Das Ende einer Legende

Der Neckar ist die Lebensader des Landes Baden-Württemberg, das er von seiner Quelle im Schwenninger Moos bis zu seiner Mündung in den Rhein bei Mannheim auf 367 km Länge durchströmt. Zwar ist auch der Oberlauf des Neckars nicht unbelastet, doch findet hier sogar der Eisvogel und die Wasseramsel noch eine Lebensgrundlage. Ab Plochingen hat man den Stolz der Württemberger in ein derart enges Korsett gezwungen (Bundeswasserstraße), dass ihm schlicht die Luft wegbleibt. Das wundert nicht, ist doch der mittlere Neckarraum mit 910 Einwohnern/km² die am dichtesten besiedelte Region Deutschlands. Doch was man dem Fluss unterhalb von Heidelberg angetan hat, ist schlicht eine Katastrophe.

Vollständig kanalisiert und begradigt …

… erreicht der Neckar die Stadt Mannheim …

… und quält sich seinem Ende, …

… der Mündung in den Rhein, entgegen.

Der viel besungene Fluss, dessen Gestade einst die schwäbischen Dichter und Denker anregten, fristet hier nur noch ein kümmerliches Dasein. Nichts mehr ist übrig vom „wilden Wasser“ das die Kelten einst zur Namensgebung veranlasst hat.

Pano 3, herbstliches Heidelberg

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Die schönste Aussicht auf Heidelberg genießt man von der Scheffelterrasse. Von hier aus schweift der Blick vom Schloss über die Altstadt und den Neckar hinüber zum Odenwald. Der Neckar durchbricht hier in einer regelrechten Pforte die letzten Berge des Odenwalds und strömt hinaus in die Oberrheinische Tiefebene, seinem Ende entgegen. Am Horizont erkennt man die Berge des Pfälzer Waldes, welche die Rheinebene im Westen begrenzen.

3-Flüsse-Fahrt, Schluss

Wir verließen das Lahntal in Richtung Süden und steuerten nochmals den Rhein an. Auf einer frisch gemähten Wiese nahe Hamm (Pfalz) konnten wir zahlreiche Störche beim Abendmahl beobachten. Sie genossen im wahrsten Sinne des Wortes den frisch gewonnenen Überblick auf alles was sich am Boden bewegte. Doch in Corona-Zeiten waren selbst die Störche auf Distanz getrimmt. Bei Verstößen gegen die Abstandsregel hoben sie einfach ab und schwangen sich mit wenigen Flügelschlägen hinauf in´s unerreichbare Blau des Himmels.

(Zum Vergrößern Bilder anklicken)

An unserem letzten Morgen genoss ich nochmals die besondere Stimmung am Fluss. So sollte jeder Tag beginnen!

Das Gasthaus Rheinhof an der Kühkopffähre in Guntersblum hatte so früh am Tag natürlich noch nicht geöffnet, doch das Licht war toll und so drückte ich auf den Auslöser meiner Kamera. Eine menschenleere Gartenwirtschaft hat ja auch ihre Vorteile, man bekommt beim Fotografieren keine Probleme mit der Datenschutzverordnung.

Auf unserer letzten Etappe ging es über Heidelberg das Neckartal aufwärts. Nachfolgend ein letzter Ausblick von der Burg Hornberg.

 

Weitere Beiträge zu unserer 3-Flüsse-Fahrt siehe: 3 Flüsse-Fahrt 1, der Rheingau, 3-Flüsse-Fahrt 2, die Loreley, 3-Flüsse-Fahrt 3, Aus- und Einblicke, 3-Flüsse-Fahrt 4, Limburg an der Lahn, 3-Flüsse-Fahrt 5, die Lahn