Im letzten Licht

Der Kornbühl mit der Salmendinger Kapelle ist auch im letzten Licht der herbstlichen Abendsonne eine Aufnahme wert. Der „Härtling“ ragt rund 100 m aus der Hochfläche der Schwäbischen Alb heraus und rückt die Kapelle ins Licht während der Fuß des Berges bereits im Schatten der Traufkante liegt. Sogenannte Härtlinge haben eine besonders harte Gesteinsformation als Deckschicht, die sich der Erosion widersetzt, so dass das Umland schneller abgetragen wird. Auf der Alb und am Albtrauf sind dies häufig die aus Schwammriffen gebildeten Massenkalke (Weißjura delta). Härtlinge erinnern daran, dass die Alb einst viel mächtiger war.

neue Fahrradbrücke

In Tübingen wurde unlängst eine neue Fahrradbrücke – ein Vorzeigeobjekt des OBs Palmer – eingeweiht. Die Brücke überzeugt nicht nur die Radfahrer sondern auch das Auge des Betrachters.

Vorfahrt für Radfahrer! Fußgänger sind hier nicht zugelassen. Die neue Radbrücke überspannt auf einer Länge von 365 m die Gleisanlagen der Bahn und die Europastraße und stellt so eine direkte Verbindung zwischen Derendingen im Süden Tübingens und der Innenstadt her. Die Brücke ist, da beheizbar, auch im Winter gefahrlos zu befahren. Von den Baukosten in Höhe von rund 16 Millionen € muss Tübingen ganze 5 Millionen aus der Stadtkasse blechen, 7,3 Millionen kommen von der Nationalen Klimaschutzinitiative und 4 Millionen vom Landkreis.

Landwasserviadukt

Das Landwasserviadukt gilt als Wahrzeichen der Rhätischen Bahn. Es befindet sich unweit des Bahnhofs Filisur in Graubünden und ist Teil der Albulalinie. Die Brückenfundamente sind unproblematisch zu erreichen. Von Tiefencastel in Richtung Albulapass quert die Straße vor Filisur in einer Rechtskurve das Landwasser. Unmittelbar davor liegt links der Straße ein Parkplatz, der während der Hauptreisezeit oft überfüllt sein dürfte. Von hier aus gelangt man in wenigen Minuten auf einem Schotterweg zur Basis der Brücke.

Das Landwasserviadukt ist 65 m hoch und ist als bogenförmige Brücke mit 100 m Radius gestaltet. Sechs Gewölbe mit 20 m Spannweite überbrücken den Bachlauf auf einer Länge von 136 m. Sie werden von 5 Pfeilern getragen. Das südliche Widerlager befindet sich an einer Felswand und führt die Bahnlinie direkt in den 216 m langen Landwassertunnel.

Wer das Viadukt von oben betrachten möchte, muss einen ca. 80 m hohen Aufstieg auf sich nehmen. Hinterm Schmittentobel zweigt vom Schotterweg ein schmaler Pfad ab (Wegweiser). Dieser führt durch den Wald steil bergan, unterquert die Bahnlinie und endet an der Aussichtsplattform Nord. Der Ausblick auf die Bahnlinie ist spektakulär. Von der nördlichen Talseite führt das Landwasserviadukt die Schienen auf einem engen Bogen auf die Südseite, wo sie im Felsmassiv verschwinden.

Das Landwasserviadukt gehört als Teil der Albula- und Berninalinie zum Weltkulturerbe der UNESCO. Der Brückembau wurde im März 1901 begonnen und bereits im Oktober des Folgejahres in Betrieb genommen. Auch bei diesem Bauwerk kamen neue Verfahren zum Einsatz. So wurden die Pfeiler erstmals ohne äußeres Gerüst hochgezogen.

Abschließend noch ein Hinweis für jene, die selbst fotografieren wollen. Die roten Personenzüge der Rhätischen Bahn verkehren im Stundentakt. Ca. 5 Minuten vor der vollen Stunde fährt der Zug aus Tiefencastel über die Brücke und verschwindet im Tunnel in Richtung Filisur. Wenige Minuten später kommt der Gegenzug aus Filisur. Dazwischen kann man noch Güterzüge beobachten.

Solisviadukt

Der Solisviadukt gehört zum UNESCO Welterbe Rhätische Bahn. Die Eisenbahnbrücke ist Teil der Albulalinie. Mit dem 42 m weiten Hauptbogen und den 10 Nebenbögen weist sie die größte Bogenspannweite dieser Strecke auf. In 85 m Höhe überspannt sie die tief eingeschnittene Schinschlucht, die die Albula in Jahrtausenden in den Fels gefräst hat.

Als das Viadukt 1902 errichtet wurde, waren die 42 m Spannweite des Hauptbogens neuer Schweizer Rekord. Aber auch der brüchige Fels (Bündnerschiefer) stellte die Ingenieure vor Herausforderungen und erforderte besondere Gründungstechniken.

Das zweite Bild ist ein Panorama aus zwei übereinander angeordneten Querformatbildern, die mit einem 16 mm-Weitwinkel aufgenommen wurden. Jedes dieser Bilder wurde aus drei Aufnahmen, die im Abstand von 2 Blendenstufen gemacht wurden als HDR zusammengesetzt. So konnte der Kontrastumfang zwischen den hellen, sonnigen Bereichen und den dunklen Schattenpartien in der Schlucht problemlos bewältigt werden.

zeitloser Herbst

Er kam plötzlich – der Herbst – und hat die Hitze des Sommers weggefegt.

