Smögen

8. September 2021

Smögen liegt an der Spitze der Halbinsel Sotenäs nördlich von Göteborg und ist einer der typischen alten Fischerorte, die sich inzwischen voll auf den Tourismus eingestellt haben. Außerhalb der Saison ist ein Besuch dieses Örtchens absolut zu empfehlen, denn seine Lage entlang, zwischen und auf den blanken, rund geschliffenen, rosafarbenen Granitformationen ist wirklich sehenswert. Die Ortschaft auf die bekannte, viel fotografierte, bunte Häuserzeile am Ende des Naturhafens zu reduzieren, währe verkehrt, denn die sind eher ein Beispiel dafür, wie manipulativ die Fotografie sein kann oder ist.

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Man hat hier große Anstrengungen unternommen, um die Schärenküste mit Brücken und Holzstegen zu erschließen. Wer diese fantastische Möglichkeit für eine Wanderung durch die Klippen nutzt, nimmt bleibende Eindrücke mit nach Hause.

Der Sonnenuntergang ist hier ein besonderes Schauspiel, er lässt den rosafarbenen Granit geradezu aufblühen.

In der Blauen Stunde erstrahlt nicht nur das gelbe Licht der Straßenbeleuchtung, auch die Fenster der Häuser reflektieren das letzte Licht des Abendrots.

Für Wohnmobillisten bieten sich am Ende des Ortes inmitten der Granitformationen Stellplätze in idealer Lage.

Eine faustdicke Überraschung

27. August 2021

Unweit von Kvikkjokk fanden wir am bewaldeten Seeufer ein Quartier für die Nacht. Die ersten Sterne zeigten sich bereits und es hatte merklich abgekühlt, als ich mich in unseren Camper zurückzog. Mehr reflektorisch überprüfte ich noch meine Polarlicht-App. Was ich da sah, war nicht zu fassen. Halb Schweden war rot eingefärbt. Rot bedeutet eine Polarlichtwahrscheinlichkeit von über 50%. Das hatte ich bei meiner Winterreise auf die Lofoten nie erlebt. Also gleich wieder raus. Tatsächlich, am Himmel zeigten sich kaum wahrnehmbare, ausgedehnte, wolkenartige Schleier schwankender Helligkeit. Von Farbe keine Spur. Das riss natürlich keinen vom Hocker, aber ich wusste, dass Polarlichter häufig unscheinbar beginnen. Da braucht man Geduld oder wie mein Freund Roland gerne sagt: „Ein guter Jäger muss warten können.“

Und das Warten hat sich gelohnt!

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Super, Mond und Sterne

Am 27. April 2021 war der letzte Supermond zu beobachten. Bevor sich bereits am 26. Mai 2021 dieses Schauspiel wiederholt, nachfolgend ein paar Eindrücke.

Schon am frühen Abend stieg der Supermond über den Horizont und leuchtete mit den blühenden Obstbäumen um die Wette.

Je nach Standort verfing er sich auch mal in den Ästen hoher Bäume.

In der Nacht war es dann so hell, dass sich die Sterne alle Mühe geben mussten, um sich bemerkbar zu machen.

Am frühen Morgen begann der Supermond dann zu schwächeln. Nachdem er sich die ganze Nacht beim Leuchten verausgabt hatte, reichte es nur noch für ein rötliches Glimmen. Der Supermond war am Ende.

Gegen den Corona-Koller 10

Der Lockdown in Baden-Württemberg ist mit einer Ausgangssperre verknüpft. Eigentlich sind da Nachtaufnahmen nicht zu machen. Doch wozu dient die Ausgangssperre? Sie soll unnötige Kontakte verhindern. Diesem Sinn habe ich entsprochen, denn meine Partner waren heute Nacht ein alter Birnbaum und die Sterne.

Um den Sternenhimmel optimal zu sehen, das Bild unbedingt vergrößern.

Zum Bild: Bereits im letzten Frühjahr hatte ich dieses Motiv im Kopf, die überschäumende, hell leuchtende Blütenpracht eines Birnbaums in klarer Sternennacht. Doch dazu müssen mehrere Faktoren passen. Die Hochblüte eines Baumes dauert nicht länger als zwei bis drei Tage. In diesem Zeitraum sollte es eine möglichst klare Nacht geben, etwas Mondlicht würde nicht schaden und dann sollte der Baum auch noch richtig stehen.

