sonniger Neustart

Das alte Jahr verabschiedete sich bei uns mit Sonne pur und auch das neue Jahr begann mit praller Sonne. Trotz frostiger Tage konnte sich der Raureif in den Streuobstwiesen am Albtrauf aber nur in Bodennähe halten. So bildeten die kahlen Äste einen harten Kontrast zu den eisig glitzernden Wiesen. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Wie das Wetter zum Jahreswechsel, wirft auch das Jahr 2026 seine Schatten voraus.

Für das neue Jahr wünsche ich allen Zufriedenheit.

Damit meine ich nicht eine alles beschönigende Zufriedenheit, sondern jene Grundzufriedenheit aus der heraus wir die Kraft schöpfen, Missstände konstruktiv anzugehen und uns nicht in maßloser Kritik zu verlieren. Sonst laufen wir Gefahr von Bauernfängern eingesammelt zu werden wie überreife Früchte. Wer uns predigt, das Heil läge im

  • Verlassen der EU
  • Verlassen des Euroraumes
  • politischen Stil von Hass und Hetze

verfolgt ausschließlich ein anderes Ziel, nämlich die Errichtung eines Nationalstaates mit völkischer Ausrichtung, denn dieser lässt sich nur so realisieren. Dafür opfern sie den Weg, der uns

  • 80 Jahre Frieden
  • 80 Jahre Wohlstand
  • und eine politische Kultur beschert hat, die als Grundsatz die Würde des Einzelnen respektiert.

Was soll dadurch für uns als Bürger besser werden?

Wer solche Leute wählt, findet sein Heil nicht im Sieg, sondern – wir kennen das schon – im Niedergang! Dieser Irrweg gefährdet

  • den inneren und äußeren Frieden
  • unseren Wohlstand
  • und macht uns vollends zum Spielball fremder Interessen.

Auf solche Bauernfänger sollte niemand mehr reinfallen!

Wir lassen unsere Demokratie nicht „zertrumpeln„!

Warnung! Bevor ihr diesem Videoclip folgt, solltet ihr zuvor den Mund leeren, nicht dass euch der Bissen im Hals stecken bleibt: https://youtube.com/watch?v=RUgxdQwqfaE&si=9iUUr4zGtXu8Z5FQ

Letztes Make-up

In den Streuobstwiesen am Albtrauf ist die Ernte gelaufen. Mancherorts hängen die Bäume aber noch voller Früchte. Futter für die Tiere.

Die Birnbäume eifern um das schönste Make up. Doch gleich daneben zeigen vernachlässigte Parzellen, wie es um die Zukunft der Kulturlandschaft „Steuobstwiese“ bestellt ist.

Und am Waldrand strahlen die Blätter der Buche mit ihren warmen Gelbtönen mit der Nachmittagssonne um die Wette.

Apfel-Blues statt Apfelfest

Letzten Sonntag war bei uns „Apfelfest“. Das Netzwerk Streuobst lässt sich ja wirklich einiges einfallen, um die Pflege von Streuobstwiesen attraktiver zu machen, doch am Samstag war erst einmal Apfel-Blues angesagt.

Schon an den vorausgehenden Tagen war ich bis zu dreimal an die Obstannahmestelle gefahren, um meine Äpfel loszuwerden, denn Wartezeiten von mehr als zwei Stunden wollte ich mir nicht antun.

Doch der Samstag hat alles bislang dagewesene übertroffen. Bereits um 7:30 Uhr morgens betrug die Schlange ca. 600 m und aus allen Himmelsrichtungen kamen neue Fahrzeuge hinzu, meist mit Anhänger. Dies entsprach einer geschätzten Wartezeit von rund 4 Stunden.

Unter diesen Bedingungen drängt sich die Frage auf, wer da noch eine Streuobstwiese betreiben will. Gewinn lässt sich mit einer solchen Baumwiese eh nicht erwirtschaften, im Gegenteil. Sie zu unterhalten und zu pflegen kostet nicht nur Zeit. Wer das nicht als Hobby versteht oder aus Idealismus heraus macht, lässt davon ganz schnell die Finger.

Wieder einmal bin ich unverrichteter Dinge heimgefahren, um am Montag eine Stunde vor Öffnung der Annahmestelle wiederzukommen. Und, kaum zu glauben, um 7 Uhr in der Früh standen nur 3 Fahrzeuge vor mir.