Die Herbstzeitlose, grazile Vorbotin dieser Jahreszeit, ist eine wenig beachtete Schönheit.

doppelte Einladung

1. Einladung zum DVF-Printcup:

Der Deutsche Verband für Fotografie (DVF), der Photoclub Reutlingen (PCR) und die vhs-Reutlingen laden zur Ausstellung des 2. DVF Printcup ein.

  • Die Vernissage findet am Samstag, 14. September 2024, um 11 Uhr im Saal der vhs Reutlingen, Spendhausstraße 6, statt.
  • Im Rahmen der Vernissage findet auch die Siegerehrung zum Printcup statt.
  • Ausgestellt werden auf zwei Etagen
    • die 120 erfolgreichsten Bilder der Erwachsenen aus drei Sparten und
    • die 45 erfolgreichen Bilder der Jugend in drei Altersklassen.

2. Einladung zu Fotoschauen im Biergarten:

Am Mittwoch, 18. September 2024, zeigt der Photoclub im Echazhafen Reutlingen, dem Biergarten des „franzK“, Fotoschauen. Ab 18 Uhr ist geöffnet, um 19 Uhr beginnt das Programm. Für Bewirtung ist gesorgt.

Weitere Informationen zum DVF-Printcup:

  • An diesem Wettbewerb beteiligen sich DVF-Mitglieder aus ganz Deutschland.
  • Während bei den meisten Fotowettbewerben die Bilder in digitaler Form eingereicht werden, werden beim Printcup gedruckte Bilder (Prints) verlangt.
  • Ein Teilnehmer muss Bilder in allen drei geforderten Sparten einreichen. 2024 waren dies die Sparten „Farbe“, „Schwarzweiß“ und das Thema „Kontraste“.
  • In der Einzelwertung werden je Sparte 50 Bilder angenommen und in eine Rangfolge gebracht.
  • In der Gesamtwertung werden alle Wertungen einer Autorin, eines Autors aufsummiert.
  • Für die Clubwertung müssen mindestens drei Clubmitglieder mit wenigstens einem Bild in die Wertung kommen. Die Wertungen von bis zu 5 erfolgreichen Clubmitgliedern werden aufsummiert.

Hier die besten Ergebnisse des PCR:

  • In der Clubwertung wurde der PCR punktgleich mit den Lichtjägern aus Brühl „Printcup-Meister 2024“. Fünf PCR-Mitglieder erzielten zusammen 198 Punkte.
  • In der Einzelwertung erzielte Martin Hust vom PCR in der Sparte Schwarzweiß den 3. Platz.
  • In der Gesamtwertung erreichte Elisabeth Schmidt vom PCR den hervorragenden 6. Rang. Von ihr stammt auch das Bild auf der Einladung.

Auf der Erfolgswelle

Der Photoclub Reutlingen (PCR) schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle. Im Juni 2024 wurden wir punktgleich mit dem Verein „Die Lichtjäger“ aus Brühl bei Köln Gesamtsieger des 2. DVF-Printcup. Für uns war dies ein historischer Erfolg. Der Printcup entstand aus der Zusammenlegung der Nord- und Süddeutschen Fotomeisterschaft und wurde erstmals 2023 ausgetragen. Er gilt – wie seine Vorläufer – als anspruchsvollster Fotowettbewerb des Deutschen Verbandes für Fotografie (DVF). Da wir die erfolgreichen Wettbewerbsbilder in Reutlingen in einer Ausstellung präsentieren werden, komme ich zu einem späteren Zeitpunkt nochmals darauf zurück.

Wir hatten diesen Erfolg noch nicht recht verdaut, folgte im August der nächste Paukenschlag. Bei der Deutschen Fotomeisterschaft 2024 erreichten wir den 9. Platz in der Clubwertung. Dies ist unsere beste Platzierung seit mehr als 20 Jahren. Damit waren wir der beste Fotoclub aus Baden-Württemberg. Diese Erfolge verdeutlichen, dass sich die Arbeit der letzten Jahre in unserer Wettbewerbsgruppe gelohnt hat. Diese macht aber auch riesig Spaß.

Während ich beim Printcup kein Bild durchbringen konnte, erzielte ich bei der Deutschen mit diesen drei angenommen Bildern ein respektables Ergebnis.

Dieses Bild „Alle weg“ habe ich im Jahr 2023 am VitraHaus in Weil am Rhein aufgenommen.

Das mittlere Bild „Rendezvous XXL“ stammt aus dem Jahr 2022. Bis ich hier mit der Entwicklung so zufrieden war, dass ich es bei der Deutschen Fotomeisterschaft einreichen wollte, hat es etwas gedauert.

Das obere Bild „Die Flut kommt“ entstand 2023 am Strand von Westkapelle (Zeeland, Niederlande). Wer erahnen möchte wie weit der Weg von der Aufnahme bis zum fertigen Wettbewerbsbild sein kann, kann zum Vergleich diesen Beitrag aufrufen:

https://guckloch.org/2023/04/21/am-meer/ .

Weitere Infos zum PCR und zu unserer Wettbewerbsarbeit findest du hier.