Porträts in sw

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Der Spieler, Hong Kong 2017

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Der Veteran, Portsmouth 2015

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Der Alte, Istanbul 2015

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Der Chauffeur, Salisbury 2015

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Der Bildhungrige, Istanbul 2015

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Der Haka-Tänzer, Rotorua 2017

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Der Überzeugte, Melbourne 2017

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Der Gelassene, Melbourne 2017

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Die Verschleierte, Istanbul 2015

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Der Bauer, Huahine 2017

 

Weitere SW-Projekte: Workshop Streetfotografie , Tasmanien: Cradle Mountains , Neuseeland: Dunedin , Tasmanien: Lake Gorden – Lake Padder

Aitutaki

Freitag, 28. April

Rarotonga. Schon seit Stunden regnete es in Strömen. Unterm Regenschirm wartete ich an der Straße, um den Inselbus zu stoppen. Dann musste es schnell gehen. Trotzdem blieben wir natürlich nicht trocken. Nach zahlreichen Stopps erreichten wir den Airport.

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Der Begriff Airport erweckt sicherlich falsche Vorstellungen, denn mehr als sechs Inselflüge und einen internationalen Flug gibt es hier am Tag nicht abzufertigen. Entsprechend entspannt ist die Atmosphäre. Vor unserem Flug wurde ein Flugzeug nach Maupe der zweitgrößten Insel der Cook Islands abgefertigt. Inselbewohner, die auf Rarotonga eingekauft hatten, standen mit ihren Kisten, Schachteln und Taschen beim Check in. Hier kamen nicht nur die Gepäckstücke sondern auch die Personen auf die Waage. Mit einem jüngeren Mann, der gerade sein Gepäck aufgegeben hatte, unterhielt ich mich. Ich wollte wissen, wie es mit der Verkehrsanbindung der Insel bestellt ist. Das sah nicht wirklich gut aus. Ein Versorgungsschiff kam alle ein bis zwei Monate, das Flugzeug dreimal die Woche. Der größte Teil der Waren wurde deshalb eingeflogen. Doch der einfache Flug von Maupe nach Rarotonga kostet 250 NZ$, genau so viel wie ein Flug nach Auckland. Da geht man also nicht mal kurz zum Einkaufen, denn für den normalen Inselbewohner ist das eine Menge Geld.

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Während wir noch auf unseren Flug warteten, setzte sich eine ältere Frau zu uns. Sie lebte auf Aitutaki und war eigens nach Rarotonga geflogen, um sich einen neuen Hut für den Gottesdienst am Sonntag zu kaufen. Bei der Taufe des jüngsten ihrer zahlreichen Urenkel musste das Outfit stimmen. Stolz auf ihre neue Errungenschaft war sie bereit, uns ihren neuen Hut zu zeigen und wir versprachen ihr, den Taufgottesdienst zu besuchen.

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Aitutaki ist ein kleines Atoll rund 300 km nördlich von Rarotonga. Die Insel vulkanischen Ursprungs ist von einer verhältnismäßig großen Lagune umgeben, deren Entstehung auf die Explosion eines inzwischen erloschenen Vulkans zurück geht. Das Saumriff Aitutakis umschließt eine Fläche, die sicherlich siebenmal so groß ist, wie die Insel selbst. Wegen seiner tollen Lagune hat Aitutaki ein nennenswertes touristisches Aufkommen. Dennoch hat sich die Insel ihre ländliche Prägung erhalten, denn die kleineren Lodges fügen sich in das ländliche Idyll fast nahtlos ein und die wenigen größeren Resorts liegen weitgehend isoliert im Abseits.

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Der Tourismus kam für die Inselbewohner gerade zur richtigen Zeit, denn der Export der Tropenfrüchte wie Banane oder Papaya lohnt heute nicht mehr. Obgleich viele Inselbewohner im Tourismusgeschäft unterkommen, ist der Strukturwandel, der die Insel schon vor ein paar Jahrzehnten erfasst hat, an zahlreichen verlassenen Anwesen zu erkennen.

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Wir hatten uns im „Paradiese Cove“, einer netten, kleinen Lodge an der Westküste der Insel eingemietet. Sie ist im Besitz eines Enkels der Dame, die wir am Airport getroffen hatten. Es war genau die richtige Umgebung für den Schlussakkord unserer Reise.