Fazit: Die bei uns seit Jahrzehnten anstehende Schließung einer Lücke im vierspurigen Ausbau der B27, der etlichen Protest generiert, wird zwar einige Streuobstwiesen kosten aber der strukturelle Wandel gefährdet ihren Bestand grundsätzlich. Vor 20 Jahren gab es in unserem Städtchen noch mehrere Mostereien, ebenso in den umliegenden Gemeinden. Heute gibt es bei uns nur eine Annahmestelle von einem zentralen Safterzeuger. Wenn die Jungen unter den gegebenen Bedingungen keinen Bock darauf haben, der billigste Mitarbeiter der Saftindustrie zu sein, kann man es ihnen nicht verdenken. Doch dann brechen die Streuobstwiesen weg, wenn es die Alten nicht mehr können. Diese Entwicklung ist schon lange Realität. Siehe hierzu auch diesen Beitrag.

später Schnee

Sonntag, 21.04.2024

Heute in der Früh, von Sonnenaufgang konnte keine Rede sein, kamen dicke Flocken vom Himmel. Also schnell die Kamera geschnappt und raus in die Streuobstwiesen.

Leider ließ der Schneefall schon bald wieder nach und die Flocken wurden immer kleiner.

Dennoch, die Landschaft wirkte wie verzaubert!

Trockenbrüche

Unsere Streuobstwiesen haben in diesem Jahr unter der langen Trockenheit schwer gelitten. Eine Vielzahl alter Bäume brach einfach auseinander.

Natürlich ist es nicht nur die Trockenheit, die zu diesen Schäden geführt hat. Wie immer ist das Problem komplexer. Alte Obstbäume sind häufig vom Pilz befallen und von innen heraus morsch, denen gab die Trockenheit den Rest. Doch auch gesunde Bäume waren von Trockenbrüchen betroffen. Ob Apfel-, Birn-, Kirsch- oder Zwetschgenbaum, keine Obstsorte blieb verschont.

Ein großes Problem ist, dass viele Streuobstwiesen seit Jahren nicht mehr gepflegt werden. Der Baumschnitt blieb aus und auch der Baumbestand wurde nicht mehr erneuert. Die alten Leute, die diese Baumpflege über Jahrzehnte betrieben haben, sterben langsam aus. Für sie waren die Streuobstwiesen einst lebensnotwendig, später Gewohnheit und am Ende nur noch eine Last. Die Jüngeren haben oder nehmen sich dafür nur selten Zeit, zumal sich diese Arbeit in keiner Weise rechnet.

Die Folgen sind nicht zu übersehen. Da nützt es auch nichts, die Streuobstwiesen zu schützen. Nur ein Umdenken, eine Änderung der Lebensweise und neue Ideen zur Vermarktung werden diese artenreiche Kulturlandschaft retten. Heute zählen die Streuobstwiesen zu den am stärksten gefährdeten Lebensräume.

Neuschnee

Schon lange warte ich darauf, dass die Bedingungen passen. Sonnenaufgang und Nebel in winterlicher Landschaft auf der Alb. Heute sollten zumindest zwei Faktoren erfüllt sein, Neuschnee und Sonne. Doch wie so oft kam es anders. Obwohl im Albvorland mächtig viel Schnee die Bäume bedeckte, hatte der Wind auf der Alb den meisten Schnee aus dem Geäst der Bäume geweht und die Sonne wurde im entscheidenden Moment vom Hochnebel verdeckt, von Bodennebel keine Spur. So hinterlässt das Bild von der Salmendinger Kapelle nur eine Vorahnung von dem, was hätte sein können. Also wieder zurück ins winterliche Idyll am Fuße der Alb. Dort angekommen erwischte ich gerade noch das Ende der goldenen Stunde.

Nach dem Frühstück machte ich mich nochmals auf den Weg in die Streuobstwiesen. Derart toll beschneite Bäume konnte ich nicht einfach der Sonne überlassen.

Das letzte Bild zeigt die Lage der Streuobstwiesen am Fuße des Albtraufs, der sich im Hintergrund über die Bäume erhebt. Was für ein Winter!

Winterwelten

Heute nehme ich euch mit in meine winterliche Heimat. Über verschneite Äcker geht der Blick hinüber zum Albtrauf. Im Hintergrund die Burg Hohenzollern.

Steuobstwiesen prägen das Landschaftsbild am Albtrauf.

Der Weg hinauf auf die Albhochfläche führt durch die Streuobstwiesen hinein in den tief verschneiten Wald.

Dort entwirft der Winter mit klaren Linien eine fantastische Grafik.

Auf der Albhochfläche ändert sich das Landschaftsbild erneut. Nicht selten herrscht hier oben auch ein anderes Wetter. Heute ziehen Wolken auf, Schneefall setzt ein.

Gerade im Winter sorgt immer wieder dichter Nebel für ein „white out“.

Die Vielfalt zeichnet den Albtrauf aus. Auf einigen hundert Höhenmetern durchwandert man hier mehrere Landschaftsformen. Diese sind Ausdruck unterschiedlichster Lebensräume, die durch die sprunghafte Veränderung der geologischen und klimatischen Faktoren an der Abbruchkante der Schwäbischen Alb bedingt werden. Gerade das macht den Reiz dieser Gegend aus.