Dieser Tage waren wir wieder einmal am Bodensee unterwegs. Da die Städte Meersburg und Überlingen recht überlaufen sind, steuerten wir für einen Spaziergang am Seeufer die Gemeinde Bodman-Ludwigshafen an. Der Ort hat mit seinem alten badischen Zollhaus nicht nur historisch, sondern auch künstlerisch etwas zu bieten. Dazu trägt insbesondere der ortsansässige Künstler Peter Lenk bei.

Bekannt ist Lenk für seine gewaltigen Plastiken aus Gussbeton mit denen er in satirischer Weise auf Missstände in der Gesellschaft hinweisen möchte. Insbesondere im süddeutschen Raum sind seine Kunstwerke weit verbreitet. So hat er 2008 mit dem Triptychon „Ludwigs Erbe“ die Außenwand der öffentlichen Toilette am alten badischen Zollhaus in seiner Heimatstadt Ludwigshafen am Bodensee gestaltet. In der für ihn typischen Weise setzte er sich mit der Entwicklung des Ortes bis in die Neuzeit auseinander.

Wegen der nackten Darstellung namhafter Größen aus Politik, Wirtschaft und Kirche sorgte insbesondere die dritte Tafel des Werkes bundesweit für Wirbel. So erkennt man unter dem Banner „Global Players“ Hans Eichel, Gerhard Schröder, Angela Merkel, Edmund Stoiber und Guido Westerwelle, die sich an die Geschlechtsteile fassen. Weiterhin sind bekannte Top-Manager abgebildet, die im Geld baden. Dargestellt sind Josef Ackermann, Daimler-Chef Dieter Zetsche mit Schwurhand, der ehemalige VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch und Ex-EnBW-Chef Utz Claassen.

In Ludwigshafen gibt es aber noch mehr zu bestaunen, so dass sich ein Besuch allemal lohnt und ein gutes Restaurant ist auch gleich um die Ecke.
Lenks Flachreliefs sind gelinde gesagt sehr gewagt, aber sie sind und bleiben Kunst und können durchaus eine Botschaft enthalten. Letztes Jahr haben wir es leider nicht nach Ludwigshafen geschafft, wie ihr euch vielleicht erinnert, waren wir eine Woche im Radurlaub und haben in Immenstaad übernachtet.
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Hallo Rudi,
ich erinnere mich an deine Beiträge über deinen Urlaub am Bodensee. Das Schwäbische Meer ist einfach eine schöne Ecke.
Liebe Grüße Horst
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Hallo Horst,
die Kunstwerke von Peter Lenk sehe ich gerne und den Bodensee auch. Seine Arbeiten sind am Bodensee öfters zu finden, wie z.B. in Bodman sein Figurengarten.
Liebe Grüße Brigitte
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Liebe Brigitte,
so ist es. Lenk wird immerhin in seiner Heimat geschätzt. Das kann nicht jeder Künstler von sich behaupten.
Liebe Grüße Horst
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Lieber Horst,
ich kenne von Lenk nur den Schelmenbaum in Emmingen und finde den Platz in dem Rondell ganz passend, denn die Skulpturen regen zum Nachdenken über uns Spezies Mensch an. Allerdings fallen die dortigen Figuren mehr allegorisch und weniger zeitgebunden aus. Letzteres ist wohl ein Problem, wenn z.B. eine Angela Merkel irgendwann einmal dem Betrachter nichts mehr sagt, weil zu lange her. Liebe Grüße Jürgen
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Die Werke von Lenk: provokant und gut!
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So sehe ich das auch!
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Mutter Merkel. Ein psychoanalytischer Deutungsversuch. https://pusulainfo.wordpress.com/2021/09/23/grosse-mutter-merkel/
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