Unterwegs auf der Ostalb

Die Ostalb zeichnet sich durch zahlreiche Trockentäler aus. Diese sind Ausdruck der starken Verkarstung. Als Hungerbrunnen werden Quellen bezeichnet, die nicht ganzjährig Wasser führen. In trockenen Jahren kann das Wasser sogar ganz ausbleiben. Dies führte früher zwangsläufig zu Hungersnöten und Armut.

Im Hungerbrunnental nahe Heuchlingen gibt es eine besondere Heidelandschaft. Dort stehen Eichen in lockerer Verteilung, wie in einer Parkanlage.

Das Eselsburger Tal bei Herbrechtingen ist eines der wenigen Täler dieser Region, das noch von einem wirklichen Bach, der Brenz, durchflossen wird. Das Tal ist bekannt für seine Felsformationen, die auch Kletterer anlocken. Sagenumwoben sind die Felsnadeln der steinernen Jungfrauen.

Im Wald zeigte sich erstes Grün. Wenn die Buchen in wenigen Tagen ihre Blätter entfalten, ergrünt der gesamte Wald schlagartig.

Am Ende des Eselsburger Tals, am Ortsrand von Herbrechtingen, liegt eine 1799 errichtete Sägemühle. Heute beherbergt das vollständig renovierte Gebäude das Heimatmuseum der Stadt.

Ganz in der Nähe, im Lonetal, befinden sich zahlreiche Karsthöhlen, die schon während der Jungsteinzeit bewohnt waren. Besondere Berühmtheit erlangte die Vogelherdhöhle wegen der 1931 entdeckten und nach ihr benannten Vogelherdfiguren. Diese Tierfiguren aus Mammutelfenbein zählen zu den ältesten Kunstwerken der Menschheit.

Das Wental, ein weiteres Trockental dieser Region, ist für seine Dolomitfelsen bekannt. Eine besonders dichte und vielgestaltige Ansammlung dieser Felsformationen bildet das sogenannte Felsenmeer.

Wer sich über diese Region, die geologisch, historisch wie auch kulturell sehr viel zu bieten hat, näher informieren möchte, findet hier eine sehr interessante Seite.

Gegen den Corona-Koller 4

Während die Hochzeitslinde bei Bronnweiler vor wenigen Tagen noch sehnsüchtig auf den Frühling wartete,

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explodierten pünktlich zum Vollmond die Blüten in den Streuobstwiesen des Albtraufs.

Nach den strengen Frostnächten der letzten Wochen haben die Zwetschgen, Mirabellen, Kirschen und Birnen ihre Blütenpracht innerhalb von zwei Tagen entfaltet. Nur die Apfelbäume lassen noch auf sich warten.

In wenigen Tagen und nur für wenige Tage wird das Blütenmeer am Albtrauf aufschäumen und dann bleibt nur die Hoffnung, dass dieses Jahr mehr Obst durch die kalten Nächte kommt, als letztes Jahr. Bei den Kirschen sind bereits jetzt bei etlichen Bäumen die Blüten braun.

 

 

 

Schönbuchturm

Der Schönbuchturm steht auf dem 580 m hohen Stellberg bei Herrenberg. Die Tragekonstruktion des absolut gelungene Bauwerks ist aus verleimtem Lärchenholz gefertigt. Daran aufgehängt sind die beiden Wendeltreppen aus Stahl, welche mit jeweils 174 Stufen die 35 m Höhe bis zur dritten Aussichtsplattform überwinden. Von dort oben genießt man eine fantastische Aussicht vom Schwarzwald bis zur Schwäbischen Alb. (Zum Vergrößern anklicken.)

Die ganze Konstruktion wird von Stahlseilen Gehalten. Während der Turm eine Masse von 110 t hat, bringt es dessen Fundament immerhin auf 400 t.

Der Turm, der auf eine Idee von Studierenden der Hochschule für Technik in Stuttgart zurückgeht, wurde 2018 eröffnet. Baukosten 1,47 Millionen Euro.