Ich suchte nach einem möglichst frei stehenden Baum, den ich in Südostrichtung aufnehmen konnte. Dadurch konnte ich auch noch lange nach Sonnenuntergang vom Restlicht des Tages profitieren. Das sollte mir zusammen mit dem Mondlicht die Blüten ausreichend gut ausleuchten. Gestern war Halbmond gerade überschritten. Zum Zeitpunkt der Aufnahme bestand noch ein letzter Rest von Blauer Stunde. Allerdings waren wegen der Schleierbewölkung nur die hellsten Sterne zu sehen. Ich war schon leicht gefrustet, doch die Kamera konnte wesentlich mehr Sterne erkennen, so dass ich fürs Erste zufrieden sein konnte. Sicher wird es nicht bei diesem Versuch bleiben.

Weitere Beiträge zu diesem Thema findest du oben in der Menueleiste unter „Fotoprojekte“ -> „Gegen den Corona-Koller“.

Mainhattan

Der Blick auf Mainhattan, Frankfurts Bankenviertel am Westend, ist zu jeder Tages- und Nachtzeit spektakulär. Die erste Aufnahme zeigt die Skyline eine Stunde vor Sonnenaufgang (ISO 100, f16, 30 s, 35 mm). Standort: Sachsenhäuser Ufer, im Vordergrund der Eiserne Steg.

Eine viertel Stunde vor Sonnenaufgang hatte sich die Blaue Stunde voll entwickelt. Im Osten war das Tageslicht bereits über den Horizont geklettert und hatte für die Ausleuchtung der Hochhausfassaden gesorgt (ISO 100, f16, 15 s, 35 mm). Für alle, die es genauer wissen wollen, hier die auffälligsten Hochhäuser von links: Riverside Tower mit dem weißen Zackenband, Eurotower mit den blauen Streifen, Taunusturm mit dem Pultdach, der Comerzbank Tower gelb beleuchtet, der Main Tower mit dem runden Turm. Der Comerzbank Tower ist mit 259 m architektonischer Höhe das höchste Hochhaus innerhalb der EU. Bis zu seiner Spitze misst er sogar 300 m.

Das nächste Foto wurde unmittelbar vor Sonnenaufgang in Richtung Osten aufgenommen. Dort wurde der gewaltige Bau der EZB vom ersten Morgenlicht durchleuchtet (Standort: Mainkai, ISO 400, f5,6, 1/320 s, 400 mm).

Bei Sonnenuntergang nochmals der Blick auf Mainhattan, diesmal von der Flößerbrücke aus. Als ich die Sonne hinter dem Riverside Tower verschwinden sah, war nicht klar, ob sie im Spalt zwischen den Hochhäusern nochmals erscheinen, oder vorher untergehen würde. Gespannt wartete ich ab.

Ich denke, das Warten hat sich gelohnt, denn das nachfolgende Bild haben sicher nicht alle in der Kiste.

Wenig später begann die Blaue Stunde, das Abendrot zu verdrängen.

Frankfurt: Banken und mehr

Mein heutiger Tag in Frankfurt begann am Mainkai. Morgens zur Goldenen Stunde genoss ich den Blick stromauf. Das Teleobjektiv verdichtete die Brücken zu einem fast unauflösbaren Dickicht. (Im Vordergrund die Alte Brücke, von der Ignatz-Bubis-Brücke sind nur die Pfeiler im Wasser und die Straßenlampen erkennbar, die Tragekonstruktion der Flö?erbrücke und die Bögen der Deutschherrnbrücke kommen dahinter).

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Über den Eisernen Steg mit seinen Liebesschlössern ging es dann hinüber zum Sachsenhäuser Ufer. Von dort hat man einen freien Blick auf die Hochhäuser des Bankenviertels, die sich hinter den alten Mietskasernen in den Himmel recken. Die Untermainbrücke brachte mich wieder zurück über den Fluss. Vorbei am Schauspielhaus ging es hinein in die Straßenschluchten von Mainhattan.

Entlang der einstigen Wallanlagen, die heute als Parks gestaltet sind, lässt sich die Innenstadt angenehm umrunden.

Am Willy-Brandt-Platz trifft man auf die Euro-Skulptur und den Eurotower. Das 148 m hohe Bauwerk war von 1998 an Sitz der EZB bis diese 2014 ihren Neubau am Ostend bezog (siehe vorausgehender Bericht).

