Caputher Fähre

Am ersten Sonntag im Juni schlenderten wir bei schwülwarmem Wetter auf der Caputher Uferpromenade entlang der Havel. Diese verbindet hier, vor den Toren Potsdams, den Templiner mit dem Schwielowsee.

Es herrschte Hochbetrieb und wir taten uns schwer, uns nach dem langen Lockdown wieder unter solchen Menschenmengen zu bewegen. Doch nicht nur an Land, auch auf dem Wasser schienen die Menschen dem Schlussverkaufsslogan zu folgen: „Alles muss raus!“

Hier zwischen Eiscafe und Caputher Fährhaus verbindet eine Seilfähre die Orte Caputh und Geltow. Eine Überfahrt von ca. 80 m erspart einen Umweg von 20 km.

Schon im 18. Jahrhundert setzte an dieser Stelle eine Fähre über die Caputher Gmünde, eine Engstelle der Havel. Seit 1853 befindet sich die Fähre im Familienbesitz. Transportiert wird alles, vom Fußgänger über den Radfahrer bis zum Kleinbus.

Der Fähranleger ist ein idyllischer Ort, an dem es sich gut aushalten lässt. Ob bei einem Eis im Eiscafe oder bei einem Essen im Fährhaus gegenüber, das mit einer Terrasse direkt an der Havel und einem schattigen Biergarten unter Kastanienbäumen lockt, bleibt jedem selbst überlassen. Und wer sich nicht entscheiden kann, macht einfach beides, dann ist es nur noch eine Frage der Reihenfolge.

Das Blütenkarussell

Die Ausgangssituation: Die Kamera wird an einer Stelle der Blumenwiese platziert, an der einzelne Pflanzen überhängen. Bei einer Aufnahme in der abschließenden Diashow befand sich eine Mohnblüte direkt überm Objektiv.

Bei langsamer Rotation kann man die einzelnen Pflanzen noch erkennen.

Je schneller die Rotation, desto mehr verwischen die Konturen und es entstehen Mischfarben.

Das ist der Gipfel!

Neulich besuchten wir unseren Sohn in Bad Belzig. Er wollte unbedingt das brandenburgische Gipfelglück mit uns teilen und führte uns auf die Spitze des höchsten, vollständig auf brandenburgischem Territorium liegenden Berges. Der Hagelberg bringt es immerhin auf stolze 200,30 Meter.

Das Gipfelerlebnis war dann auch vollkommen. Ein Gipfelkreuz markierte stolz die rekordverdächtige Höhe, Steinmännchen und tibetanische Gebetsfahnen schmückten das Gipfelplateau und im Gipfelbuch konnte man die Bergbesteigung für die Nachwelt dokumentieren. Mehr geht wirklich nicht!

Auf einer Schautafel erfuhr man, auf welchem geschichtsträchtigen Boden man sich hier bewegt. Im Vorfeld der Völkerschlacht zu Leipzig kam es am Hagelberg am 27.08.1813 zu einem Gefecht mit Napoleons Truppen. Wegen des Dauerregens waren die Vorderlader nicht einsatzfähig, so dass nur mit Bajonett und Kolben gekämpft wurde. Am Ende des Tages konnten sich von den 10000 Franzosen lediglich 3000 nach Magdeburg retten. Für den Sieg der preußischen Truppen war die Unterstützung durch zwei Regimenter Kosaken entscheidend.

In Monet´s Garten

Der ehemalige Mössinger Stadtgärtner Dieter Felger entwarf ein Konzept der blühenden Wiesen im innerstädtischen Bereich. Damit machte er Mössingen als „Blumenstadt“ weit über die Landesgrenze hinaus berühmt. Noch heute werden seine Samenmischungen als „Mössinger Sommer“ und in zahlreichen anderen Varianten im deutschsprachigen Raum verkauft. Leider findet man in Mössingen nur noch wenige Relikte aus seiner Zeit als Stadtgärtner. Die meisten Rabatte sind austauschbar geworden. Bei Interesse geht es hier zu den Wildblumensamen.

Völlig „durchgedreht“

Gestern ging ich mal wieder zum Testen in den Wald. Nein, diesmal kein Coronatest! Ich erinnerte mich nur an die Töpferscheibe in unserer Waschküche. Die und die Kamera, da musste sich was machen lassen. Nach den ersten Ergebnissen erscheint mir die Sache ausbaufähig.

Die erste Fortsetzung gab es dann gleich heute bald morgens in einer städtischen Blumenrabatte – wie könnte es anders sein – in einem Kreisverkehr.

Reifen für Afrika

Bergeweise Reifen, auch wohl sortiert gestapelt, türmen sich auf dem Gelände des Reifenhändlers, bei dem ich meine abgefahrenen Reifen nach dem Wechsel abliefere. Als ich im April nachfragte. ob ich auch mal fotografieren dürfte, bekam ich grünes Licht.

Die Firma, die mit gebrauchten Reifen handelt, exportiert auch Reifen nach Afrika. Die Reifen werden zuerst aussortiert, für den Export vorbereitet und in Regalen gestapelt.

Die vollen Regale transportiert der Fahrer des Gabelstaplers dann an die entsprechende Stelle für den weiteren Transport. So lange alles gut geht, kein Problem. Als eines der Regale vom Stapler kippte, war das Chaos groß. Doch keine lauten Worte! Jetzt war Handarbeit gefragt und nach wenigen Minuten war das Problem gelöst. Die Reifen für Afrika können nun ihre Reise antreten.