Juni 2024
Der Mont-Saint-Michel ist ein 92 m hoher Inselberg, der ursprünglich rund einen Kilometer vor dem Festland im Wattenmeer lag. Inzwischen sind weite Teile der Bucht verlandet.

Erste Sakralbauten wurden um 710 errichtet. Die Gründung des Benediktinerklosters geht auf die Jahre 965/966 zurück. Aufgrund seiner strategischen Bedeutung wurde das Kloster von weltlichen Herrschern finanziert. Ab dem Jahre 1017 wurde mit dem Bau einer zentralen Klosteranlage begonnen, die jedoch erst 1520 ihre Vollendung fand. Mit den wachsenden Pilgerströmen wuchsen im 12. Jahrhundert Macht und Einfluss des Klosters. Berg und Kloster erfuhren eine wechselvolle Geschichte, die ihren Tiefpunkt mit der französichen Revolution hatte, als das Kloster zum Gefängnis umgewandelt wurde. Die Anlage zerfiel. Die Wende zum Besseren kam erst im Zeitalter der Romantik. Das Gefängnis wurde geschlossen und der Mont zum nationalen Denkmal erklärt. Die Mönche, die das Kloster 1790 verlassen hatten, kehrten aber erst in den 196oer Jahren zurück.

Heute muss die Insel jährlich 2,3 Millionen Besucher verkraften. Hierzu wurde auf dem Festland eigens der „Landeplatz“ für Touristen „La Caserne“ errichtet, der vom Parkplatz über einen Campingplatz bis hin zu diversen Hotelanlagen über die unterschiedlichsten Einrichtungen verfügt. Wer hier übernachten möchte, muss vorab buchen, um einen Zugangscode für die Einfahrt zu erhalten. Von hier aus geht es dann zu Fuß oder mit dem Shuttle hinüber zum Berg. Berg und Bucht gehören seit 1979 zum Weltkulturerbe der UNESCO doch dieses ist durch die zunehmende Verlandung der Bucht gefährdet. Um dem entgegenzuwirken wurde 1995 ein Renaturierungsprojekt begonnen. Dabei wurde unter anderem der Zugangsdamm durch einen Steg ersetzt. Mit der Fertigstellung eines Sperrwerks am Couesnon fanden die Maßnahmen ihren Abschluss. Dieses regelt gezeitenabhängig den Zu- und Abfluss des Küstenflusses so, dass eine weitere Versandung verhindert und der Inselcharakter erhalten werden soll.

Wer den Mont-Saint-Michel als Insel erleben möchte, sollte seinen Besuch während einer Springtide planen und mindestens 2 Stunden vor dem Hochwasserstand vor Ort sein. Diese Daten erhält man über die Sucheingabe „Gezeiten Mont-Saint-Michel“ aus dem Netz.
Man ist ja selber Tourist, aber so viele Menschen an diesen Orten ist einfach zu viel. Die Eigentümer des Hauses zwischen den Felsen mussten/müssen wahrscheinlich Schlimmes aushalten. Ein ätzender Insta-Trend!
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Hallo Simone,
da hast du natürlich völlig recht und für den Hausbesitzer muss es über Jahre wirklich schlimm gewesen sein, bis er sich mit der Gemeinde auf eine „Abwehrstrategie geeinigt hatte.
Liebe Grüße Horst
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Lieber Horst,
ich staune immer wieder über die Superbaumeister in den vergangenen Jahrhunderten. Der Spagat zwischen stolzem zeigen und Zuviel Besucher ist nicht einfach.
Liebe Grüße Brigitte
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Liebe Brigitte,
da hast Du wahrlich recht. Für mich hört sich das immer nach dem „Zauberlehrling“ an. „Die Geister, die Du riefst, wirst Du nun nicht los.“
Viele Grüße Horst
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