3 Flüsse-Fahrt 1, der Rheingau

Kaum hat man die Grenze zum Rheingau überschritten, spürt man, dass die Kunst des „dolce vita“ auch mitten in Deutschland seine Heimat finden kann. Am rechten Rheinufer von Mainz, am Kasteler Strand, wurde mit den Corona-Lockerungen die Beach wieder geöffnet. Palmenkübel sorgen für das südländische Flair und der überdimensionale Sandkasten bietet für alle Altersgruppen etwas. Gleich nebenan wird das lockere Leben am Rheinufer durch einen schattigen Biergarten und ein nettes Gartenlokal bereichert.

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Im Rheingau finden sich die Zentren der deutschen Sektproduktion und so berühmte Weinorte wie Eltville.

Oberhalb von Rüdesheim wurde 1764 ein Landschaftspark nach englischem Vorbild eröffnet. Der Ostein´sche Park war zugleich Ausdruck und Inspiration für die mit der Industrialisierung aufkommende Rheinromantik. 1788 wurde der Park um einen griechischen Rundtempel, den Monopteros, erweitert. Dieser wurde 1944 bei einem Luftangriff zerstört und erst 2006 neu aufgebaut.

Von hier oben genießt man eine fantastische Aussicht auf den Rhein und die Rieslinglagen des Rheingaus, die sich an den Südhängen des Taunus bis hinab ans Rheinufer erstrecken.

Auch die Germania blickt von ihrem 25 m hohen Sockel hinab auf den Rhein. Als 12 m große und 32 t schwere Monumentalfigur, verkörpert sie das Deutsche Volk, das sich nach dem siegreichen Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 unter seinem Kaiser eint. Mit der Germania erhielten die Deutschen eine Integrationsfigur, wie sie die Franzosen mit ihrer Marianne, die Briten mit ihrer Britannia oder die Schweizer mit ihrer Helvetia bereits hatten.

Das Niederwalddenkmal oberhalb Rüdesheim gilt als bedeutendstes Denkmal zur nationalen Einheit Deutschlands im 19. Jahrhundert.

 

Weitere Beiträge zu unserer 3-Flüsse-Fahrt siehe: 3-Flüsse-Fahrt 2, die Loreley, 3-Flüsse-Fahrt 3, Aus- und Einblicke, 3-Flüsse-Fahrt 4, Limburg an der Lahn3-Flüsse-Fahrt 5, die Lahn, 3-Flüsse-Fahrt, Schluss

 

 

Gegen den Corona-Koller 5

Die Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern.

Mit Manni, der auch eine eigene Homepage unterhält (mannisfotobude), traf ich mich unlängst zu unserem zweiten „Bloggertreffen“, wie er zu sagen pflegt. Unser Ziel war das abendliche, durch Corona entvölkerte Tübingen. Wir wollten eine der letzten Gelegenheiten nutzen, um die leeren, leblosen Gassen und Plätze festzuhalten.

Mit den letzten Sonnenstrahlen erklommen wir über den Kapitänsweg den Schlossberg und fanden sogar den Eingang zum Schloss Hohentübingen. Von dort erhaschten wir noch einen flüchtigen Blick ins Neckartal, das bereits im Schatten der untergehenden Sonne lag.

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Kurz nach 20 Uhr, also bei bestem Licht, wurden wir von der Security aus dem Schlosshof rausgeschmissen. Das nachfolgende Bild zeigt einen letzten Blick vom Schloss über die im Ammertal liegende Altstadt. Rechts, in Verlängerung der Schlossmauer, erkennt man das erleuchtete Verbindungshaus der Burschenschaft Roigel. Dieses steht in exklusiver Lage direkt vor dem Schlosstor und ist eines der wenigen Häuser Tübingens, das Ausblicke sowohl ins Ammertal (links) als auch ins Neckartal ermöglicht.

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Im Garten des Verbindungshauses steht die größte und älteste Freiluftkegelbahn Süddeutschlands. Sie soll bereits 1789 erbaut worden sein. Das Ende der Kegelbahn markiert ein Gartenhaus (Fachwerksbau rechts unten), in dem auch schon Eduard Mörike gewohnt haben soll, die sogenannte „Villa Rattenkull“.