Mosel: Landschaft in Schwarz-Weiß

Der Regen, der in der Nacht gefallen war, bescherte uns am Morgen eine wabernde Nebelsuppe. Mal gab sie einige Meter Sicht frei, mal verschwand alles hinter einem grauen Vorhang.

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Insbesondere überm Wasser verdichtete sich der Nebel zu einem jegliche Struktur auflösenden Schleier. Es war schon fast gespenstisch, als aus dem grauen Nichts unvermittelt ein Frachtschiff auftauchte, das langsam, aber unaufhaltsam, den Fluss aufwärts glitt.

Die Weinberge zeigten in der Sonne, wie auch im Nebel, dass sie grafisch durchaus etwas hergeben.

In den Höhenlagen oberhalb der Mosel wechselten sich Nebel und Sonne auf kurze Distanz ab. Ausdruckstark die alte Allee und die Rinder vor den aufsteigenden Nebelfetzen, die uns eher an eine amerikanische Farm, denn an das Moseltal erinnerten.

Mit diesen Eindrücken in Schwarz-Weiß endet unser Reisebericht über das Moseltal.

Mosel 6: An der deutschen Mosel

Hinter Trier gräbt sich die Mosel zwischen Hunsrück und Eifel tief ins Rheinische Schiefergebirge ein und bildet so die bekannten moseler Steillagen, die zum Weinbau genutzt werden. Die nachfolgenden Aufnahmen entstanden zwischen Mehring und Pölich sowie

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zwischen Klüsserath und Trittenheim. Zur Erleichterung der beschwerlichen Arbeit in den steilen Hanglagen haben sich derartige Schrägaufzüge durchgesetzt.

Das Städtchen Bernkastel-Kues wird von der Burg Landshut überragt.

Von der Burg aus genießt man einen herrlichen Blick über das Tal, das die Mosel in engen Windungen tief in die schiefrigen Berge geschnitten hat.

Die Calmont Region stellt der Mosel besonders hartes Gestein in den Weg, was den Weinbau nicht gerade erleichtert.

Nach Wikipedia ist Cochem die kleinste Kreisstadt Deutschlands. Das Städtchen wird von der Reichsburg, die hier im Hochnebel verschwindet, überragt.

Der Nebel, der mal dicht über dem Wasser, mal in mittlerer Höhe waberte, produzierte seine eigenen Bilder. Nahe dem Weiler Müdenberg, oberhalb des Moseltals gelegen, stießen wir an einem Waldrand auf die nachfolgenden Skulpturen. Ein Zettel offenbarte, dass es sich um Kettensägenkunst von Sonja Krämer handelt. Bei Interesse einfach anrufen. Tel.: 02653 4179.

Im Verlauf des Vormittags drängten Sonne und Wind den Nebel ins Tal zurück, so dass man von oben den Verlauf der Mosel am Nebelband verfolgen konnte.

 

 

Mosel 5: Trier, römische Kaiserresidenz

Fährt man von Frankreich über Luxemburg nach Trier, passiert man den Ort Schengen, der für das Schengener Abkommen namensgebend war. Diesem verdanken wir den Schengenraum, also das Europa ohne Grenzen. Ein Museum und ein Europadenkmal erinnern heute an die Bedeutung dieses Abkommens, das am 26.05.1995 in Kraft trat. Auf den Weg gebracht wurde dieses Konglomerat aus mehreren Übereinkommen jedoch bereits 10 Jahre früher, als auf einem Moselschiff nahe Schengen von 5 Staaten eine erste Übereinkunft unterzeichnet wurde.

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Folgt man dem Lauf der Mosel von Westen kommend in Richtung Stadtzentrum Trier, passiert man die Benediktiner Abtei St. Matthias. Sie ist in jedem Fall einen Besuch wert.

