Saline di Margherita di Savoia

Bei der Weiterfahrt in den Gargano entschieden wir uns nördlich von Barletta die SP141 zu wählen. Diese verläuft auf der schmalen Landbrücke zwischen der Adria und den ausgedehnten Salzmarschen der Saline di Margherita di Savoia. Seit der Antike wurde diese Region, damals noch Lagune, zur Salzgewinnung genutzt. Die Salzgewinnung in den heutigen Salzmarschen setzte sich bis in die 1980er Jahre fort. Danach führten effektivere Verfahren dazu, dass die angeblich größte Saline Europas, ihr Betriebsgelände auf den südlichen Teil der Salzmarschen einschränkte. Der größere, nördliche Teil wurde als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Wer sich für die Salzgewinnung interessiert, kann die Saline nach Voranmeldung besichtigen. Unser Interesse galt den Salzmarschen und den dort lebenden Flamingos. Der Wasserstand in den Salzmarschen wird über wenige, senkrecht zur Küstenlinie verlaufende Kanäle geregelt, die eine Verbindung zum Meer herstellen. Die Dämme dieser Kanäle bieten eine gute Möglichkeit, um in die Salzmarschen zu gelangen.

Schon nach wenigen Metern macht sich deutlicher Verwesungsgeruch bemerkbar. Da das Wasser auch in den Kanälen die meiste Zeit steht, sind Fische, die bei Hochwasser in die Kanäle gelangt sind, zum Sterben verurteilt. Ihnen geht irgendwann die Luft aus. In den Salzmarschen selbst, sind die üblichen Watvögel unterwegs. Die rosafarbenen Flamingos verteilen sich in größeren Ansammlungen über das gesamte Feuchtgebiet. Die Vögel sind jedoch sehr scheu und reagieren bereits auf große Entfernung mit Fluchttendenzen. Spektakuläre Fotos lassen sich somit im Vorbeigehen nicht machen.

Das letzte Bild zeigt eindrucksvoll, wie sich das Gebirge des Gargano wie eine Mauer aus der Ebene erhebt. Es bildet nach Süden eine mehrere hundert Meter hohe, steile Rampe. Die höchste Erhebung erreicht über 1000 m.