Leben und Arbeiten in Reutlingen

Leben und Arbeiten in Reutlingen Bildreportagen im Ausstellungsformat

Mit großformatigen Bildern gibt der Photoclub Reutlingen Einblicke in die Lebenswirklichkeit und Lebensgeschichte von Menschen in Reutlingen.
Für die Interkulturelle Woche 2023 wurden in der ersten Hälfte dieses Jahres zahlreiche Bildreportagen erstellt. Die Fotografinnen und Fotografen der Projektgruppe des Photoclubs waren beeindruckt von den inspirierenden Geschichten und Perspektiven, die Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte mit ihnen geteilt haben. Durch ihre Arbeit, ihr Leben in Familie und Nachbarschaft tragen sie alle zum Gelingen des Gemeinwesens bei. Die Ausstellung in Kooperation mit der Volkshochschule Reutlingen verdeutlicht damit die bunte Vielfalt unserer Stadt.

Der Photoclub Reutlingen beschreitet mit seinen Bildreportagen zum Thema „Leben und Arbeiten in Reutlingen“ neue Wege. Erstmalig wendet er sich in einem gemeinsamen Projekt gesellschaftlichen Fragestellungen zu. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit verdeutlichen die einzelnen Reportagen facettenartig, dass Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte längst eine Gemeinschaft bilden.

Hiermit lade ich ganz herzlich zur Ausstellung ein. Die Vernissage findet am 22.09.2023 um 19 Uhr in der vhs-Reutlingen, Spendhausstraße 6 statt.

Am 30.09.2023, 12 – 16 Uhr, sind im Rahmen der „Zentralveranstaltung“ der Interkulturellen Woche Mitglieder der Projektgruppe in der Ausstellung präsent.

Soweit die offizielle Verlautbarung. Darüber hinaus möchte ich jeoch noch einige persönliche Eindrücke aus diesem fotografischen Projekt vermitteln:

Liebe Fotofreunde,

mit Ausstellungsbeginn wird der Startschuss für unser fotografisches Projekt ziemlich genau 10 Monate hinter uns liegen. Die Entscheidung für ein gemeinschaftliches Fotoprojekt im Rahmen der Interkulturellen Woche war schnell getroffen, denn in Reutlingen leben über 140 verschiedene Nationalitäten zusammen und der Anteil in der Bevölkerung mit „Migrationshintergrund“ liegt bei ca. 44 %. Grund genug, als Fotoclub den Wohlfühlbereich der „Schönen Künste“ zu verlassen und sich dem Gemeinwesen zuzuwenden.

Doch was genau soll die Zielsetzung sein? Wie sollte das Thema lauten und wie sollte es fotografisch umgesetzt werden? Am Anfang standen viele Fragen, die beantwortet, und jede Menge Ideen, die gebündelt werden mussten. Schlussendlich wollten wir einerseits ganz normale Mitmenschen vorstellen, die durch ihre tägliche Arbeit die Gesellschaft am Laufen halten. Aber auch jene, die sich mit ihrem Engagement gezielt in die Gesellschaft einbringen, um sie etwas humaner zu gestalten, sollten dargestellt werden. Wir wollten die gesamte Bandbreite an Mitmenschen andeuten, die die Bürgerschaft der Stadt bilden, Alteingesessene ebenso wie jene mit Migrationsgeschichte und das alles in einem begrenzten Zeitraum. Das konnte nur unvollständig / exemplarisch gelingen.

Wie aber kommen wir an diese Menschen heran? Und wie tragen wir die Ergebnisse zusammen, damit sich trotz der Vielfalt eine Ausstellung ergibt, die eine einheitliche Handschrift und eine klare Aussage vermittelt? Auf all diese und noch viele Fragen mehr musste eine Antwort gefunden werden. Am Ende stand eine Ausstellung von 22 Bildreportagen, die wir mit gewissem Stolz der Öffentlichkeit präsentieren können.

Schaut´s euch an, kommt nach Reutlingen!

Zum Schluss noch eine Bitte! Verbreitet diesen Beitrag und damit die Informationen zu unserer Ausstellung unter euren Bekannten. Nicht nur, um Mitmenschen auf unsere Ausstellung aufmerksam zu machen, sondern um an anderen Orten ähnliche Projekte zu initiieren.

Herzlichen Dank! Horst


6 Gedanken zu “Leben und Arbeiten in Reutlingen

  1. Lieber Horst, das ist ein ganz tolle Idee. Ich kann etwas nachfühlen wie schwierig das ist, so etwas umzusetzen, noch dazu mit so vielen Teilnehmern. Wir waren in München nur zu viert bei unseren beiden Projekten „Arbeiten im Untergrund“ und „Nachtschicht“. Neben dem Publikumserfolg haben wir dabei selbst sehr viel dazugelernt, fotografisch wie auch persönlich. Ich wünsche dir und deinen Mitstreitern einen vollen Erfolg. Mal sehen, bis Reutlingen sind es 170km. Aber vielleicht gibt es die Ausstellung auch digital? Liebe Grüße Jürgen

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    1. Lieber Jürgen,
      herzlichen Dank für deinen einfühlsamen Kommentar. Du bist ja nicht ganz unschuldig an diesem Projekt, denn eure Reportagen dienten als Vorbild, als es darum ging, ob wir uns an so ein Thema überhaupt heranwagen wollten. Deine Vermutung trifft natürlich zu. Die Ausstellung wird es zeitgleich zur Eröffnung auch in einem Online-Album geben. Den Direktlink werde ich rechtzeitig hier auf meiner Homepage mitteilen.
      Liebe Grüße Horst

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