Sia

Wie bereits im letzten Beitrag angesprochen hatte ich die Gelegenheit, erste Gehversuche in der Studiofotografie und der Arbeit mit einem Model zu machen. Unser Model Sia war sehr geduldig und hoch professionell. Es hat richtig Spaß gemacht, mit ihr zu arbeiten. Sia brachte ihre ganze Erfahrung ein, zeigte sich aber auch für neue Ideen offen. Nachfolgend einige Ergebnisse nach der Methode der „Available-Light-Fotografie“ aufgenommen.

rehbraune Augen

Was es einst als kitschige Verklärung höchstens in die Welt der Schnulzen und Schlager geschafft hat, ist seit dem Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg 2026 ein Politikum – rehbraune Augen. Ich bin weder CDU-Fan, noch von Manuel Hagel begeistert, doch an was man sich aufgeilen kann, ist schon grandios, als ob es keine anderen Probleme im Land gäbe, für die man seine Energie und Zeit einsetzen könnte.

Hier also ein Plädoyer für rehbraune Augen. Oder in aller Nüchternheit: Unlängst hatte ich die Gelegenheit im Atelier eines befreundeten Fotografen an einem Model-Sharing teilzunehmen. Es wurden meine ersten ernsthaften Gehversuche in der Studiofotografie. Sie hieß nicht Eva, sondern Sia.

An den Bildern erkennt man, wie sich im Verlauf der Zeit Model und Fotograf aufeinander einstellen. Das lockert die Atmosphäre und lässt natürlichere Posen zu. Aufnahmen mit Bewegung und das Spiel mit den Haaren sind dafür sehr gute „Lockerungsübungen“.

Dreikönigsdampf 2

Ausgangspunkt der diesjährigen historischen Dampfzugfahrt war Reutlingen. Über Tübingen ging es das Neckartal aufwärts bis Eyach. Die oberen Bilder zeigen die Ankunft im Bahnhof Eyach. Dort wurde die 97501 ans Zugende umgesetzt. Dies war erforderlich, denn hinter Eyach begannen die Steigungen.

Die Weichen waren gestellt, der Dampfzug konnte von der Neckartalstrecke in Richtung Hechingen abbiegen. Bild unten: In den Steigungen, wie hier in Stetten, sind beide Dampfloks mit maximalem Schub im Einsatz.

In Hechingen rundete der Hohenzollern das historische Bild ab. Wie zuvor in Eyach stand auch in hier die Feuerwehr bereit, um die Wasservorräte aufzufüllen. Es ist schon ein gewaltiger Aufwand, eine solche historische Dampfzugfahrt logistisch abzusichern. Doch die Begeisterung bei Jung und Alt ist groß.

Beim Verlassen des Bahnhofs donnerte die Lok fauchend an mir vorbei. Nun ging es den Albaufstieg hinauf nach Gammertingen, dem Wendepunkt der Fahrt.

Nach Ankunft in Gammertingen gab es genügend Zeit, um Details festzuhalten, denn es musste Kohle gebunkert und Wasser aufgenommen werden. Danach ging es zurück nach Reutlingen.

Dreikönigsdampf 1

Es dämmerte gerade, als die Eisenbahnfreunde Zollernbahn ihren Zug im Reutlinger Bahnhof zusammenstellten. Die Wagons mit der Dampflock 58 311 standen auf Gleis 3 bereit und warteten auf die Vorspannlock 97 501 der Zahnradbahn Honau-Lichtenstein.

Der Vorspann ist wegen der erheblichen Steigungen entlang der Strecke erforderlich.

Als die 97 501 angekuppelt war, kündigten dicke Dampfwolken und ein obligatorischer Pfiff der Lock die Abfahrt des Zuges an.

Eingehüllt in eine Dampfwolke verließ der Zug fauchend und zischend den Bahnhof.

Das Fotojahr 2025

Serie, Fassade Brandhorst: Annahme Landesfotomeisterschaft

Wie bereits seit vielen Jahren folgt hier mein fotografischer Rückblick auf das Jahr 2025.

Justizpalast München: Annahmen bei der Landesfotomeisterschaft, dem GIP und der Deutschen Fotomeisterschaft.

Im Jahr 2025 habe ich mich auf die nationalen Wettbewerbe konzentriert. Mit dem German International Photocup (GIP) und dem Alpencircuit habe ich nur an zwei internationalen Wettbewerben teilgenommen. Das lag mit an einem größeren fotografischen Projekt, das ich bei uns im Photoclub Reutlingen verantwortlich begleitet habe und das mir viel Zeit abverlangt hat. In Kooperation mit dem Landratsamt Reutlingen, Amt für Migration und Integration, haben wir Flüchtlingsunterkünfte im Landkreis Reutlingen dokumentiert. In Bild und Text haben wir festgehalten, wie sich das Leben realer Personen in einer solchen Unterkunft gestaltet. Gerade noch rechtzeitig vor Weihnachten konnten wir dieses Projekt abschließen und den Druckauftrag erteilen. So werden wir im kommenden Jahr der Öffentlichkeit wieder eine Projekt-Ausstellung  präsentieren können. Ich bin gespannt auf die Resonanz.

