AV-Show „traumhaft“
Das Video „Landschaften Neuseelands“ bietet einen kleinen Vorgeschmack auf unsere AV-Show „traumhaft“.
Allen viel Spaß damit!
Das Video „Landschaften Neuseelands“ bietet einen kleinen Vorgeschmack auf unsere AV-Show „traumhaft“.
Allen viel Spaß damit!
Nächte, in denen die Voraussetzungen für gute Sternenbilder stimmen und die so angenehm warm sind, dass das Herumexperimentieren Spaß macht, sind so zahlreich nicht. Diesen Sommer hat es immer wieder mal gepasst.

Wieder einmal suchte ich einen Parkplatz nahe der Salmendinger Kapelle auf. Ich wusste, dass sich hier die Milchstraße schön zwischen Bäumen platzieren lässt, deren Kronen sich wie Scherenschnitte vom Nachthimmel abheben. Die Ortschaft Ringingen sorgt hier für eine ansprechende Hintergrundbeleuchtung.
Die nahe Straße fand ich anfänglich ziemlich störend, doch dann bezog ich die Fahrzeuge bewußt in die Bildgestaltung ein.

Zum Schluss war ich von der Teilbeleuchtung der Landschaft richtig begeistert.

Diesen Juni war es endlich wieder einmal so weit. Nach über einem Jahr Pause packte ich mein Kajak auf´s Autodach und fuhr an die Soca nach Slowenien. Die Soca hat in den Julischen Alpen ein herrliches Tal geformt, das Outdoorsportler aller Facetten anlockt. Das nachfolgende Bild zeigt die Ebene bei Bovec mit Blick auf den Mangart (li). Der im ersten Weltkrieg schwer umkämpfte Berg war Teil der Isonzofront (Isonzo = Soca). In insgesamt zwölf Schlachten zwischen Österreich-Ungarn und dem Deutschen Reich einerseits und Italien andererseits wurden hier hunderttausende Soldaten abgeschlachtet. Bei Interesse siehe staatsarchiv.at oder Wikipedia.

Mit ihrem türkisenen Wasser, das herrlich mit den weißen Kalksteinblöcken und Sandbuchten kontrastiert, bietet die Soca traumhaftes Wildwasser. Im nachfolgenden Bild verschwindet der Bach unter der Hängebrücke zwischen den Kalkfelsen der Oberen Blockstrecke.

Die Hängebrücke ermöglicht einen optimalen Überblick über den nachfolgenden Streckenabschnitt und erleichtert so die Auswahl einer geeigneten Fahrtroute.

Vom Kajak aus bietet sich jedoch eine völlig andere Perspektive. Hier eine Dreiergruppe bei der „Arbeit“.
Wie man sieht, erfordert die Befahrung der Blockstrecke volle Konzentration.


Erst wenn alle Gruppenmitglieder eine Passage sicher bewältigt haben, geht es weiter.

Massa Marittima gehört sicher nicht zu den ganz bekannten Städten in der Toskana, doch das hat auch sein Gutes: Die großen Touristenströme gehen an dieser Perle mittelalterlicher Baukunst vorbei. Auf einem Bergrücken in 380 m Höhe nordwestlich von Grosseto gelegen, reicht das Panorama bis ans Meer.

Der Aufschwung von MM kam im 9. Jahrhundert, als der Bischofssitz aus Sicherheitsgründen von Populonia hierher verlegt wurde. Im 11. Jh. entsand dann die Duomo Cathedrale di San Cerbone, das überragende Bauwerk in der Altstadt.

Die Freitreppen sind ein beherrschendes Stilelement des Doms …


und ein überzeugendes Gestaltungselement für die Piazza Garibaldi, die sich vor dem Dom ausbreitet.

Natürlich hat das ehemalige Bergbaustädtchen noch mehr zu bieten, wie zum Beispiel die mächtigen Befestigungsanlagen, die sich über steile Treppen erschließen. Beim Schlendern durch die engen Gassen fällt die Beschaulichkeit auf. Dies ist kein Zufall, ist die Stadt doch seit 1999 Mitglied in der Cittaslow Bewegung, einem inzwischen internationalen Netzwerk zur Entschleunigung und Erhöhung der Lebensqualität in Städten.

So machten auch diese alten Frauen, die sich nach dem Einkauf auf einer Bank vor dem Laden bei einem Schwatz erholten, einen völlig entspannten Eindruck. Für das Foto rückten sie sich gerne zurecht.
Die Hauseingänge in der Altstadt sind meist noch mit schweren Holztüren und gediegenen Türklopfern gesichert.

Etwas weniger entspannt waren die beiden alten bzw. sehr alten Damen, die diesen Fiat 500 fuhren, zu einem Foto waren sie nicht zu bewegen – schade!

