Dreikönigsdampf

Dampfloks faszinieren nicht nur Kinder. Wenn die historischen Dampfeisenbahnen über die Gleise schnaufen versammeln sich begeisterte Fans jeglichen Alters.

Wir (einige Fotografen des Photoclubs Reutlingen) begleiteten am Dreikönigsdampf den „Ablachtalexpress“ der Eisenbahnfreunde Zollernbahn. In Sauldorf griffen wir erstmals zur Kamera, um das Spektakel festzuhalten.

Im Gegensatz zur Deutschen Bahn, erreichte die 80-jährige Dampflock der Eisenbahnfreunde den Flecken Sauldorf in Oberschwaben pünktlich.

Für die Mitreisenden hieß es hier erst einmal aussteigen, denn das Schaulaufen der vorgesehenen „Scheineinfahrt“ wollte sich niemand entgehen lassen. Hierzu setzte der Zug einige hundert Meter zurück, um dann mit Volldampf in den „Bahnhof“ einzufahren. Während alle bei Schneeregen auf die Einfahrt des Dampfzugs warteten, stieg die Spannung erkennbar an.

Endlich war es so weit. Mit einem lauten, anhaltenden Pfiff, machte sich die Dampflok schon von weitem bemerkbar. Der Dampf, der in dicken Wolken aus dem Kamin der Lok quoll, türmte sich auf bis in den nebelverhangenen Himmel.

Und dann stand sie rauchend und zischend neben uns, die Lok der Baureihe 52, die in den Kriegsjahren des 2. Weltkriegs entwickelt wurde.

Schnell noch ein paar Eindrücke vom stehenden Zug. Dann setzte sich der Ablachtalexpress von Dampfwolken umhüllt wieder in Bewegung.

Über Meßkirch und Mengen führte die Strecke weiter nach Herbertingen. Dort wurde die Lok umgespannt. Das heißt sie wurde vorne abgehängt und hinten wieder angekuppelt. Selbst Dracula nutzte diese Gelegenheit für einen Auftritt.

Danach ging es, mit dem Tender voraus, in entgegengesetzter Richtung das Donautal aufwärts. Hinter Hausen legten wir unseren letzten Fotostopp ein, um die herrliche Landschaft des Donautals mit aufs Bild zu bekommen.

Doch wer betreibt heute noch Dampfeisenbahnen? In unserer Region sind dies die Eisenbahnfreunde Zollernbahn eV. Die gibt es seit 51 Jahren. In ihrer Vereinsgeschichte haben sie ihren Standort wiederholt wechseln müssen. Seit 2006 sind sie im historischen Bahnbetriebswerk Rottweil beheimatet. Dort sind auch die „Schrauber“ am Werk. Die reparieren historische Loks und alles was dazu gehört und halten das Material in Schuss. Mehrfach im Jahr organisieren sie mit ihren historischen Zügen Rundfahrten. Aber auch ihr Betriebswerk kann man besichtigen. Nähere Infos zu Zugfahrten, Besichtigungen oder zur Baureihe 52 gibt es auf der Homepage der Eisenbahnfreunde: https://eisenbahnfreunde-zollernbahn.de/


13 Gedanken zu “Dreikönigsdampf

  1. Dampflokomotiven regen weiterhin die Fantasie an. Ich erinnere mich noch an sie aus meiner frühen Kindheit. Glücklicherweise ist eine große Anzahl dieser Züge erhalten geblieben und einige von ihnen werden sogar noch als Attraktionen genutzt. Vielen Dank Horst für diesen schönen Bericht und für den Link, den Sie eingebettet haben. Die Fotos sind wirklich wunderschön und sogar sehr beeindruckend.

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  2. Lieber Horst,
    Faszination pur, die schönen Loks, der Dampf und die geweckte Erinnerung vom hören des herannahenden Zugs begeistern den Eisenbahnerteil in mir. Und Dracula ließ mich schmunzeln beim überlegen was er hier erbeuten will. Danke für den Link.
    Liebe Grüße Brigitte

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    1. Lieber Manni,
      herzlichen Dank für deine Rückmeldung. Bei Dracula gibt es nicht viel zu verstehen. Das war halt ein Mitreisender, der den Rahmen der historischen Zugfahrt für seinen Auftritt nutzte.
      Liebe Grüße, Horst

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      1. Hallo Horst ! OK verstanden und da hat sich jemand einen Scherz erlaubt. Ich persönlich kann keinen Zusammenhang finden mit Dracula und einer Dampflokomotive. Vielleicht weiß er es ?
        Ist ja auch egal
        LG Manni

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  3. Lieber Horst, da hast du dir tolle Blickwinkel ausgesucht und das Dampfross perfekt in Szene gesetzt. Ist alles andere als einfach, wenn viele andere Fotografen um einen herum sind. Liebe Grüße Jürgen

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    1. Lieber Jürgen,
      herzlichen Dank für deine wohlwollende Rückmeldung. In der Tat ist es nicht einfach Standorte zu finden, die eine freie Sicht zulassen. Wir hatten deshalb einige Orte bereits zwei Tage zuvor erkundet, um den möglichen Ablauf vorwegzunehmen. Das hat sich gelohnt.
      Liebe Grüße, Horst

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