In den Streuobstwiesen am Albtrauf ist die Ernte gelaufen. Mancherorts hängen die Bäume aber noch voller Früchte. Futter für die Tiere.
Die Birnbäume eifern um das schönste Make up. Doch gleich daneben zeigen vernachlässigte Parzellen, wie es um die Zukunft der Kulturlandschaft „Steuobstwiese“ bestellt ist.
Und am Waldrand strahlen die Blätter der Buche mit ihren warmen Gelbtönen mit der Nachmittagssonne um die Wette.
Heute in der Früh, von Sonnenaufgang konnte keine Rede sein, kamen dicke Flocken vom Himmel. Also schnell die Kamera geschnappt und raus in die Streuobstwiesen.
Leider ließ der Schneefall schon bald wieder nach und die Flocken wurden immer kleiner.
Unweit des Uracher Wasserfalls, am Ende des Maisentals, stürzt der Gütersteiner Wasserfall über unzählige kleine Sinterterrassen in die Tiefe. Ausgangspunkt für die kleine Wanderung zum Wasserfall ist der Wanderparkplatz „Uracher Wasserfall“. Von Metzingen her kommend, ist das Hinweisschild direkt an der B 28 am Rande von Bad Urach nicht zu übersehen. Der Weg führt dann entlang des Maisentals zum Albtrauf. Unterwegs passiert man das Vorwerk Güterstein, einen Gestütshof des Landgestüts Marbach.
Danach nimmt die Steigung zu. Wenn der Weg so aussieht, wie auf dem nachfolgenden Bild, kann man davon ausgehen, dass sich der Besuch lohnen wird.
Der Gütersteiner Wasserfall ist zweigeteilt. Im oberen Teil fällt und rieselt das Wasser über Tuffsteinablagerungen und Moose in einen kleinen, gefassten See.
Das aus dem See überlaufende Wasser fließt über den Wanderweg. Während ein Teil des Wassers über Sinterterrassen ins Tal stürzt, läuft ein zweiter Teil über eine Kalktuffnase beachtlicher Länge, die sich im Laufe der Zeit durch Versinterung gebildet hat.
In einer Rinne schießt das Wasser auf eine Abrisskante zu und stürzt dann in mehreren Stufen zu Tal.
Bei ausreichend Wasser ist der Gütersteiner Wasserfall zu allen Jahreszeiten ein lohnendes Ziel. Unproblematisch lässt er sich auch in eine Rundwanderung zum Uracher Wasserfall und zur Burgruine Hohen Urach einbauen.
Am Sonntag hatte es noch gut 15 Grad, aber ein neuerlicher Schwall polarer Kaltluft zeigte dem Frühling, dass der Winter noch immer nicht aufgegeben hat.
Die Tulpen trugen schwer unter der Last des Schnees, der über Nacht gefallen war.
Erst am Nachmittag zog sich der Schnee an den Albtrauf zurück und verwandelte Hölderlins blaue Mauer in eine weiße Wand.
Heute nehme ich euch mit in meine winterliche Heimat. Über verschneite Äcker geht der Blick hinüber zum Albtrauf. Im Hintergrund die Burg Hohenzollern.
Steuobstwiesen prägen das Landschaftsbild am Albtrauf.
Der Weg hinauf auf die Albhochfläche führt durch die Streuobstwiesen hinein in den tief verschneiten Wald.
Dort entwirft der Winter mit klaren Linien eine fantastische Grafik.
Auf der Albhochfläche ändert sich das Landschaftsbild erneut. Nicht selten herrscht hier oben auch ein anderes Wetter. Heute ziehen Wolken auf, Schneefall setzt ein.
Gerade im Winter sorgt immer wieder dichter Nebel für ein „white out“.
