Vesteralen

Als wir am späteren Nachmittag die Vesteralen ansteuerten machte sich auch dort der Hochdruckeinfluss bemerkbar. Zwar drückten immer noch die Nebelbänke vom Nordatlantik herein, lösten sich aber zunehmend auf, so dass sich immer wieder ein Fenster öffnete. Nachfolgend der Blick von Hinnöya hinüber zur Insel Langöya.

Die Inselgruppe der Vesteralen ist mit den Lofoten über die Fv 85 verbunden. Eine Brücke führt auf die Insel Langöya. Wir benutzten die zweite Brücke hinüber nach Andöya. Um den Schiffsverkehr zu ermöglichen, sind die Brücken meist stark überhöht. Kaum auf der Insel angekommen wurden wir mit einer Flaggenparade begrüßt, die eine Hofeinfahrt zierte.

Wir bogen gleich von der Hauptroute ab und folgten der Nebenstrecke entlang der landschaftlich interessanteren Westküste. Ein Abstecher zur Ansiedlung Sörmela erwies sich dabei als ausgesprochen lohnend. Vom dortigen Friedhof genossen wir den herrlichen Ausblick auf die Berge der Nachbarinsel Langöya.

Dort versuchte ein Großer Brachvogel aufgeregt die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Offensichtlich hatte er in der Nähe ein Nest und wollte von der Brut ablenken.

Gleich nebenan war jemand vom Anblick der Nachbarinsel so begeistert, dass er deren Bergwelt auf einer Scheune festhielt.

Überhaupt schienen in diesem Außenposten Norwegens die Künste eine bedeutende Rolle zu spielen. So wurde eine andere Fassade mit Szenen aus einem Kinderbuch illustriert.

Und dann war da noch der Leuchtturm.

Entlang der Route eröffneten sich immer wieder spektakuläre Ausblicke auf die raue Landschaft.

Am Aussichtspunkt Bukkekjerka überraschte uns erneut eine architektonische Meisterleistung. Wieder einmal war es nur ein WC.

Der kreative Bau ließ keine Möglichkeit aus, die Landschaft einzufangen. Von hier aus erschloss sich der Zugang zu einem kleinen Leuchtturm. Schade nur, dass man die im Vergleich zu den Baukosten geringe Summe für einen Bohlenweg gescheut hat. So latschen täglich hunderte Besucher hinüber zum Leuchtturm und zertrampeln dabei die gesamte Umgebung.

In Bleik trafen wir auf einen schmucklosen, aber noch weitgehend unverfälschten Fischerort, dessen Häuser sich über die langgestreckte Bucht verteilten. Fotografisch würde sich hier ein längerer Aufenthalt sicher lohnen.

Kurz darauf erreichten wir Andenes an der Nordspitze der Vesteralen. Der Ort, einst Hochburg des Walfangs, wirbt heute mit Whale watching-Touren. Der Neubau eines spektakulären Walzentrums, das seit einigen Jahren projektiert ist, wurde jedoch noch nicht begonnen.


8 Gedanken zu “Vesteralen

  1. Sehr schöne Panoramen und auch die roten Häuser finde ich ansprechend. Meist gibt es dort sehr auffällige Toilettenblöcke, die kann man wirklich nicht übersehen.
    Vielen Dank für diese Eindrücke und wünsche dir ein schönes Wochenende, Horst.

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  2. Hallo Horst,
    Wieder ein interessanter Bericht mit schoenen Fotos. Egal ob Landschaften, alte Boote oder moderne Architektur alles zeigt sehr schoen wie das Leben auf den Inseln der Zeit folgt.
    Danke, dass wir auf Euerer Reise (auf Guckloch) mit dabei sein konnten.
    Das WC ist ein echter ‚Hingucker‘
    Gute Fahrt
    Wuenschen Euch
    Gudrun und Herbert

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  3. Hallo Horst,
    bei der Brücke frage ich mich ob da jedes Fahrzeug hoch kommt, es sieht sehr steil aus und einen Becher Kaffee darf man nicht im Auto stehen haben. Sehr schöne Berichte von Eurer Reise.
    Liebe Grüße Brigitte

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    1. Liebe Brigitte,
      die Aufnahme ist natürlich durch das Tele gewollt perspektivisch stark verzerrt, in diesem Fall komprimiert. Dadurch entsteht dieser Eindruck. Aber steil ist die Rampe natürlich schon.
      Liebe Grüße Horst

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