Münchner U-Bahnstationen – Teil 1

München hat ein leistungsfähiges U-Bahnnetz. Das Tagesticket für das gesamte Stadtgebiet ist für unter 10 € zu haben, eine ideale Möglichkeit, um schnell an den gewünschten Ort zu kommen. Seit 1971 die erste U-Bahnstrecke in Betrieb ging, wurde das Netz auf über 100 km Länge ausgebaut. Rund 400 Millionen Fahrgäste wurden 2023 befördert.

Von diesen objektiven Fakten abgesehen, lassen sich manchem U-Bahnschacht auch ästhetische Aspekte abgewinnen. So gibt es auf der Linie 1 mehrere Stationen, für die sich ein nächtlicher Aufenthalt im Untergrund lohnt. Wer alleine zum Fotografieren unterwegs ist, wird wohl so durchkommen, für eine Gruppe ist jedoch eine Genehmigung zwingend erforderlich. Wir, eine Gruppe des Photoclubs Reutlingen, fotografierten an einem Samstag ab 21 Uhr bis Sonntag um 2 Uhr.

Unsere erste Station war St.-Quirin-Platz. Dieser U-Bahnhof strahlt einen morbiden Scharm aus und ist gut geeignet, um sich an die Unterwelt heranzutasten, denn es braucht Zeit, bis man sich eingesehen hat. Erst nach und nach gelingt es, die fremde Umgebung fotografisch zu interpretieren.

Selbst nüchterne Übergänge, die von einem U-Bahnschacht zum andern führen, haben eine gewisse Ästhetik. Man muss sie nur erkennen.

Unsere zweite Station, Candidplatz, ist im Vergleich zum St.-Quirin-Platz die reinste Farbenschachtel. Fotografisch eine völlig andere Herausforderung.

Weitere U-Bahnstationen folgen im nächsten Beitrag.

Justizpalast München

Der Justizpalast in München ist ein gewaltiges Bauwerk, das Ende des 19. Jahrhunderts im neobarocken Baustil errichtet wurde. Das Gebäude am Karlplatz (Stachus) beherbergt in den oberen Etagen das Bayerische Staatsministerium der Justiz und in den unteren die Zivilkammern des Landgerichts München.

Unter Fotografen bekannt ist der grandiose, offene Treppenaufgang, der beidseits der riesigen Zentralhalle die Etagen erschließt und in über 60 m Höhe von einer riesigen Glaskuppel überdacht wird.

Der Justizpalast ist öffentlich zugänglich. Allerdings muss man beim Betreten eine Sicherheitsüberprüfung über sich ergehen lassen. Im Justizpalast setzt man sich auch mit der Rolle der Justiz während des 3. Reiches auseinander. Eine Gedenkstätte erinnert an den Schauprozess gegen die Mitglieder der „Weißen Rose“.