1. Stopp, Bad Belzig

Es braucht nicht viel, um sich aus dem flachen Land Brandenburgs mit urbanen Zügen abzuheben. Bad Belzig, einer Kleinstadt südlich von Berlin, gelingt dies ohne Allüren.

Wie diese Aufnahmen von einer Umspannstation belegen, scheut man sich nicht, die ländliche Idylle zu pflegen.

Dass die Realität davon nicht weit entfernt ist, zeigte ein kurzer Abstecher in die Umgebung. An einem Waldrand stießen wir auf eine kleine Ziegenherde, die von zwei Hütehunden bewacht wurde, denn der „böse“ Wolf treibt auch hier sein Unwesen. Da muss „Rotküppchen“ von der Umspannstation auf der Hut sein!

Das ist der Gipfel!

Neulich besuchten wir unseren Sohn in Bad Belzig. Er wollte unbedingt das brandenburgische Gipfelglück mit uns teilen und führte uns auf die Spitze des höchsten, vollständig auf brandenburgischem Territorium liegenden Berges. Der Hagelberg bringt es immerhin auf stolze 200,30 Meter.

Das Gipfelerlebnis war dann auch vollkommen. Ein Gipfelkreuz markierte stolz die rekordverdächtige Höhe, Steinmännchen und tibetanische Gebetsfahnen schmückten das Gipfelplateau und im Gipfelbuch konnte man die Bergbesteigung für die Nachwelt dokumentieren. Mehr geht wirklich nicht!

Auf einer Schautafel erfuhr man, auf welchem geschichtsträchtigen Boden man sich hier bewegt. Im Vorfeld der Völkerschlacht zu Leipzig kam es am Hagelberg am 27.08.1813 zu einem Gefecht mit Napoleons Truppen. Wegen des Dauerregens waren die Vorderlader nicht einsatzfähig, so dass nur mit Bajonett und Kolben gekämpft wurde. Am Ende des Tages konnten sich von den 10000 Franzosen lediglich 3000 nach Magdeburg retten. Für den Sieg der preußischen Truppen war die Unterstützung durch zwei Regimenter Kosaken entscheidend.