Das Louisiana

Das Louisiana Museum of Modern Art ist ein weltweit beachtetes Kunstmuseum in Humlebaek 30 km nördlich von Kopenhagen. Mit 700 000 Besuchern jährlich ist es das meistbesuchte Museum Skandinaviens. Hier bilden Kunstwerke, Architektur und Parkanlagen eine gelungene Einheit.

Als ich obige Aufnahme zur Kontrolle auf meinem Kamerabildschirm anschaute, erkannte ich sofort das Gesicht. Mit bloßem Auge war mir dies zuvor trotz eingehender Betrachtung nicht möglich gewesen. Das war für mich eine völlig neue Erfahrung. „Saalgott de Large“ stammt übrigens von Jonathan Meese.

Der junge Mann im unteren Bild war offensichtlich auch sehr beeindruckt. Lange blieb er vor diesem Kunstwerk stehen. Was ihn wohl derart angesprochen hat?

Auch die Architektur des Museums beeindruckt. Hier ist es ein Glaserker, dort ein Stück Mauer oder nur der Abgang zum WC. Auch die großen Glasfassaden, die den weitläufigen Skulpturengarten immer wieder in das Museum hereinholen, sind ein beeindruckendes Stilmittel.

Skulpturen überall. Die Terrasse des Restaurants ist mit Skulpturen von Alexander Calder bestückt (Little Janey-Waney). Dabei schweift der Blick weit hinaus über den Öresund. Die Parklandschaft des Museums reicht bis hinab ans Meer. Auf dem Rückweg zum Eingang passiert man diese beeindruckenden Steinkugeln, die an ferne Planeten erinnern. „Pars pro Toto“ von Alicja Kwade.

Fazit: Das Louisiana ist ein wirklich sehenswertes Museum in dem man viel Zeit verbringen kann.

Wikingerschiffsmuseum

Nach dem Fotostopp an der Storebeltbrücke suchten wir nach einer Möglichkeit, dem neblig-trüben Wetter zu entkommen. Von Sjaellandsodde, einer langen, schmalen Landzunge, die ins Kattegat hinausragt, erhofften wir uns, dass der Wind die Nebeldecke aufreißen würde. Als wir am späteren Nachmittag in Havnebyen ankamen schien dann tatsächlich die Sonne. Der dortige Fischereihafen verfügt über eine größere Fangflotte, eine Werft, ein Fischrestaurant und einen Fischverkauf. Beides war leider geschlossen.

Unser nächstes Ziel war das Wikingerschiffsmuseum in Roskilde. In Dänemark kann man ja ganze Urlaube verbringen, um die unzähligen Wikingermuseen zu besuchen. Wir entschieden uns für das Schiffsmuseum, das weit über Dänemark hinaus für die herausragende Präsentation seiner Funde bekannt ist. Fünf Boote unterschiedlicher Größe, die 1962 vom Meeresgrund geborgen wurden, lassen sich hier bestaunen. Die Schiffe wurden um 1070 im Roskilde-Fjord gezielt versenkt, um den Zugang zum Hafen zu erschweren und so vor feindlichen Angriffen zu schützen.

Beim Restaurieren der Boote hat man viele Erkenntnisse über den Bootsbau der Wikinger gewonnen. Deshalb war man in der Lage, diese Boote originalgetreu nachzubauen. Solche Nachbauten werden auch heute noch in der Museumsweft auf Kiel gelegt. Es erfordert schon einiges Geschick, die einzelnen Planken von Hand einzupassen.

Die fertigen Boote dümpeln im Hafenbecken. Der größte Nachbau ist der Seehengst von Glendalough, ein Langschiff mit 30 m Länge und 3,80 m Breite. Das Kriegsschiff fasste 80 Krieger und wurde, wenn keine Segel gesetzt waren, von 30 Riemenpaaren angetrieben.

Die Geschichte dieses Schiffes zeigt die großräumigen Handelsbeziehungen der Wikinger. Es wurde um 1040 in Dublin, einer Handelsniederlassung der Wikinger, gebaut. Im Sinne angewandter Archäologie wurde der Seehengst 2007, nach vierjähriger Bauzeit, in einer viel beachteten wissenschaftlichen Exkursion von Roskilde nach Dublin gesegelt.

Storebeltbrücke

Von der Storebeltbrücke wollte ich unbedingt eine Aufnahme machen. Mir schwebte ein Bild vor in dem sich die Brücke dicht übers Wasser hinzieht, um sich dann in luftige Höhen zu schwingen. Doch daraus wurde nichts. Als ich an der Brücke stand, konnte man die Hängebrücke im Nebel nur erahnen. Also musste ich mir etwas einfallen lassen. So entstand das Bild aus dem vorigen Beitrag und das nachfolgende Bild mit diesen Aufnahmedaten: Blende 20, 57 s, ISO 200, 24 mm, ND1000

Die Storebeltbrücke oder auf Deutsch Großer-Belt-Brücke verbindet die Insel Fünen mit der Hauptinsel Seeland. Das Bild oben zeigt den westlichen Teil der zweiteiligen Brücke. Dieser verläuft zwischen der Insel Fünen und dem Inselchen Sprogö auf einer Länge von 6611 m relativ flach über das Meer. Der schmale Teil trägt die Eisenbahnlinie, der breite die vierspurige Autobahn. Der östliche Teil zwischen Sprogö und Seeland besteht aus einer Hängebrücke, die mit 6790 m Länge und einer Hauptspannweite von 1624 m zu den längsten Hängebrücken der Welt zählt. Unter ihr verlaufen die Routen der Großschifffahrt zwischen Nord- und Ostsee. Das nachfolgende Bild zeigt die Durchfahrt unter der Brücke, aufgenommen von der Fähre Kiel-Oslo im Mai 2023 (Handy-Aufnahme).

