Das Fotojahr 2023

In diesem Jahr habe ich die Wettbewerbsfotografie auf Sparflamme betrieben. Die Organisation des bildjournalistischen Projekts „Leben und Arbeiten in Reutlingen“ stand ganz oben auf meiner Prioritätenliste und hat mich bis in den Oktober hinein in Anspruch genommen. Rückblickend lässt sich festhalten, dass sich dieser Aufwand gelohnt hat. Der Photoclub Reutlingen (PCR) hat sich mit diesem Gemeinschaftsprojekt erstmals an ein gesellschaftliches Thema gewagt. Mit der erfolgreichen Umsetzung hat das Projektteam gezeigt, dass der PCR nicht nur mit „schönen“ Bildern und Wettbewerbserfolgen aufwarten kann, sondern dass er auch das Potential hat, sich mit gesellschaftlichen Fragen bildhaft auseinanderzusetzen. Dadurch und durch die Präsenz in den Medien wurde die Wahrnehmung des PCR in der Öffentlichkeit in positiver Weise beeinflusst.

Da ich über dieses Projekt bereits hinreichend berichtet habe und auch noch weitere Berichte folgen werden, hier nur ein Bild von Sena Umul. Sena ist die 2. Geigerin der international besetzten Württembergischen Philharmonie in Reutlingen. Sie kam in jungen Jahren aus Istanbul nach Deutschland, um Violine zu studieren. Ihr Lebensweg zeigt beispielhaft, was ProfimusikerInnen für ihre Kariere auf sich nehmen müssen. Unser Clubmitglied Martin Hust hat sie im Rahmen unseres Projekts porträtiert. Als ich ihn bei einem Termin begleitet habe, ist das nachfolgende Bild entstanden.

Trotz des Projektes ist es mir gelungen mehrere Zeiträume für Reisen unterschiedlicher Länge frei zu blocken. Auch über diese Reisen habe ich bereits berichtet. Deshalb hier nur einige bildliche Highlights.

In diesem Jahr beteiligte ich mich im Rahmen des DVF (Deutscher Verband für Fotografie) erstmals an einem Buchprojekt. Seit einiger Zeit gibt ein Team um Volker Frenzel ein Jahresbuch als „Konzeptionelle Gemeinschaftsarbeit“ heraus. Damit soll die konzeptionelle Fotografie innerhalb des DVF gefördert werden. Das Thema 2023 war: „neu gesehen – neu gedacht, das Innovative der Fotografie“. Auf jeweils zwei Doppelseiten konnte man seine Arbeit präsentieren. Nachfolgend mein Beitrag.

Bezüglich der Wettbewerbe beschränkte ich mich auf das „Pflichtprogramm“. Erst gegen Jahresende stieg ich wieder in den „Ring“. Nachfolgend die wichtigsten Ergebnisse:

Bei der Landesfotomeisterschaft Baden-Württemberg erzielte ich mit „Mainhattan“, „Bus Stop to Heaven“ und „Am Passo Giau“ drei Annahmen.

Beim German International Photocup (GIP) brachte ich es auf insgesamt 14 Annahmen. Die bedeutendsten Erfolge waren: „Junger Kormoran“, „Rendezvous XXL“ und „Tyres Tyres Tyres“.

Diese Aufnahme vom „VitraHaus“ schaffte es bei der Deutschen Fotomeisterschaft in die Annahmeränge.

Mit dem Wettbewerb „Obsession of Lights“ in Finnland fand dann mein Wettbewerbsjahr mit drei Urkunden noch einen versöhnlichen Abschluss.

„Felsenküste 1“ (Lofoten, Norwegen)

„The Deception“ (ehemalige Zigarettenfabrik Yenidze in Dresden)

„In the Canyon“ (Zollhafen Düsseldorf)

Diesen Bericht nehme ich zugleich zum Anlass, um mich bei allen LeserInnen meiner Beiträge und insbesondere bei meinen AbonnentInnen für die oft jahrelange Treue zu bedanken. Im Jahr 2024 setze ich weiterhin auf eure Rückmeldungen, die durchaus auch kritisch ausfallen dürfen, denn dies bringt mich in meiner fotografischen Entwicklung weiter.

Das Fotojahr 2021

Wie so vieles wurde auch mein Fotojahr 2021 von Corona geprägt. Da bis weit in das Frühjahr hinein öffentliche Veranstaltungen praktisch nicht möglich waren, konnte ich in diesem Jahr keine Fotoschau präsentieren. Dafür hatte ich aber auch die immense Vorbereitung nicht zu leisten, die mit einer AV-Show verbunden ist.

