Der Fuchs geht um!

Neulich abends, es war noch hell, drang es beim Abendessen wie ein Schlachtruf an mein Ohr: „Ein Fuchs, hier direkt auf der Terrasse!“ Ein junger Fuchs war am Fenster vorbei um die Ecke gebogen und hatte sich direkt vor der Terrasse gemütlich in den Rasen gesetzt. Er blickte entspannt in die Runde, nichts schien ihn zu verunsichern.

Als ich endlich den Fotoapparat einsatzbereit hatte, saß der Jungfuchs noch immer an derselben Stelle. Durch die geschlossene Terrassentür kam ich auf 5 m zum Schuß. Wie jung das Füchslein ist sieht man, wenn man das Fell genauer unter die Lupe nimmt (hierzu das Bild einfach anklicken). Die Deckhaare, die später das flaumige Fell der Jungtiere ersetzen werden, sind noch sehr schütter.

Als ich das Haus verließ, um zu einer besseren Schussposition zu kommen, zog sich der Kleine, der offensichtlich alleine auf Erkundungstour war, zum Kompost zurück. Nach einem kurzen Blickkontakt suchte er zielstrebig, aber ohne Eile, das Weite. Ich hatte da nur noch das Nachsehen.

Die Füchse haben wahrsceinlich schon beim alten Neandertaler gelernt, vom Menschen zu profitieren. Heute machen sie es sich an Siedlungsrändern, in Parkanlagen und auf Friedhöfen bequem. Während die Jungtiere wegen ihres trolligen Aussehens noch freudig zur Kenntnis genommen werden, wird den alten Tieren mit Argwohn begegnet. Als sich vor wenigen Jahren zahlreiche Füchse in unserer Stadt breit machten und selbst tags auf der „Einkaufsmeile“ nach den Sonderangeboten äugten, verlangten nicht wenige Bürger das Einschreiten der Stadtverwaltung. Ihre fast panische Sorge galt weniger den zahlreich entwendeten Schuhen, sondern dem Fuchsbandwurm. Deshalb ging es dem Fuchs dann auch an den Kragen und es kehrte Ruhe ein in den Vorgärten der Stadt. Nun scheint sich der Bestand wieder erholt zu haben.

 

Weitere Fuchsaufnahmen siehe unter Strandfüchse

Strandfüchse

Im Parco della Maremma liegt der öffentliche Badestrand Marina di Albarese. Bereits bei Ankunft am Parkplatz  und im Picknickbereich weisen Schilder darauf hin, dass man Füchse nicht füttern solle. Kaum, dass wir an einem Tisch sitzend unser Vesper ausgepackt hatten, entdeckten wir im angrenzenden Kiefernwald den ersten Rotfuchs. Dieser hatte sich offensichtlich an die Menschen gewöhnt und hatte bereits gelernt, dass man bei den Zweibeinern wesentlich einfacher zu seiner Nahrung kommt, als durch Jagd oder im Hühnerhof um die Ecke. Auch wenn der Fuchs stets vorsichtig blieb, hatte er offensichtlich gegen ein Fotoshooting nichts einzuwenden. Es dauerte auch nicht lange, bis er von anderen Besuchern gefüttert wurde. Später am Strand begegnete ich noch einem anderen Gesellen. Der besuchte die Badegäste in deren Schutzhütten aus Treibholz und luchste ihnen das Vesper ab.

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Die Marina di Albarese ist für die „Schutzhütten“ aus Treibholz bekannt. Diese ziehen sich über Kilometer am Strand entlang und bieten nicht nur Badegästen Schutz.

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Die Umgebung des Parco della Maremma und die Ebene um Grosseto sind für ihre zahlreichen Alleen bekannt.

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