später Schnee

Sonntag, 21.04.2024

Heute in der Früh, von Sonnenaufgang konnte keine Rede sein, kamen dicke Flocken vom Himmel. Also schnell die Kamera geschnappt und raus in die Streuobstwiesen.

Leider ließ der Schneefall schon bald wieder nach und die Flocken wurden immer kleiner.

Dennoch, die Landschaft wirkte wie verzaubert!

Ein voller Erfolg

Die jährliche Foto.Schau des Photoclubs Reutlingen (PCR) war wieder ein voller Erfolg. Am verkaufsoffenen Sonntag (14.04.24) fanden geschätzte 2000 Besucher den Weg in den Spitalhofsaal. Dort stellten 35 Vereinsmitglieder „einen Querschnitt ihres künstlerischen Schaffens“ aus. Bereits um 10 Uhr drängten die ersten Besucher in die Ausstellung.

Mitglieder des PCR stellten sich den interessierten Fragen und nahmen gerne das Lob der begeisterten Besucher entgegen.

Vielfalt und Qualität der Exponate überzeugte. Zu einem selbstgewählten Thema präsentierten die AutorInnen jeweils drei großformatige Bilder auf einer Staffelei. Dabei wurde eine Fülle fotografischer Genres bedient. Vom Lightpainting, der Porträt-, Landschafts- und Tierfotografie bis zur abstrakten Kunst spannte sich der Bogen.

Unser jüngstes Vereinsmitglied freute sich über das große Interesse und präsentierte voller Stolz seine „Lost Places“.

Der Kugelgasbehälter in Reutlingen

Der Photoclub Reutlingen besichtigte Anfang März 2024 das Firmengelände der Stadtwerke Reutlingen. Unser Ziel war der Kugelgasbehälter der Fair Energie. Doch gibt es auf dem Areal noch viele andere Fotomotive zu erkunden.

Sehr interessant sind zum Beispiel die zahlreichen Industriebauten, die um 1910 aus Backsteinen errichtet wurden. Natürlich ist auch die historische Straßenbahn zu erwähnen, die einst zwischen Betzingen und Reutlingen verkehrte. Dies war die erste Linie, die zum 1.1.1968 stillgelegt und durch Busverkehr ersetzt wurde.

Doch zurück zu unserem Hauptinteresse für diesen Tag, dem Kugelgasbehälter, der im Jahre 1965 den Betrieb aufnahm. Der Koloss mit knapp 30 m Durchmesser besteht aus gut 900 t Stahl. Das enorme Gewicht dieses Tanks muss durch entsprechende Fundamente abgefangen werden. Der Betriebsdruck des Gasbehälters ist auf rund 8 bar eingeregelt. Dieser Tank dient nicht zur Vorratshaltung, sondern lediglich zur Pufferung kurzzeitiger Schwankungen im Verbrauch. Die gespeicherte Erdgasmenge würde den Energiebedarf Reutlingens nur für wenige Stunden decken.

The Rocket

Wer auf der B 27 von Ludwigsburg nach Bietigheim-Bissingen fährt, dem sticht schon vor dem Ortseingang eine Kirche ins Auge, deren Turm sich einer Raketenabschussrampe gleich in den Himmel reckt.

Der auffällige Sakralbau ist seit September 2019 Heimat der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien, die in Deutschland rund 100 000 Mitglieder zählt. Von diesen leben 2000 in Bietigheim-Bissingen und Umgebung. Bis die Gemeinde ihr neues Domizil einweihen konnte, musste sie einiges aushalten, denn wie in Deutschland üblich, gab es anhaltende Proteste aus der Bürgerschaft. Doch die sind heute Geschichte.

Der Name der Kirche steht in deutscher und aramäischer Sprache über dem Eingang. Übrigens ist die Kirche von Antiochien, laut Wikipedia, nach der Urgemeinde in Jerusalem die zweitälteste christliche Gemeinde überhaupt. Auf sie soll die Bezeichnung „Christen“ für die Gläubigen zurückgehen.

Gegen das kollektive Vergessen

Selbst wenn es um den Umweltschutz geht, meint die Opposition, unsere Regierung vorführen zu können. Es sollte aber nicht darauf ankommen, wer am lautesten schreit, sondern auf die Fakten. Entscheidend ist doch in einer Demokratie, wer für welche Gesetze stimmt. Da bin ich dem NABU dankbar. Der veröffentlichte in der Frühjahrsausgabe 2024 seines Heftes „Naturschutz heute“ das Abstimmungsverhalten der deutschen Abgeordneten im EU-Parlament bei den beiden wichtigen Gesetzen zum Umweltschutz in dieser Legislaturperiode.

Dieses Abstimmungsverhalten sollten wir alle im Hinterkopf behalten und das nicht nur bei den Europawahlen. Denn hier zeigt sich, was das Wort bestimmter Politiker wert ist.

Im Prachtkleid

Das Prachtkleid der Vögel zeigt an, dass sie während der Balz- und Brutzeit offensichtlich einen Hormonschub erleben, der ihr Verhalten erheblich beeinflusst. Bei dem Stockentenpärchen, das sich in unseren Gartenteich verirrt hatte, konnte man das gut beobachten. Die nachfolgende Story ist natürlich frei erfunden und jenseits jeglicher wissenschaftlichen Erkenntnis.

Unser erhabener Erpel wollte seine liebliche Lady mit einem abgelegenen Eigenheim für sich gewinnen. Hier würde ihm kein anderer Artgenosse die Geliebte ausspannen, so seine Überlegung.

Doch die Auserwählte testete das Tiny Haus auf Herz und Nieren.

Da verfehlte selbst der Schlafzimmerblick unseres Erpels seine Wirkung. Denn dem wachsamen Auge seiner Lady entging nichts.

Und so blieb ihm nach einem Tag des Probewohnens nichts anderes übrig, als gemeinsam mit seiner Lady den Rückzug aus der unzulänglichen Bleibe anzutreten.