Lampions / Ballons: Annahmen bei der Landesfotomeisterschaft, der Deutschen Fotomeisterschaft und beim SW-Printcup. Dort schaffte es das Bild sogar auf das Ausstellungsplakat und die Titelseite des Ausstellungskatalogs.

Rendezvous XXL: Annahme beim SW-Printcup. Damit hat sich dieses Bild bei allen nationalen Wettbewerben durchgesetzt.

Die Flut kommt: Annahme beim DVF-Printcup

2025 konnten wir, der Photoclub Reutlingen (PCR), im Bereich Wettbewerbsfotografie das erfolgreichste Jahr unserer Vereinsgeschichte feiern. Unsere Erfolge waren:

  • 2. Platz bei der Landesfotomeisterschaft Baden-Württemberg.
  • Beim bundesweiten DVF-Themenwettbewerb „Licht und Schatten“ landeten wir auf dem 6. Platz und waren damit bester Club aus Baden-Württemberg.
  • 1. Platz beim bundesweiten DVF-Printcup, den wir bereits 2024 gewonnen hatten.
  • 1. Platz beim bundesweiten SW-Printcup des DVF.
  • Gegen Jahresende waren wir zudem beim Landespokal Baden-Württemberg als stärkster Club vertreten.

Wandleuchte: Annahme beim DVF-Themenwettbewerb „Licht und Schatten“.

Avenue in the Fog: Annahmen beim Alpencircuit

Meine diesjährigen Erfolge habe ich nicht im Einzelnen aufgelistet. Vielmehr zeige ich ausgewählte Bilder, denen ich dann die Wettbewerbsergebnisse zuordne.

Temporary Art: Annahme beim DVF-Sonderwettbewerb Wasser und damit eines von 38 Bildern, die beim Obersdorfer Fotogipfel 2025 ausgestellt wurden.

Moschusochse 2: Annahme beim Landespokal Baden-Württemberg

Klosterbibliothek Admont: Urkunde beim Landespokal Baden-Württemberg

Mit diesem Rückblick bedanke ich mich zugleich bei euch für euer Interesse an unseren Reisen und an meinen Bildern. Ihr kennt diese Bilder oft schon Jahre bevor sie eine Jury zu Gesicht bekommt.

Die Brücke: Annahme bei der Landesfotomeisterschaft

Ich wünsche allen ein angenehmes 2026! Horst

sonniger Neustart

Das alte Jahr verabschiedete sich bei uns mit Sonne pur und auch das neue Jahr begann mit praller Sonne. Trotz frostiger Tage konnte sich der Raureif in den Streuobstwiesen am Albtrauf aber nur in Bodennähe halten. So bildeten die kahlen Äste einen harten Kontrast zu den eisig glitzernden Wiesen. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Wie das Wetter zum Jahreswechsel, wirft auch das Jahr 2026 seine Schatten voraus.

Für das neue Jahr wünsche ich allen Zufriedenheit.

Damit meine ich nicht eine alles beschönigende Zufriedenheit, sondern jene Grundzufriedenheit aus der heraus wir die Kraft schöpfen, Missstände konstruktiv anzugehen und uns nicht in maßloser Kritik zu verlieren. Sonst laufen wir Gefahr von Bauernfängern eingesammelt zu werden wie überreife Früchte. Wer uns predigt, das Heil läge im

  • Verlassen der EU
  • Verlassen des Euroraumes
  • politischen Stil von Hass und Hetze

verfolgt ausschließlich ein anderes Ziel, nämlich die Errichtung eines Nationalstaates mit völkischer Ausrichtung, denn dieser lässt sich nur so realisieren. Dafür opfern sie den Weg, der uns

  • 80 Jahre Frieden
  • 80 Jahre Wohlstand
  • und eine politische Kultur beschert hat, die als Grundsatz die Würde des Einzelnen respektiert.

Was soll dadurch für uns als Bürger besser werden?

Wer solche Leute wählt, findet sein Heil nicht im Sieg, sondern – wir kennen das schon – im Niedergang! Dieser Irrweg gefährdet

  • den inneren und äußeren Frieden
  • unseren Wohlstand
  • und macht uns vollends zum Spielball fremder Interessen.

Auf solche Bauernfänger sollte niemand mehr reinfallen!

Wir lassen unsere Demokratie nicht „zertrumpeln„!

Warnung! Bevor ihr diesem Videoclip folgt, solltet ihr zuvor den Mund leeren, nicht dass euch der Bissen im Hals stecken bleibt: https://youtube.com/watch?v=RUgxdQwqfaE&si=9iUUr4zGtXu8Z5FQ