Die Vielfalt zeichnet den Albtrauf aus. Auf einigen hundert Höhenmetern durchwandert man hier mehrere Landschaftsformen. Diese sind Ausdruck unterschiedlichster Lebensräume, die durch die sprunghafte Veränderung der geologischen und klimatischen Faktoren an der Abbruchkante der Schwäbischen Alb bedingt werden. Gerade das macht den Reiz dieser Gegend aus.
Während die Hochzeitslinde bei Bronnweiler vor wenigen Tagen noch sehnsüchtig auf den Frühling wartete,
(Zum Vergrößern anklicken.)
explodierten pünktlich zum Vollmond die Blüten in den Streuobstwiesen des Albtraufs.
Nach den strengen Frostnächten der letzten Wochen haben die Zwetschgen, Mirabellen, Kirschen und Birnen ihre Blütenpracht innerhalb von zwei Tagen entfaltet. Nur die Apfelbäume lassen noch auf sich warten.
In wenigen Tagen und nur für wenige Tage wird das Blütenmeer am Albtrauf aufschäumen und dann bleibt nur die Hoffnung, dass dieses Jahr mehr Obst durch die kalten Nächte kommt, als letztes Jahr. Bei den Kirschen sind bereits jetzt bei etlichen Bäumen die Blüten braun.
Es fasziniert mich immer wieder auf´s Neue, wenn das Frühjahr mit seiner grünen Flut gegen den Albtrauf brandet. Von ihrer Ankunft am Fuße der Schwäbischen Alb bis zur Eroberung der Albhochfläche vergehen nur wenige Tage. Für dieses Frühjahr hatte ich mir vorgenommen, das frische Grün mit einer speziellen Technik festzuhalten. Voraussetzung war: Es durfte sich noch nicht zu viel Laub entfaltet haben und die Morgensonne sollte das junge Grün zum Leuchten bringen, damit es mit den Baumstämmen gut kontrastiert. Am 1. Mai erwischte ich wohl die letzte Gelegenheit. In den 1,5 Std. zwischen Aufstehen und Frühstück machte ich insgesamt 4 Aufnahmen. Zwei davon waren brauchbar, eine habe ich ausgewählt.
Für interessierte Leser schreibe ich heute auch etwas zur Technik, aber ohne auf Feinheiten des Handlings einzugehen. (Diese können gerne erfragt werden.) Bei dieser Aufnahme handelt es sich nicht um eine Photoshop-Manipulation sondern um eine Doppelbelichtung unter Verwendung eines ND64-Filters (Verlängerung um 6 Blendenstufen). Für beide Aufnahmen wurde auf den linken Baum scharf gestellt, dann der Autofokus ausgeschaltet. Die Belichtungsdaten beider Aufnahmen sind: ISO 200, Blende 16 und eine Belichtungszeit von jeweils 1,3 s. Im Aufnahmemodus „Doppelbelichtung“ erfolgte die erste Aufnahme bei fixierter Kamera vom Stativ aus. Diese Aufnahme sollte als Basis ein scharfes Bild liefern. Zur zweiten Belichtung wurde die Kamera auf dem Stativ nach oben geschwenkt. Während der anschließenden Abwärtsbewegung betätigte ich den Auslöser. Die Bewegung sollte den Verlauf der Stämme hervorheben, das Grün verwischen und dem gesamten Bild eine einheitliche Struktur geben. Den Rest besorgte dann der Rechner der Kamera. Nachfolgend noch zwei mögliche Ausschnitte aus dieser Aufnahme:
Zum Einsatz kam bei allen Aufnahmen ein Weitwinkel bei 35 mm Brennweite. Die Blende 16 habe ich gewählt, um für die erste Aufnahme eine durchgehende Schärfe zu bekommen. Dies ist insbesondere für die Baumstämme wichtig, damit deren Linienführung nicht unnötig aufgelöst wird. Der Graufilter sorgte für eine ausreichend lange Belichtungszeit, um die Kamerabewegung vernünftig steuern zu können. Ja, und wie gesagt, den Rest muss die Kamera machen.