Auch im zurückliegenden Jahr nahm ich wieder an diversen Fotowettbewerben teil. Nachfolgend einige Resultate:

Über das Ergebnis bei der Deutschen Fotomeisterschaft habe ich mich sehr gefreut. Mit drei Annahmen erreichte ich mein bislang bestes Resultat in diesem Wettbewerb.

Den treuen Besuchern meiner Homepage sind die beiden Schwarz-Weiß-Aufnahmen wohlbekannt. Für das Bild „Wintermorgen auf der Alb“ erhielt ich begeisterte Rückmeldungen, nachdem ich es im Januar 2021 hier präsentiert hatte und auch das Bild „Upward“, das im letzten Jahr am Schönbuchturm entstanden ist, fand hier großen Anklang.

Das Fuchs-Porträt „Auf der Hut“ gab es vor einigen Jahren erstmals auf dieser Homepage zu sehen. Mein Beitrag „Strandfüchse“ zählt übrigens zu den am häufigsten aufgerufenen Beiträgen meines Blogs. Ihr seht also, auf eure Einschätzung ist Verlass!

Die Landesfotomeisterschaft wurde wegen Corona vom Januar sinnigerweise in den Dezember verlegt. Die Jurierung findet deshalb erst 2022 statt.

Beim Emscherbruch Pokal, einem reinen Schwarz-Weiß-Wettbewerb, erzielte ich in diesem Jahr mein bestes Resultat. Für das Bild „At the Bridge“ erhielt ich eine Urkunde. Damit hat es dieses Bild unter die besten 30 von insgesamt 1365 eingereichten Werken geschafft. Zusammen mit den drei Annahmen, die dieses Bild meim GIP erzielte, entwickelte es sich in diesem Jahr zum Topscorer.

„Felsenküste 1“ und „Testturm 2“ konnten jeweils eine Annahme auf ihrem Konto verbuchen.

Eine weitere Annahme erzielte ich bei der Swedish International Exhibition 2021 mit der Aufnahme „Am Spreebogen“.

Beim GIP, dem German International Photocup 2021, wurden insgesamt 7 meiner eingereichten Werke angenommen. An das Bild „verbissen“ werden sich noch einige erinnern. Ich hatte es in meiner Reihe „Gegen den Corona-Koller“ hier gezeigt.

„We have moved“ entstand 2019 auf den Lofoten

und „Casa Rossa“ in der Toscana. Mit dabei waren auch „At the Bridge“ und „upward“.

Für den Moschusochsen, den ich letztes Jahr im Dovrefjell in Norwegen ablichten konnte, gab es beim GIP drei Annahmen.

Ebenfalls aus meinem Reiseblog bekannt ist „Lindesnes Fyr“, das zwei Annahmen einsammeln konnte.

Unsere clubinternen Wettbewerbe sind für mich immer von besonderer Bedeutung. Beim Wettbewerb zum Thema Arbeitswelten erzielte ich mit „Reifen für Afrika“ den ersten Platz.

Im Photoclub Reutlingen werden jährlich vier Clubwettbewerbe ausgetragen. Zu jedem Wettbewerb kann man bis zu drei Bilder einreichen. Clubmeister wird bei uns, wer mit seinen 6 bestplatzierten Bildern die geringste Platzsumme erreicht. Es hat mich natürlich riesig gefreut, dass mir dies in diesem Jahr gelungen ist. Ich konnte in Summe die Platzzahlen 1, 2, 3, 4, 7 und 13 in die Wertung einbringen.

Meine fotografischen Highlights in diesem Jahr waren der lange und schneereiche Winter, …

meine Fototour nach Frankfurt

und im Sommer unsere Reise durch Schweden.

Viel Spaß hatte ich beim Experimentieren mit meinen Rotationsbildern.

Die nachfolgenden Aufnahmen zeigen meine beiden diesjährigen Lieblingsbilder in Farbe und Schwarz-Weiß.

oben: „eingeschneit“, unten: „Moonshadow“.

Bei euch allen möchte ich mich an dieser Stelle für die oft jahrelange Treue bedanken. Eure Rückmeldungen bieten mir einen guten Anhaltspunkt für die Wirkung meiner Bilder. Bleibt gesund!

Horst