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Das Castello di Brolio gilt als Symbol für die Weinbauregion Chianti Classico. Bereits seit 1141 ist das Castello im Besitz der Familie Ricasoli. Seit 1993 betreibt hier Baron Francesco Ricasoli den Weinbau nach einem Konzept nachhaltiger Bewirtschaftung. Mit der Rückbesinnung auf die alten Rebsorten wurde Ricasoli zum Motor einer Bewegung, die sich den qualitativ hochwertigen Ausbau des Chianti Classico auf die Fahnen geschrieben hat. Das Weingut Ricasoli ist das größte im Anbaugebiet Chianti Classiso und eines der ältesten weltweit.
Vom Castello aus schweift der Blick weit hinaus über die Weinberge.

Von unserer Unterkunft Podere Casato genossen wir diese herrlichen Lichtspiele.

Der Ombrone, der hier im Hügelland des Chianti entspringt, durchschneidet auf seinem Weg nach Süden die Crete Senesi, bevor er die Maremma mit Wasser versorgt und unweit von Grosseto ins Meer mündet. Wir folgten dem Flusslauf gen Süden. Am Oberlauf des Flusses besuchten wir die Abbadia di Ombrone. Gegründet 867, war sie eine der ältesten Klosteranlagen des Chianti. Heute ist die Anlage im Privatbesitz.

Auf unserer Fahrt durch die Crete Senesi passierten wir südlich von Asciano diesen herrlichen Landsitz, der heute als Hotel umfunktioniert ist.

Das schmale Sträßchen, das in seinem weiteren Verlauf den Bergrücken folgte, bot immer wieder spektakuläre Aussichten. Die Abbazia di Monte Oliveto Maggiore, deren Kreuzgang für seine Fresken bekannt ist, verfügt auch über eine tolle, alte Allee. Für mich das schönste Motiv.

Im südwestlichsten Zipfel der Maremma, faszinierte uns das kleine Städtchen Capalbio, dessen Häuser wie Schwalbennester auf einem Hügel kleben. Unweit des Städtchens befindet sich der Tarotgarten, der eine Besichtigung lohnt. Siehe auch: Giardino dei Tarrocchi

Westlich von Grosseto zeigte sich unsere Lieblingsallee wieder einmal in einem ganz neuen Licht.

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Am südlichen Rand der Maremma, nahe dem herrlichen Städtchen Capalbio, schuf die Künstlerin Niki de Saint Phalle (1930 – 2002) mit dem Tarot-Garten in den Jahren 1978 bis 1998 ihr Lebenswerk.

Inspiriert von Antoni Gaudi und Friedensreich Hundertwasser setzte sie ihre Auffassung vom Leben in Gestalt um. „Das Leben ist wie ein Kartenspiel; wir werden geboren ohne die Regeln zu kennen, aber jeder von uns muss mit dem Blatt spielen, das er bekommt.“ Gemäß dieser Grundüberzeugung gestaltete sie in Anlehnung an die Arkana der Tarotkarten 22 phantastische Figuren.
Die nachfolgenden Bilder durch anklicken vergrößern.
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… düstere Aussichten gab und gibt es immer wieder. Auf dem Castello di Brolio in der Toscana, traf ich auf eine Installation kopfloser, geschlechtsloser Gestalten. Zusammen mit dem aufziehenden Gewitter verdichtete sich das Szenario zu einem düsteren Gesamtkunstwerk, das die derzeitige Schar unserer weltpolitischen Führungselite in beängstigend realer Weise verkörpert. Na dann gute Nacht!

Bei den Figuren handelt es sich um die Installation „Kinder“ von Madalena Abakanovicz (20.06.1930 – 20.04,2017). Abakanovicz war bereits in den 60er-Jahren eine hoch dekorierte Künstlerin. Ihre Figureninstallationen der 90er-Jahre machte sie „unsterblich“. Nähere Informationen siehe unter Abakanowicz .
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Es gibt sie – überall, die „lost places“.

Der verlassene Bahnhof von Garub, Namibia
Der Hauch der Vergänglichkeit berührt, kündigt er doch von längst vergangenen Schicksalsschlägen, Strukturkrisen, Zerstörungen oder gar tödlichen Ereignissen.

Verlassene Häuser, wie hier in Bluff, finden sich in Neuseeland fast überall.


Der Vergänglichkeit menschlichen Tuns begegnet einem jedoch nicht nur in verlassenen Gemäuern und ausrangierten Geräten, …
fahrbarer Bohrturm, Namibia
… vielmehr ist der Verfall der ständige Begleiter des Lebens.

Das ist es, was berührt, irritiert und manchmal auch schockiert.

Die Vergänglichkeit hat ihre eigene Ästhetik.
