Panikattacke

Das neue, private Kunstmuseum in Tübingen öffnete am 08.03.2025 seine Pforten mit einem Publikumsmagneten.

UDO LINDENBERG stellte seine farbenfreudigen Gemälde unter dem Motto „Panik in Tübingen“ aus. Die empfehlenswerte Ausstellung ist noch bis 15.06.2025 zu sehen. Normaler Eintrittspreis: 16,50 €.

Geschickt unterstreichen die Ausstellungsmacher mit farbig gestalteten Stellwänden die Farbenfreude des Künstlers und stellen, je nach Blickwinkel, vielfältige Bezüge unter den Gemälden her.

Fotografieren ist in den Ausstellungsräumen erlaubt! Das sei hier lobend erwähnt.

Obwohl sich die Besucher zeitweilig drängen, gibt es immer wieder ruhige Momente für eine tiefer gehende Bildbetrachtung.

In der Ausstellung verdeutlicht UDO nicht zu knapp sein Verhältnis zu Drogen und Sex. Da präsentiert sich ein „Gänseblümchen“ schon fast zu einem Gegenentwurf.

UDO weiß genau wo oben und unten sowie links und rechts ist und zeigt dies auch in seinen Bildern. Das Versprühen der Farbe mittels Schlagzeug ist dagegen völlig neutral.

Die Architektur des Museums nimmt sich ganz zurück und lässt den Bildern ihre Wirkung. Also, nichts wie hin!

Museum Würth 2

Neben dem Würth´schen Stammwerk in Künzelsau befindet sich das Carmen Würth Forum (Bild oben) und das Museum Würth 2. Das Forum wurde vom britischen Architekten David Chipperfield entworfen und dient seit dem 17. Juli 2017 als Kultur- und Kongresszentrum. Im Jahr 2020 kam als Erweiterungsbau das Museum Würth 2 dazu. Dort kann man seit dem 06.04.2025 eine empfehlenswerte Ausstellung zu Emil Nolde besichtigen. Der Eintritt ist frei. Da im Museum das Fotografieren verboten ist, zeige ich nachfolgend als kleine Entschädigung einige wenige Beispiele der zahlreichen Skulpturen, die im zugehörigen, weitläufigen Areal aufgestellt sind.

Durchblick auf das Museum Würth 2 durch das Kunstwerk „Wir“ von Jaume Plensa. Nachfolgend weitere Perspektiven.

Oben: „Frozen Wave“ von Marc Quinn.

Unten: „Pandora-Tempel“ von Heinrich Brummack.

Foto.Schau

Der Photoclub Reutlingen veranstaltet jährlich eine Ausstellung im Spitalhof in Reutlingen. Jedes Clubmitglied kann dabei drei Bilder auf einer Staffelei präsentieren. Kurze Informationen des Autors über seine Werke ergänzen die Präsentation. Nachfolgend drei Beispiele: Erich Schlotterbeck mit Makrofotografie, Tini Kind mit Bildern von einem Tanzprojekt, Stefan Batke mit Lightpainting.

Daraus ergibt sich immer wieder eine interessante Ausstellung, welche die Vielseitigkeit des fotografischen Schaffens unserer Mitglieder aufzeigt. Da die Auswahl nicht gesteuert wird, ist es auch für uns selbst stets eine Überraschung, welcher Mix an Motiven sich jeweils ergibt.

Seit wir unsere Foto.Schau an den verkaufsoffenen Sonntag koppeln, ist der Zulauf enorm. Zwischen 11 und 18 Uhr besuchen ca. 1500 – 2000 InteressentInnen unsere Ausstellung. Die zahlreichen Gespräche zeigen das große Interesse an der Fotografie und der Entstehung einzelner Bilder. Alle Exponate mit kurzen Infos der AutorInnen gibt es in diesem Onlinealbum .

Alles muss raus!

Als ich letzten Freitag abends in Reutlingen unterwegs war, war ich sehr erstaunt. Die Gartenwirtschaften rund um den Marktplatz waren recht gut besucht.

Doch das war weniger den frühlingshaften Temperaturen (deutlich unter 10 Grad) zu verdanken, als viel mehr dem unbändigen Drang, endlich wieder ins Freie zu wollen. Also ganz nach dem Ausverkaufs-Motto: „Alles muss raus“!

Überwachung

Manchmal wäre mehr Überwachung nicht verkehrt. Aber der Preis für das Mehr an Sicherheit ist hoch – höher als mancher glaubt. Doch die Gefahr droht nicht – zumindest nicht bei uns – vom Staat, sondern von den Datenkraken, die an Trumps Hintern Schlange stehen. Videoüberwachung ist da Schnee von gestern. Zumindest so lange sie nicht flächendeckend und nicht KI-gestützt ist. Sehen wir uns vor!