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Einfach den Strand genießen,

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am Sonntag in die Kirche gehen, wie es sich für einen Insulaner gehört,

mit dem Scooter die Insel erkunden,

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am Marine Research Center vorbei schauen,

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Tiere und Pflanzen bestaunen,

ein tolles Abendessen mit Tanz- und Feuershow genießen,

eine Lagoon- und Schnorchel-Cruise mitmachen,

und einfach den Sonnenuntergang an der Strandbar und die wohltuende Kühle der aufkommenden abendlichen Brise genießen. Mehr wäre glatt purer Aktivismus.

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Am Mittwoch, 03. Mai

begann für uns dann die Heimreise. Wir verließen Aitutaki in Richtung Rarotonga. Wieder einmal schüttete es was es konnte, so dass die Passagiere mit Kleinbussen direkt bis zum Flugzeug gebracht wurden. In Rarotonga haben wir zur Sicherheit noch zwei Tage Puffer eingeplant, um unseren Flug nach Los Angeles ja nicht zu verpassen.

Rarotonga

Donnerstag, 20. April

Bei Tag betrachtet war es ganz einfach, vom Hotel zum Airport zu kommen. Dort holten wir unseren deponierten Rucksack und dann gings zum Check in. Zum ersten Mal musste unser Handgepäck auf die Waage. Ausgerechnet jetzt, wo Air Tahiti im Unterschied zu allen anderen Fluglinien, die Freigrenze auf 5 statt 7 kg festgesetzt hat. Also umpacken. Doch dies ging bei meinem Fotorucksack nur bedingt. Am Ende zeigte sich die Dame hinterm Schalter dann doch noch großzügig. Beim Bording entlarvte sich die ganze Gepäckaktion dann als Farce. Am Gate warteten außer uns noch 7 Personen und das für eine Maschine, die für mindestens 60 Passagiere ausgelegt war. So hatten wir Platz zum Tanzen und konnten während des Fluges beliebig die Plätze wechseln. Auch mal schön!

Selbst in Rarotonga, der Hauptinsel der Cook Islands, geht es sehr beschaulich zu. Nur in der Hauptstadt Avaru verdichtet sich das Leben zu so etwas Ähnlichem wie Urbanität. Mit dem Scooter (Geschwindigkeitsbegrenzung 40 km/h) hat man die Insel in einer guten Stunde umrundet.

Bella Beach Bungallows, unsere Unterkunft für die nächsten acht Tage, wurde ihrem Namen voll gerecht.

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Idealer kann man sich die Lage nicht erträumen. Eine Freitreppe führt von der Terrasse zum Strand. Nach weiteren 20 m, zwischen zwei Palmenreihen hindurch, steht man im Wasser. Bis zum Saumriff, an dem sich donnernd die Wellen des Pazifik meterhoch brechen, sind es ca. 400 m flache Lagune, die zum Schwimmen, Schnorcheln und Paddeln einladen. Was will man mehr?

 

Erst am Samstag rafften wir uns auf, um mit dem Inselbus um die halbe Insel nach Avatiu, einem Teilort der Inselhauptstatt Avarua, zu fahren. Dort ist samstags immer großer Markt und wir hatten viel zu erledigen. Der erste Stand an dem wir fündig wurden, war der Verkaufsstand von Bluesky, der Telefongesellschaft der Cook Islands, denn wir waren seit unserer Ankunft auf der Insel von der Außenwelt abgeschnitten. Doch trotz aller Bemühungen, konnten wir die Sim-Karte nicht zur Kontaktaufnahme überreden. Immerhin blieb uns noch das Internet.

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Auf dem Markt herrschte buntes Treiben. Überall wurden Stoffe in leuchtenden Farben, Blumenkränze, Perlen und Kunstobjekte angeboten. Die Verkäuferinnen waren entsprechend herausgeputzt.

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Dazwischen in großer Zahl, wie überall, Stände mit verschiedenen Essangeboten. Am späten Vormittag gab es dann noch eine Tanzvorführung der Kinder und Mädchen, die geschickt zum Sponsoring für die Tanzgruppe genutzt wurde.

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