanderung vorgenommen und das Wetter versprach diesmal beste Bedingungen.

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Die Tour führte uns auf gut begangenem Steig durch den Wald hinauf auf einen Bergsattel zum Weinglas Bay Lookout. und anschließend wieder steil hinab zur Bay. Wer den Weg hinab auf sich nimmt, der wird von einem herrlichen Anblick belohnt, sobald er aus dem Wald heraus in das weite Rund der Bay tritt.

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Der weitere Weg führte uns auf einem schmalen Pfad über eine flache Landzunge hinüber zur Hazzard Bay, einem traumhaften, langgezogenen Sandstrand, der von hohen Dünen gesichert wird. Diesem weitläufigen Strand entlang erfolgte der erste Teil des Rückweges.

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Bei einer kurzen Rast machten wir Bekanntschaft mit einem kleinen Känguru, das auf den ersten Blick eher als Osterhase hätte durchgehen können.

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Eigentlich hat man zu diesem Zeitpunkt mit der Wanderung zufrieden abgeschlossen und erwartet keine weiteren Highlights mehr, doch dann stolpert man am Ende der Hazzard Bay über so eine kleine Bucht und reibt sich die Augen, weil man diesen fast nicht traut. Der rosafarbene Granit, eine Besonderheit der ganzen Region, bildet zusammen mit dem Orange der Algen und den Blau- und Türkistönen des Wassers ein überwältigendes Farbenspiel.

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Der Weg zurück zum Parkplatz ging dann über Stock und Stein und bot immer wieder herrliche Ausblicke. Der Wind hatte deutlich aufgefrischt und den Wellen Schaumkronen aufgesetzt.

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Als Zugabe drehten wir dann noch eine kleine Schleife um den Leuchtturm. Eine Tour, die sich alleine schon wegen des genialen Boardwalks lohnt.

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Als sich Rose dann am Ende auf dem Parkplatz auch noch mit einem Känguru anfreunden durfte, war das Glück komplett.

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Und trotzdem fehlte noch ein Abschluss. In Coles tranken wir noch einen späten Kaffee und blickten in der Abendsonne über die Coles Bay hinüber zu den Hazzards (so heißen die Berge) und gingen mit dem Auge nochmals unsere Tour nach.

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Als wir am Donnerstag, 23. Februar, in Hobart ankamen, hatte sich der Kreis geschlossen. Das weiterhin gute Wetter nutzten wir für eine Fahrt auf den Mt. Wellingten, Der Hausberg von Hobart bietet eine phantastische Aussicht auf die Stadt, die man sich bei derart guten Bedingungen wirklich nicht entgehen lassen sollte.

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Am Freitag 24. Februar ging unser Abstecher nach Tasmanien endgültig zu Ende. 10 intensive Tage hinterließen viele bleibende Eindrücke, die erst noch verdaut werden müssen. Herbert und Gudrun flogen zurück nach Sydney und wir nahmen den Weg über Melbourne nach Christchurch, dem Ausgangspunkt für unsere nächste Etappe.

Zu Tasmanien siehe auch: Tasmanien: Lake Gorden – Lake Padder

Tasmanien 1

Dienstag, 14. Februar 2017

Die Rückgabe unseres Mietwagens klappte wie am Schnürchen, so dass wir wenig später bereits am Schalter der Virgin Australia standen, um unser Gepäck aufzugeben. Es war gerade mal 10 Uhr, als wir uns auf den Weg in Richtung Gate machten. Die Freude war groß, als gegen 11 Uhr mein Bruder Herbert mit seiner Frau Gudrun aus Sydney kommend am Gate zu uns stießen. Sie wollten mit uns nach Tasmanien fliegen, um uns in den nächsten Tagen die Schönheiten dieser Insel näher zu bringen.

Es dauerte keine zwei Stunden, bis der Pilot die Maschine in Hobart sicher aufsetzte. Der Ärger bei der Autovermietung war bald vergessen, als wir in Salamanca, einem kleinen Viertel nahe dem Hafen durch Galerien und Läden schlenderten. Wir waren vom hohen künstlerischen Niveau der präsentierten Werke überrascht. Vieles traf unseren Geschmack, so dass wir durchaus das eine oder andere Prachtstück hätten mitnehmen können, doch das hat unsere Reisekasse leider nicht zugelassen. So blieb es beim Einkauf von Lebensmitteln für die nächsten Tage.

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Gudrun, Rose und Herbert in Salamanca, Hobart

Mittwoch 15. Februar 2017

Heute ging es von Hobart aus nach Osten in die Berge. Fruchtbare Gegenden mit Obst-, Beeren- und Gemüseanbau wechselten mit Gebieten, in denen Weidewirtschaft vorherrschte. Schließlich erreichten wir die Region noch intakter Regenwälder. Vor dem Eintreffen der Europäer, war der größte Teil Tasmaniens von Regenwald bedeckt.

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Eine kleine Wanderung durch den Regenwald, der hier mit riesigen Baumfarnen aufwartet, führte uns zum Horseshoe Fall (siehe oben).