Den nahezu menschenleeren Marktplatz erreichten wir zur blauen Stunde. Über die Kornhausstraße, die wie die restlichen Gassen weitgehend entvölkert war, gelangten wir zur Krummen Brücke. Dort liesen wenigstens die Fahrräder Rückschlüsse auf die dort lebende Bevölkerung zu.

Ein Besuch in Tübingen ohne den obligatorischen Blick auf die Neckarfront ist natürlich undenkbar. Wir hatten uns das am häufigsten abgelichtete Motiv der Stadt für den Schluss aufgehoben. Sogar die Venus gesellte sich dazu, die an diesem Abend durch eine leichte Schleierbewölkung etwas aufgeblasen daherkam.

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Noch immer überragt die Abtei Neresheim die gleichnamige Stadt in beherrschender Manier, doch die Herren sind heute – wie man sieht –  andere.

1095 gegründet und in ihrer bewegten Geschichte mehrfach zerstört entstand das heutige Ensemble von 1694 -1792. Glanzpunkt ist die spätbarocke Abteikirche, die nach Balthasar Neumann´s letztem Entwurf errichtet wurde und als dessen bedeutendster Kirchenbau gilt. Die Kirche kann mit dem größten Fresco der Welt punkten, das der tiroler Kirchenmaler Martin Knoller auf einer Fläche von 714 m² gestaltet hat.

Dass es schon immer um Macht und Geld ging, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Klosters. Die nicht zu toppende Geschäftsidee war es, in jeder Gemeinde ein Pfarramt mit zugehöriger Zehntscheuer einzurichten. So hatte das Kloster den direkten Zugriff auf die Abgaben. Deshalb lohnte sich offensichtlich ein Rechtsstreit mit den Grafen von Oettingen-Wallerstein über die Reichsunmittelbarkeit des Klosters, der sich über Jahrhunderte hinzog (1258-1764). Sag da noch einer etwas über die Prozessdauer heutiger Verfahren. 😉

Heute wird das Kloster von 8 Mönchen des Benediktinerordens betrieben. Das Geschäftsmodell kommt geradezu bieder daher. Neben dem üblichen Tagungs- und Gästehaus gehört auch ein Klosterladen zur Vermarktung der eigenen Erzeugnisse zum Konzept.

In den Wäldern oberhalb des Klosters tobte sich gerade der Frühling aus. Der Waldboden und die Waldsäume waren nahezu flächendeckend von Frühlingsblühern übersät.

Unterwegs auf der Ostalb

Die Ostalb zeichnet sich durch zahlreiche Trockentäler aus. Diese sind Ausdruck der starken Verkarstung. Als Hungerbrunnen werden Quellen bezeichnet, die nicht ganzjährig Wasser führen. In trockenen Jahren kann das Wasser sogar ganz ausbleiben. Dies führte früher zwangsläufig zu Hungersnöten und Armut.

Im Hungerbrunnental nahe Heuchlingen gibt es eine besondere Heidelandschaft. Dort stehen Eichen in lockerer Verteilung, wie in einer Parkanlage.

Das Eselsburger Tal bei Herbrechtingen ist eines der wenigen Täler dieser Region, das noch von einem wirklichen Bach, der Brenz, durchflossen wird. Das Tal ist bekannt für seine Felsformationen, die auch Kletterer anlocken. Sagenumwoben sind die Felsnadeln der steinernen Jungfrauen.

Im Wald zeigte sich erstes Grün. Wenn die Buchen in wenigen Tagen ihre Blätter entfalten, ergrünt der gesamte Wald schlagartig.

Am Ende des Eselsburger Tals, am Ortsrand von Herbrechtingen, liegt eine 1799 errichtete Sägemühle. Heute beherbergt das vollständig renovierte Gebäude das Heimatmuseum der Stadt.

Ganz in der Nähe, im Lonetal, befinden sich zahlreiche Karsthöhlen, die schon während der Jungsteinzeit bewohnt waren. Besondere Berühmtheit erlangte die Vogelherdhöhle wegen der 1931 entdeckten und nach ihr benannten Vogelherdfiguren. Diese Tierfiguren aus Mammutelfenbein zählen zu den ältesten Kunstwerken der Menschheit.