Der Taunusturm (Bild unten) ist eines der Hochhäuser, das sofort ins Auge sticht. Von der Parkseite aus weckt insbesondere seine klare Architektur und die überdimensioniert erscheinende, fast leere Eingangshalle die Aufmerksamkeit des Betrachters. Doch bei 170 m Höhe muss mit dem Platz wohl nicht gespart werden. Interessant ist, dass es vom Jahr 2000 an drei Anläufe bedurfte, bis schließlich 2011 mit dem Turmbau begonnen wurde. Als ich mich dem Gebäude näherte, wurde ich von der Security freundlich, aber bestimmt darauf hingewiesen, dass das Fotografieren des Gebäudes strengstens verboten sei. Wir einigten uns dann darauf, dass es mir niemand verbieten könne, das Gebäude von den öffentlichen Anlagen aus aufzunehmen, was ich bereits zuvor gemacht hatte.

Im Zick Zack schlängelte ich mich durchs Bankenviertel. Dank Corona kam ich natürlich weder in ein Gebäude, noch auf eine Aussichtsplattform, auch nicht am Main Tower. Die beiden nächsten Bilder stammen von der Bank of Communications. Das erste Bild zeigt einen Ausschnitt der Hochhausfassade. Die ursprüngliche Hochformataufnahme wurde gespiegelt und zu einem Bild zusammengesetzt.

Als ich bei der Deutschen Bank nachfragte, ob ich Innenaufnahmen machen dürfte, hatte ich die Hoffnung bereits aufgegeben. Doch zu meiner Überraschung erlaubte mir die Security nach einigem Hin und Her, im Eingangsbereich zu fotografieren.

Zwei Bestandsgebäude und der 50 m hohe, wellenförmige Neubau bilden zusammen das Ensemble „Die Welle“. In der Passage zwischen den Gebäuden schlängelt sich ein künstlicher Bachlauf, der gerade jedoch gereinigt wurde. Auch hier wurde ich sofort von der Security in Empfang genommen. Als Hobbyfotograf durfte ich jedoch ungehindert zur Tat schreiten.

Meine letzte Station auf diesem Rundgang war das Einkaufszentrum „MyZeil“, das für seine besondere architektonische Gestaltung bekannt ist. Der Gebäudekomplex verfügt über einen Zugang zu Frankfurts berühmter Einkaufsstraße „Die Zeil“. Auch hier musste ich mich mit der Security auseinandersetzen, bevor ich dann doch zum Schuss kam.

EZB, Frankfurt

Am Frankfurter Ostend überragt das Hochhaus der Europäischen Zentralbank (EZB) die 9-stöckigen Wohnhausneubauten um Längen. Während sich am Westend die zahlreichen Türme der Geschäftsbanken gegenseitig den Rang streitig machen, dominiert der 201 m hohe Doppelturm der EZB hier im Osten unangefochten den gesamten Stadtteil. Die nachfolgende Aufnahme zeigt den Blick von der Flößerbrücke mainaufwärts kurz nach Sonnenuntergang.

Der 2015 eingeweihte Gebäudekomplex der EZB besteht aus drei Elementen:

  • der 1928 erbauten ehemaligen Großmarkthalle, die einen gewaltigen Längsriegel bildet und ein Konferenzzentrum beinhaltet,
  • dem Doppelturm (Skytower) mit der Verwaltung und
  • dem markanten Eingangsbauwerk, das als Querriegel mit verdrehter Front die beiden anderen Baukörper verbindet und zugleich als Pressezentrum dient.

Nachfolgend einige Eindrücke von der vielseitigen Fassadengestaltung des Wiener Architekturbüros Coop Himmelb(l)au, das den ausgeschriebenen Wettbewerb für sich entschieden hatte.

Das massiv gesicherte Gelände der EZB grenzt auf Höhe der ehemaligen Weseler Werft direkt an die parkähnlich gestaltete Mainpromenade. Zahlreiche Relikte aus alten Zeiten wurden in die Parklandschaft integriert. Mainabwärts erkennt man die Skyline des Bankenviertels am Westend. Eine Aussicht, die der junge Mann auf dem Dach eines alten Verladekran offensichtlich zu genießen wusste. Dazwischen beherrscht die mächtige Tragekonstruktion der Flößerbrücke das Bild.

Nach Sonnenuntergang eröffnete sich vom linken Mainufer aus in der Blauen Stunde im Widerschein des restlichen Tageslichts ein phantastischer Blick auf den Skytower der EZB.

Panorama 2, Tromsö

Blick vom Storstein über Tromsö. Gut zu erkennen ist die Tromsöbrücke, sie verbindet die Hauptinsel mit dem Festland.

Zum Vergrößern mit linker Maustaste anklicken, dann mit rechter Maustaste auf das Bild und auf Grafik anzeigen. Zum Schluss nochmals mit linker Maustaste vergrößern.