Märzenbronnen

Der Märzenbronnen ist ein temporärer See auf der Alb bei Salmendingen. Die Bezeichnung verdeutlicht den Klimawandel, der auch vor der Schwäbischen Alb keinen Halt gemacht hat. Früher gab es auf der Albhochfläche schneereiche Winter und Frost bis ins Frühjahr hinein. Erst als im März der Schnee schmolz, sammelte sich bei Salmendingen das Schmelzwasser in einer Senke. Deshalb die Bezeichnung „Märzenbrunnen“. Schuld daran ist die dort anstehende Weißjura-Beta-Schicht. Diese lässt das Wasser nur langsam versickern.

Seit vielen Jahren schon bildet sich dieser temporäre „Stausee“ häufig bereits um den Jahreswechsel herum aus. Da der Wärmeeinbruch in dieser Zeit, wie auch in diesem Jahr, in der Regel mit starken Regenfällen verbunden ist, füllt sich der See schnell. Bis zu 25.000 qm Wasser können sich in diesem natürlichen Rückhaltebecken sammeln und veranlassen ganz eifrige Zeitgenossen zum Bootfahren und Baden. Selbst Kiter waren hier schon zu sehen. Und wenn der See gefriert, ist Schlittschuhlaufen angesagt.

Heute bei Sonnenaufgang war das Wetter leider recht windig. Da half selbst eine Belichtungszeit von 3 Minuten nichts, das Spiegelbild des Kornbühls war einfach nicht in den See zu bewegen. Ein Grund mehr, um wiederzukommen.

Winterträume

Die Bergbahn am Füssener Jöchle in Grän (Tannheimer Tal) bringt Skifahrer und Wanderer in wenigen Minuten von ca. 1200 m zur Bergstation auf über 1820 m Höhe. Letzten Samstag war dies die Fahrt in eine traumhafte Winterlandschaft.

Doch diese weiße Pracht währte nicht lange. Nach dem Wärmeeinbruch am Sonntag sind die Bäume bereits wieder schneefrei.

Rätselhaft

Bei diesen Bildern handelt es sich um die Schlieren von Pollen, wahrscheinlich von Kiefern oder Fichten. Diese haben bei Windstille in der Bucht eines Fjordes die schwache Oberflächenströmung abgebildet. Der später einsetzende Wind zerstörte diese abstrakten Kunstwerke.

Wo ist das Reh?

Sicher ist es für euch kein Problem, das Reh im Bild zu entdecken. Ich hatte es beim Fotografieren völlig übersehen.

Vom Kornbühl aus wanderte mein Blick hinaus über die sanften Wellen der Albhochfläche. Die Sonne war inzwischen knapp über den Horizont geklettert. Sie tauchte die Schneelandschaft in goldenes Licht und warf lange Schatten. Mal gerade, mal geschwungen, die Wirtschaftswege gliederten die Landschaft mit klaren Linien. Das gleißende Licht der Morgensonne hatte sie vortrefflich heraus präpariert. Ein klarer Fall für die lange Brennweite (400 mm), mit der konnte ich einen geeigneten Ausschnitt auswählen.

Als ich das Bild zuhause betrachtete, um die Schärfe zu überprüfen, entdeckte ich ein Reh, das mir beim Fotografieren völlig entgangen war. Offensichtlich hatte mich die Linienführung der Wege derart in Bann gezogen, dass ich für anderes kein Auge mehr übrig hatte. Bei einer von drei Aufnahmen stand das Reh dann gerade an der richtigen Stelle.