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Auf dem „Creepy Crawly Nature Trail“ war der Name Programm. Zumindest stellenweise kam man ums Krabbeln nicht herum. Der kurze Boardwalk machte riesig Spaß. Am späten Nachmittag erreichten wir unser Tagesziel, Lake Pedder. (Siehe auch Tasmanien: Lake Gorden – Lake Padder )

Am anderen Tag hatte sich das Wetter verschlechtert. Als sich die Wetterlage am Nachmittag beruhigte, unternahmen wir eine Wanderung auf die Twelftree Ridge. Von diesem Bergrücken aus eröffnete sich ein herrlicher Ausblick über die Seelandschaft.

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Freitag, 17. Februar 2017

Heute hatten wir die größte Etappe vor uns. Der Weg führte über den Lake St. Clair und Queenstown ins Candle Valley. Doch das Wetter verschlechterte sich zusehends. Obwohl es in Queenstown in Strömen regnete, war dem Minenstädtchen anzumerken, dass es seine besten Tage längst hinter sich hat. Das „Stadtzentrum“ hätte für jeden Western als Kulisse dienen können und verdeutlichte, dass dem „Goldrausch“ stets der Verfall folgt, gleichgültig in welcher Ecke der Welt sich das Schürfen nach Bodenschätzen abspielt.

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Für Kaffee und Kuchen wurde uns das äußerlich unscheinbare Cafe Serenade empfohlen. Der Apfelkuchen war wirklich spitze, doch unsere Aufmerksamkeit wurde von den Wänden hinterm Tresen in Anspruch genommen. Dort hingen Plattenhüllen der 50er, 60er und 70er Jahre und die Wirtin erzählte gerne von ihrer Leidenschaft. Die Musikbox mit Plattensammlung hatte inzwischen den Weg aus dem Cafe in ihre Wohnung gefunden. Während die Wirtin erzählte, flackerte in ihren Augen ein kurzes Feuer auf, das erahnen lies, dass auch sie – wie die Stadt – schon bessere Tage gesehen hatte. Was blieb – war eine sonderbare Leere. Als wir gingen, winkte sie uns noch durch die Glastür nach, als wollte sie den Moment gemeinsamer Erinnerung festhalten.

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Als wir am Cradle Mountain ankamen, war es winterlich kalt geworden.

Freitag, 18. Februar 2017

Heute war Roses Geburtstag. Bevor sie sich aus dem Bett gekämpft hatte, hatte ich ihr einen Geburtstagstisch gerichtet. Neben den Geschenken gab es eine Kerze, die ein Geburtstagsständchen spielte. Diese hatte ich in Queenstown ausgegraben. Am Abend gingen wir dann im Mountain Hotel groß zum Essen. Doch bis dahin war noch viel Zeit. Trotz des schlechten Wetters fuhren wir mit dem Shuttle zum Dove Lake. Die anvisierte Wanderung mussten wir jedoch nach kurzer Zeit abbrechen, da es in Strömen regnete.

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Als sich am Nachmittag sogar die Sonne hervor wagte, unternahmen wir noch eine kleine Wanderung in der näheren Umgebung.

Dabei entdeckten wir ein Wallaby

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und einen Wombat, der sich durch nichts und niemanden beim Fressen aus der Ruhe bringen lies.

Am Sonntag, 19. Februar 2017 brachen wir dann auf in Richtung Westküste und bezogen für eine Nacht in Launceston Quartier. Auf der Fahrt eröffnete sich noch manch schöner Ausblick auf den Cradle Mountain.

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Melbourne

Bevor ich mit unserem Reisebericht fortfahre, möchte ich mich bei allen bekannten und unbekannten Lesern unserer Homepage ganz herzlich bedanken für die überwältigende Resonanz. Eure Rückmeldungen und Wünsche kommen alle an und wir freuen uns natürlich, wenn uns am anderen „Ende“ der Welt Grüße aus der Heimat erreichen. Dies gilt insbesondere auch für die Geburtstagsgrüße an Rose. Zugleich möchte ich um Verständnis bitten, dass wir in aller Regel auf Kommentare nicht antworten, da bereits das Anfertigen der Reiseberichte ganz ordentlich Zeit in Anspruch nimmt.

Doch nun zu unserer letzten Station auf dem australischen Kontinent, Melbourne.

 

Sonntag 12. bis Dienstag 14.02.2017

In keiner anderen australischen Stadt sind die europäischen Wurzeln so präsent wie in Melbourne. Alte Bausubstanz und moderne Hochhausarchitektur stoßen mitunter hart aufeinander und formen dennoch ein beeindruckendes Gesamtbild, dessen besonderer Reiz gerade aus der Vereinigung des scheinbar Widersprüchlichen erwächst.

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Dieser Wille zur Integration, der im baulichen Erscheinungsbild offenkundig wird, spiegelt sich in den Gesichtern der Menschen in den Straßen wieder.

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Die expandierende Boomtown Melbourn ist nirgendwo besser zu erfassen als in den Docklands, wo ein ganzes Vorstadtviertel neu konzipiert wurde. Dass moderne Hochhausarchitektur und anspruchsvolles Design kein Widerspruch sein müssen, wird hier, wie auch entlang des Yarra River, bravourös verdeutlicht.

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Beispielhaft ist auch Melbourne´s Nahverkehrskonzept, das über das größte Straßenbahnnetz weltweit verfügt. Im Bereich der City ist dabei die Fahrt mit der Tram kostenfrei. Eine tolle Sache für Einheimische wie Touristen.

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Hier bei der kostenfreien Stadtrundfahrt mit der historischen Tram.