Pragser Wildsee

Der Pragser Wildsee ist einer jener Bergseen von denen die Einheimischen behaupten, dass er der schönste im ganzen Alpenraum sei. Zutreffend ist, dass es sich um einen Bergsee in herrlicher Lage handelt, der tunlichst nur außerhalb der Saison besucht werden sollte.

Eine Bootsfahrt auf dem Bergsee ist nicht nur bei Brautpaaren begehrt. Diese stehen am Bootsverleih bereits vor 8 Uhr am Morgen bereit und warten auf ihr reserviertes Zeitfenster für das ultimative Fotoshooting. Ob Amerikaner, Asiaten oder Europäer, es werden keine Kosten gescheut, um in den Hafen der Ehe einzulaufen. Wer aber an einem wärmenden Umhang für die Braut gespart hat, startet zitternd ins Eheglück.

Der Pragser Wildsee liegt auf knapp 1500 m Höhe. Der spektakuläre Blick über den See wird vom gewaltigen Massiv des Seekofels beherrscht, der in der Südtiroler Sagenwelt das Tor zur Unterwelt markiert. Das aus vier einzelnen Hochformatbildern zusammengesetzte Panorama vermittelt die beeindruckende Lage dieses vielgerühmten Bergsees.

Martinauer Au

Unser erstes Zwischenziel auf dem Weg in den Süden war Vorderhornbach im österreichischen Lechtal. Dort wo sich der „letzte Wildfluss“ des nördlichen Alpenraums immer wieder in sein eigenes Schotterbett eingräbt, hat sich eine artenreiche Auenlandschaft herausgebildet, die im „Naturpark Tiroler Lech“ geschützt wird.

In unmittelbarer Nähe des Campingplatzes in Vorderhornbach liegt die Martinauer Au, das größte Frauenschuhgebiet Europas.

Auf einer Fläche von rund 2,5 ha können dort von Mitte Mai bis Mitte Juni 2000 – 3000 der geschützten Frauenschuhpflanzen in ihrer Blüte bestaunt werden. Das Gelände wird während der Blütezeit von der Bergwacht kontrolliert, die vor Ort auch einen Informationsstand unterhält.

Schon gewusst? Eine Pflanze kann bis zu 30 Jahre alt werden. Die winzigen Samen werden durch den Wind verbreitet, benötigen aber zum Keimen einen im Boden lebenden Pilz.

Eine Pracht

Die leutend weißen Blüten unserer Strauchpfingstrose sind mit gut 20 cm Durchmesser ein absoluter Blickfang in unserem Garten.

Panikattacke

Das neue, private Kunstmuseum in Tübingen öffnete am 08.03.2025 seine Pforten mit einem Publikumsmagneten.

UDO LINDENBERG stellte seine farbenfreudigen Gemälde unter dem Motto „Panik in Tübingen“ aus. Die empfehlenswerte Ausstellung ist noch bis 15.06.2025 zu sehen. Normaler Eintrittspreis: 16,50 €.

Geschickt unterstreichen die Ausstellungsmacher mit farbig gestalteten Stellwänden die Farbenfreude des Künstlers und stellen, je nach Blickwinkel, vielfältige Bezüge unter den Gemälden her.

Fotografieren ist in den Ausstellungsräumen erlaubt! Das sei hier lobend erwähnt.

Obwohl sich die Besucher zeitweilig drängen, gibt es immer wieder ruhige Momente für eine tiefer gehende Bildbetrachtung.

In der Ausstellung verdeutlicht UDO nicht zu knapp sein Verhältnis zu Drogen und Sex. Da präsentiert sich ein „Gänseblümchen“ schon fast zu einem Gegenentwurf.

UDO weiß genau wo oben und unten sowie links und rechts ist und zeigt dies auch in seinen Bildern. Das Versprühen der Farbe mittels Schlagzeug ist dagegen völlig neutral.

Die Architektur des Museums nimmt sich ganz zurück und lässt den Bildern ihre Wirkung. Also, nichts wie hin!

Ferropolis

Namen wie Mad Max, Big Wheel oder Gemini erinnern eher an ein Museum für Hollywood-Filme als an ein Braunkohlerevier der ehemaligen DDR. Doch genau darum geht es in Ferropolis bei Gräfenhainichen.

Der wolkenverhangene Himmel passte zu der „Stadt aus Eisen“, dem aus der Zeit gefallenen Ort, der zugleich Museum, Festivalgelände und Wohnmobilstellplatz in einem ist. Fünf gewaltige Bagger-Giganten stehen dort am Nordrand des Bitterfelder Braunkohlereviers auf einer Halbinsel im Gremminer See. Dieser entstand, als im Jahr 2000 die Grube geflutet wurde.

Der Absetzer 1022 – Gemini mit zugehörigem Eimerkettenbagger. Dahinter Bagger 651 – Mad Max und Wohnmobilstellplätze am See.

Im Vordergrund der Raupensäulenschwenkbagger 197 – Mosquito, erbaut 1941. Mit 792 t Masse, 3-5 Personen Besatzung, 27 m Höhe und 67 m Breite zählt dieser zu den kleineren Gerätschaften. Nachfolgend eine Gesamtansicht.

Ein wahrer Koloss ist der Absetzer 1025 – Medusa: Baujahr 1959, 1200 t Masse, 5-7 Personen Besatzung, 36 m Höhe und 102 m Breite. Besonders beeindruckend ist der um 360 Grad drehbare Reparaturkran, der die gesamte Konstruktion überragt.

Spannend sind die unzähligen Details.

Zum Abschluss der Mosquito im Scherenschnitt.

TIP: Unter fotografischen Gesichtspunkten ist es absolut zu empfehlen auf dem Gelände zu übernachten. Dann hat man nach Schließung des Museums genügend Zeit, um ungestört zu fotografieren. In den Monaten April und Mai ist dies wohl unproblematisch möglich. Während der Festivalsaison haben die Camper das Nachsehen.

Museum Würth 2

Neben dem Würth´schen Stammwerk in Künzelsau befindet sich das Carmen Würth Forum (Bild oben) und das Museum Würth 2. Das Forum wurde vom britischen Architekten David Chipperfield entworfen und dient seit dem 17. Juli 2017 als Kultur- und Kongresszentrum. Im Jahr 2020 kam als Erweiterungsbau das Museum Würth 2 dazu. Dort kann man seit dem 06.04.2025 eine empfehlenswerte Ausstellung zu Emil Nolde besichtigen. Der Eintritt ist frei. Da im Museum das Fotografieren verboten ist, zeige ich nachfolgend als kleine Entschädigung einige wenige Beispiele der zahlreichen Skulpturen, die im zugehörigen, weitläufigen Areal aufgestellt sind.

Durchblick auf das Museum Würth 2 durch das Kunstwerk „Wir“ von Jaume Plensa. Nachfolgend weitere Perspektiven.

Oben: „Frozen Wave“ von Marc Quinn.

Unten: „Pandora-Tempel“ von Heinrich Brummack.

Wilde Kirschen

Im zeitigen Frühjahr stehen an den Waldrändern oberhalb des Kochertals die wilden Kirschbäume in voller Blüte. Diese Aufnahmen entstanden oberhalb des Städtchens Ingelfingen.

Mit ihrer überschäumenden Blütenbracht, aber doch filigran, lodern sie durch die noch kahlen Wälder gen Himmel.