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Die Abtei beherbergt seit dem 12. Jahrhundert das Grab des Apostel Matthias. Da dies das einzige Apostelgrab auf deutschem Boden und auch nördlich der Alpen ist,  hat sich die Abtei zu einer wichtigen Pilgerstätte entwickelt.

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Trier selbst kann auf einen gewaltig großen historischen Fußabdruck verweisen. Bei dem Fuß im Bild unten handelt es sich um eine Nachbildung des Fußes von Kaiser Konstantin. Diese steht vor der Kaiserterme in Trier während sich das Original in Rom befindet.

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Gesichert ist die Gründung der römischen Stadt Augustus Treverorum im Jahre 16 v. Chr. Damit ist Trier die älteste Stadt Deutschlands. Doch es gibt auch Hinweise dafür, dass Trier bereits wesentlich früher, nämlich seit dem Jahre 2050 v. Chr. besiedelt wurde. Nach der Zerstörung Triers im 2.Jhd. lies Konstantin der Große die Stadt wieder aufbauen. Im 4. Jahrhundert war Trier Regierungssitz des römischen Reiches und mit 80- bis 100-tausend Einwohnern die größte Stadt nördlich der Alpen.  Wiederholt residierten die römischen Kaiser in der Stadt, deren Monumentalbauten die Ansicht Triers bis heute prägen. Alleine sechs Baudenkmale aus dieser Zeit wurden in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Hierzu zählt zum Beispiel das Amphitheater. Mit seinen 22 m hohen Rängen konnte es 18000 Zuschauer fassen. Zum Schutze der Zuschauer war die Arena von einer 4 m hohe Schutzmauer umgeben. Großzügig dimensionierte Zuschauereingänge führten die Besucher durch Tunnel direkt auf die Ränge. Den Möglichkeiten heutiger Stadien war man in der Stadiontechnik weit voraus. Denn die Arena, die über weite Teile unterkellert ist, verfügte über mechanische Hebebühnen, mit deren Hilfe vielfältige Effekte möglich waren.

Auf dem weiteren Weg ins Stadtzentrum gelangt man durch den Palastgarten zum Kurfürstlichen Palais. Hier residierten im 17. und 18. Jhd. die Trierer Kurfürsten / Erzbischöfe.

1844-56 wurde die Konstantinbasilika, die Audienzhalle (Palastaula) der römischen Kaiser wieder aufgebaut. Heute bietet sie Raum für eine evangel. Kirche. Der nüchterne Hallenbau wird von einem sehr schönen Glasmosaikkreuz geschmückt.

Vorbei am Dom und über den Hauptmarkt gelangt man zu einem weiteren Highlight römischer Baukunst, der Porta Nigra.

Die Porta Nigra wurde 170 n. Chr. erbaut und gilt als best erhaltenes römisches Stadttor nördlich der Alpen. Auch heute noch ist der massige Bau kolossal beeindruckend.

Mit dem Einfall der Germanen zu Beginn des 6. Jahrhunderts n. Chr. und der Zerstörung durch die Wickinger begann für die Stadt der Niedergang im wechselvollen Spiel fremder Mächte.

 

 

 

 

Am Tiergärtnertor, Nürnberg

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             Blick vom Wehrgang auf den Platz zwischen Albrecht-Dürer-Haus und Tiergärtnertor.

Egal wohin man als Tourist kommt, man ist auf der Suche nach etwas Authentischem. In Nürnberg wird man diesbezüglich fündig. Samstags treffen sich Nürnberger, ob junge Familien mit Kinder oder ältere Semester, am Tiergärtnertor unterhalb der Burg, um die Woche ausklingen zu lassen und das Wochenende zu begrüßen. Touristen mischen sich wie selbstverständlich darunter. Ein Erlebnis!

Auch nach Sonnenuntergang bleibt der Platz belebt.

 

Weitere Beiträge zu Nürnberg: In Stein gemeiselter Größenwahn, Südbahnhof, das war mal!