Motorradsammlung Schloss Egeskov

Die Motorradsammlung im Schloss Egeskov ist absolut sehenswert, denn sie hält so manches Schmankerl bereit. Im Übergangsbereich zwischen Autos und Motorrädern werden Kleinkrafträder ausgestellt. Im Bild oben sind Leichtmotorräder der Marke Puch zu sehen.

Die Motorradsammlung selbst präsentiert sich mit einer guten wie simplen Lösung. Die Maschinen sind so an der Decke aufgehängt, dass man sich im Zickzack durch die Exponate bewegen muss. Die Sammlung umfasst sowohl historische Räder als auch Marken der letzten Jahrzehnte wie Moto Guzzi, Kawasaki, Honda oder BMW.

Oldtimer-Sammlung Schloss Egeskov

Die umfangreiche Sammlung der Oldtimer ab den 1930er-Jahren verteilt sich auf zwei Hallen. Einige wenige Schmuckstücke seien hier vorgestellt. Leider stehen die Fahrzeuge dicht an dicht, so dass die Präsentation der einzelnen Exponate darunter leidet und der Fotograf so seine Schwierigkeiten hatte, die Objekte einigermaßen vernünftig abzulichten. Nachfolgend ein Blick in die große Halle, in der auch einige Fluggeräte zu bestaunen sind.

In der Sammlung findet man natürlich auch Exponate zur deutschen Automobilgeschichte, wie den zweifarbigen DKW Meisterklasse, den Mercedes-Benz 230 B beide von 1938 und den Opel Olympia von 1950.

Die amerikanischen Straßenkreuzer von 1948. Der Oldsmobile 88 und der Cadillac Fleetwood sind auch heute noch beeindruckende „Schlitten“.

Spannend ist auch ein Blick ins Lager unterm Dach. Hier wartet noch manches Schmuckstück darauf, wachgeküsst zu werden.

Schloss Egeskov

Von Langeland fuhren wir zurück auf die Insel Fünen. Unser Ziel war das Wasserschloss Egeskov, das als schönstes Renaissanceschloss Dänemarks gilt. Das Schloss wurde 1518 als mittelalterliche Burganlage errichtet und befindet sich noch heute im Privatbesitz. Um das Anwesen mit seinen historischen Gartenanlagen und umfangreichen Sammlungen halten zu können, wurde es 1986 für Besucher geöffnet. Inzwischen nutzen jährlich rund 250 000 Touristen aus aller Welt dieses besondere Angebot.

Verteilt auf zahlreiche Nebengebäude erwarten den Besucher unterschiedlichste Ausstellungen und Sammlungen von denen hier nur einige beispielhaft vorgestellt werden. Oben zu sehen die Sammlung alter Ladeneinrichtungen inklusive der Produkte aus der damaligen Zeit. Unten sind drei Ausstellungen aufgezeigt: Die Oldtimersammlung, die Sammlung Mensch und Technik und das Motorradmuseum.

Zu den umfangreichen Gartenanlagen gehört auch ein Dahliengarten, den wir in voller Blüte erleben durften. Nachfolgend einige Eindrücke von diesem überbordenden Farbspektakel.

Langeland

Setzt man von AErö nach Langeland über, blickt man bei der Hafeneinfahrt in Rudköbing auf die 774 m lange Langelandbrücke, die Langeland mit den nördlich gelegenen Inseln verbindet. Mit 52 km Länge und 11 km Breite macht die Insel ihrem Namen alle Ehre.

Langeland ist in mehrerlei Hinsicht eine sehr interessante Insel. Historisch verfügt sie mit Kong Humbles Grav über einen gut erhaltenen Langdolmen aus dem Neolitikum. Auf einem flachen Hügel umschließen 77 Randsteine eine mittig platzierte Grabkammer.

In Sichtweite des Hünengrabes liegt auf einem Hügel die Kirche von Humble. Ihre typische Bauweise verweist auf das 13. Jahrhundert.

Die Halbinsel Ristinge im Süden Langelands ist aus ökologischer und geologischer Sicht bemerkenswert. Ihr flacher Ausläufer bietet für Seevögel einen idealen Lebensraum und auch für Fische eine optimale Kinderstube. Aus dem Flachland heraus erhebt sich die 25 m hohe Steilküste des Ristinge Klint. Sie verweist auf die eiszeitliche Entstehungsgeschichte dieser Landschaft, die zum Geopark „Südfünisches Inselmeer“ gehört. Dieser Geopark umfasst eine Landschaft, die mit dem Einsetzen der Gletscherschmelze gegen Ende der letzten Eiszeit durch den Anstieg des Meeresspiegels überflutet wurde. Die höchsten Erhebungen ragen heute als südfünische Inseln aus dem Meer. Davor waren England, Dänemark und Skandinavien auf dem Landwege verbunden. Die zurückweichenden Gletscher haben typische Ablagerungen geschaffen, welche die Landschaft bis heute prägen.

Im Norden Langelands bietet Lohals als Sommerfrische gute Badestrände. Wie überall in Skandinavien wird das angespülte Seegras nach der Saison nicht mehr abgeräumt sondern bleibt zum Schutz der Küste den Winter über liegen. Dies führt mitunter zu erheblichen Geruchsbelästigungen. Wir übernachteten auf dem Stellplatz eines Bauern mit direktem Blick auf den großen Belt und den aufgehenden Blutmond. Mit dem Tele werden dabei die Strukturen auf der Mondoberfläche deutlicher sichtbar.