Das Grün ist da!

Es fasziniert mich immer wieder auf´s Neue, wenn das Frühjahr mit seiner grünen Flut gegen den Albtrauf brandet. Von ihrer Ankunft am Fuße der Schwäbischen Alb bis zur Eroberung der Albhochfläche vergehen nur wenige Tage. Für dieses Frühjahr hatte ich mir vorgenommen, das frische Grün mit einer speziellen Technik festzuhalten. Voraussetzung war: Es durfte sich noch nicht zu viel Laub entfaltet haben und die Morgensonne sollte das junge Grün zum Leuchten bringen, damit es mit den Baumstämmen gut kontrastiert. Am 1. Mai erwischte ich wohl die letzte Gelegenheit. In den 1,5 Std. zwischen Aufstehen und Frühstück machte ich insgesamt 4 Aufnahmen. Zwei davon waren brauchbar, eine habe ich ausgewählt.

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Für interessierte Leser schreibe ich heute auch etwas zur Technik, aber ohne auf Feinheiten des Handlings einzugehen. (Diese können gerne erfragt werden.) Bei dieser Aufnahme handelt es sich nicht um eine Photoshop-Manipulation sondern um eine Doppelbelichtung unter Verwendung eines ND64-Filters (Verlängerung um 6 Blendenstufen). Für beide Aufnahmen wurde auf den linken Baum scharf gestellt, dann der Autofokus ausgeschaltet. Die Belichtungsdaten beider Aufnahmen sind: ISO 200, Blende 16 und eine Belichtungszeit von jeweils 1,3 s. Im Aufnahmemodus „Doppelbelichtung“ erfolgte die erste Aufnahme bei fixierter Kamera vom Stativ aus. Diese Aufnahme sollte als Basis ein scharfes Bild liefern. Zur zweiten Belichtung wurde die Kamera auf dem Stativ nach oben geschwenkt. Während der anschließenden Abwärtsbewegung betätigte ich den Auslöser. Die Bewegung sollte den Verlauf der Stämme hervorheben, das Grün verwischen und dem gesamten Bild eine einheitliche Struktur geben. Den Rest besorgte dann der Rechner der Kamera. Nachfolgend noch zwei mögliche Ausschnitte aus dieser Aufnahme:

 

Zum Einsatz kam bei allen Aufnahmen ein Weitwinkel bei 35 mm Brennweite. Die Blende 16 habe ich gewählt, um für die erste Aufnahme eine durchgehende Schärfe zu bekommen. Dies ist insbesondere für die Baumstämme wichtig, damit deren Linienführung nicht unnötig aufgelöst wird. Der Graufilter sorgte für eine ausreichend lange Belichtungszeit, um die Kamerabewegung vernünftig steuern zu können. Ja, und wie gesagt, den Rest muss die Kamera machen.

 

Frühlingsexperimente

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Bildtitel: Grüne Explosion

Im Frühling explodiert das Grün. Dies lässt sich mittels Doppelbelichtung gut verdeutlichen.

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Tulpen hat man nie genug im Garten, oder? Wenn nicht, hilft auch hier eine Doppelbelichtung weiter.

Doch es geht auch klassisch. Der Frühling wirkt auch ganz ohne Schnickschnack.

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Und irgendwann erfasst es alle, das Frühlingserwachen! Sobald sich das erste Grün an den Bäumen zeigt, dauert es nur noch wenige Tage bis es die Berghänge vollständig erobert und ein geschlossenes Blätterdach ausgebildet hat.

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Frühling im Anmarsch

Buschwindröschen sprießen an Waldrändern …

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… und überziehen in großflächigen Teppichen die Buchenwälder der Schwäbischen Alb, wie hier bei Erbstetten.

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Ein Blick von der Ruine Wartstein ins Tal der Großen Lauter zeigt, dass der Frühling die Baumwipfel noch nicht erobert hat.

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Über die Ruine Monsberg führte der Weg unserer Wanderung …

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… hinab ins Tal, wo die Große Lauter, von massigen Kalkriffen eingeengt, im Wiesengrund mäandriert.

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Auf feuchteren Waldböden, wie hier im Wolfstal, dominiert in dieser Jahreszeit der Hohle Lerchensporn.

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Über das Wolfstal gelangt man zurück nach Erbstetten. Diese Rundwanderung, zu der ich heute von meiner Tochter eingeladen wurde, ist im Frühjahr ein besonderer Genuß.

Zum Abschluss noch einen Frühlingsgruß in SW.

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Andere Jahreszeiten: Herbstlicht, Herbst in der Toscana, eisige_Skulpturen, Eiswelten