Das Wental, ein weiteres Trockental dieser Region, ist für seine Dolomitfelsen bekannt. Eine besonders dichte und vielgestaltige Ansammlung dieser Felsformationen bildet das sogenannte Felsenmeer.

Wer sich über diese Region, die geologisch, historisch wie auch kulturell sehr viel zu bieten hat, näher informieren möchte, findet hier eine sehr interessante Seite.

Nordlicht über den Lofoten

„Nordlicht über den Lofoten“ ist der Trailer zu meiner Fotoschau „Im Bann des Nordlichts – Lofoten“.

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Reiseberichte zu den Lofoten siehe unter: Landschaften 1Lofoten_1Lofoten_2Lofoten_3Lofoten_4Lofoten_5 – das PolarlichtLofoten_6Lofoten_7, bei den EisanglernLofoten_8, TromsöAbendstimmung am Märvollspollen

Einladung

Plakat 2c - Gomaringen

In meiner Fotoschau „Im Bann des Nordlichts – Lofoten“ nehme ich die Betrachter mit in die eindrucksvolle, von Wind und Wetter umtoste Inselwelt der Lofoten und versuche, die vom Nordlicht ausgehende Faszination erlebbar zu machen. Veranstalter ist die VHS Reutlingen.

Tipp: Eine Reservierung kann durchaus sinnvoll sein, da das Raumangebot überschaubar ist.

Mosel: Landschaft in Schwarz-Weiß

Der Regen, der in der Nacht gefallen war, bescherte uns am Morgen eine wabernde Nebelsuppe. Mal gab sie einige Meter Sicht frei, mal verschwand alles hinter einem grauen Vorhang.

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Insbesondere überm Wasser verdichtete sich der Nebel zu einem jegliche Struktur auflösenden Schleier. Es war schon fast gespenstisch, als aus dem grauen Nichts unvermittelt ein Frachtschiff auftauchte, das langsam, aber unaufhaltsam, den Fluss aufwärts glitt.

Die Weinberge zeigten in der Sonne, wie auch im Nebel, dass sie grafisch durchaus etwas hergeben.

In den Höhenlagen oberhalb der Mosel wechselten sich Nebel und Sonne auf kurze Distanz ab. Ausdruckstark die alte Allee und die Rinder vor den aufsteigenden Nebelfetzen, die uns eher an eine amerikanische Farm, denn an das Moseltal erinnerten.

Mit diesen Eindrücken in Schwarz-Weiß endet unser Reisebericht über das Moseltal.

Mosel 6: An der deutschen Mosel

Hinter Trier gräbt sich die Mosel zwischen Hunsrück und Eifel tief ins Rheinische Schiefergebirge ein und bildet so die bekannten moseler Steillagen, die zum Weinbau genutzt werden. Die nachfolgenden Aufnahmen entstanden zwischen Mehring und Pölich sowie

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zwischen Klüsserath und Trittenheim. Zur Erleichterung der beschwerlichen Arbeit in den steilen Hanglagen haben sich derartige Schrägaufzüge durchgesetzt.

Das Städtchen Bernkastel-Kues wird von der Burg Landshut überragt.

Von der Burg aus genießt man einen herrlichen Blick über das Tal, das die Mosel in engen Windungen tief in die schiefrigen Berge geschnitten hat.

Die Calmont Region stellt der Mosel besonders hartes Gestein in den Weg, was den Weinbau nicht gerade erleichtert.

Nach Wikipedia ist Cochem die kleinste Kreisstadt Deutschlands. Das Städtchen wird von der Reichsburg, die hier im Hochnebel verschwindet, überragt.

Der Nebel, der mal dicht über dem Wasser, mal in mittlerer Höhe waberte, produzierte seine eigenen Bilder. Nahe dem Weiler Müdenberg, oberhalb des Moseltals gelegen, stießen wir an einem Waldrand auf die nachfolgenden Skulpturen. Ein Zettel offenbarte, dass es sich um Kettensägenkunst von Sonja Krämer handelt. Bei Interesse einfach anrufen. Tel.: 02653 4179.

Im Verlauf des Vormittags drängten Sonne und Wind den Nebel ins Tal zurück, so dass man von oben den Verlauf der Mosel am Nebelband verfolgen konnte.