Symphony of Lights – Hong Kong

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Die Symphonie of Lights begeistert jeden Abend um 20 Uhr Einheimische wie Touristen. Die auf 67 Hochhäusern installierten Laserkanonen und Suchscheinwerfer werden dabei mit zahlreichen Hochhausfassaden zur größten Lightshow der Welt zusammen geschaltet, deren Choreografie auf die ausgewählte Musik abgestimmt ist. Den besten Eindruck gewinnt man von der Avenue of Stars an der Tsim Sha Tsui Waterfront. Von hier aus überblickt man die gesamte Skyline von Hong Kong Island und hört auch die hinterlegte Musik zur Show. Da der Andrang hier mitunter sehr groß ist, sollte man sich – zumindest zum Fotografieren – frühzeitig einen guten Platz sichern.

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Rarotonga 2

Am Sonntag, 23. April

besuchten wir den Gottesdienst in der Kirche gleich um die Ecke. Ein besonderes Erlebnis war für uns der Wechselgesang zwischen den Männern und Frauen. Engagiert vorgetragen spürte man die Lebensfreude der Insulaner, die ihnen auch die Missionare nicht austreiben konnten. Nach dem Gottesdienst traf sich die Gemeinde vor dem Gemeindehaus zu Obst und einem Glas Saft. Auch wir waren eingeladen. Rose hatte sofort Kontakt zu zwei alten Frauen, die über die Abwechslung in ihrem Alltag hoch erfreut waren.

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Außer der Lebensfreude, die in Tanz, Gesang, Rhythmus und Farbe zum Ausdruck kommt, haben sich die Inselbewohner noch einige andere Bräuche und Einstellungen ihrer Ahnen bewahrt oder diese geschickt mit westlichen Einflüssen verknüpft. Für uns befremdlich ist das Bestatten der Familienmitglieder im eigenen Garten. Dieser Brauch ist weit verbreitet, so dass man in sehr vielen Vorgärten Grabstätten antrifft.

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Überhaupt scheint der Umgang mit Gräbern bzw. Verstorbenen recht zwanglos zu sein. So entpuppte sich das Gräberfeld vor der Kirche eher als Bewegungslandschaft mit Aufforderungscharakter, denn als Ort der Stille und Zurückhaltung, wie wir das kennen. Mir gefällt das.

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Die Gelassenheit im Umgang mit den scheinbaren Erfordernissen des Lebens haben die Insulaner heute mit einem guten Geschäftssinn gepaart. Hier kommt ihnen ihre Offenheit und Freundlichkeit mit der sie fremden Menschen begegnen sehr entgegen. So hat sich Rarotonga zu einer Topdestination für Heiratswillige entwickelt. Nach Maoribrauch am Strand zu heiraten ist offensichtlich ein Renner und den Maori ist das gleich recht.

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Der gesunde Pragmatismus der Insulaner erscheint uns erwähnenswert. So ist Rarotonga die sauberste Insel, die wir in der Südsee kennen gelernt haben, von einer Kehrwochenmentalität ist man jedoch weit entfernt. Man sucht hier nicht die Perfektion, denn die geht stets zu Lasten des Lebens, sondern versucht sich erst einmal mit den Gegebenheiten zu arrangieren.

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Für einige Tage hatten wir einen Scooter gemietet. Mit dem machten wir gemeinsam, oder ich alleine, die Insel unsicher. Ernsthaft: Es gibt bei diesen Temperaturen kein besseres Gefährt als so einen Roller. Der Fahrtwind kühlt, das Ding ist billig und man kommt mit ihm überall hin.

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Beim Schnorcheln zeigte sich, dass das Paradies deutliche Risse hat. Die Korallenbleiche ist innerhalb der Lagune weit voran geschritten. Ich schätze, dass 80 – 90 % des Bestandes stark geschädigt oder gar zerstört sind. Trotzdem gibt es noch jede Menge herrlich gezeichnete Fische. Deshalb vermute ich, dass es am Außenriff wesentlich besser aussieht.

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Am Freitag werden wir von Rarotonga aus für fünf Tage das kleine Atoll Aitutaki besuchen. Dies wird unser letztes Reiseziel sein bevor wir uns endgültig auf den Heimweg machen.

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Neue_Seen_in Neuseeland

Dienstag, 04. April

Die ganze Nacht hindurch hatte es geschüttet. Deshalb waren wir erfreut, als der Regen am Morgen nachließ. Die Zeit bis zum nächsten Guss wollten wir nutzen. Wir brachen zügig auf. Gleich neben Hahei liegt die berühmte Cathedral Cove, die wollten wir in jedem Fall besichtigen.

Zum Cathedral Cove Marine Reserve gehören mehrere Buchten, die durch ein Wegenetz erschlossen sind. Das nachfolgende Bild zeigt die Stingray Bay.

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Die letzte Bucht ist die bekannte Cathedral Cove. Diese besteht eigentlich aus zwei Buchten, die jedoch durch einen natürlichen Felstunnel, den Arch Way, miteinander verbunden sind.

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Weiter ging es Richtung Cormandel. Unterwegs hatte es bereits mehrfach geregnet. Eine kurze Regenpause nutzten wir zum Mittagessen.

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In Cormandel war dann der Spaß vorbei. Es fing dermaßen an zu Schütten, dass man alleine schon bei dem Gedanken, aussteigen zu müssen, klatschnass wurde. Da wir erst vor wenigen Tagen von Campern erfahren hatten, dass sie beim letzten großen Regen für drei Tage auf der Coromandel Halbinsel festsaßen, weil die Straßen verschüttet waren, machten wir uns zügig auf, um die Halbinsel zu verlassen. Der Regen hatte etwas nachgelassen, als wir in Thames die alten Häuser und die Kirche aus den 19. Jahrhundert besichtigten. Ein Alter von über hundert Jahren ist für Neuseeland schon eine beachtliche Geschichte.

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Als erneut Starkregen einsetzte, lenkten wir unser Fahrzeug auf die SH1. In Ramarame, südlich von Auckland, wähnten wir uns sicher für die Nacht.

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Es muss schon am Regen liegen, wenn man eine 0815 Raststätte an der SH1 für fotogen hält.

Mittwoch, 05.April

Die Nacht hatte es durchgeregnet. Zwei Frauen, die am Abend noch versucht hatten, ihr Zelt aufzustellen, kamen mit ihren Schlafsäcken aus dem Gemeinschaftsraum als wir beim Frühstück saßen. Kurz darauf quälten wir uns auf der Autobahn in Richtung Auckland. Wiesen standen unter Wasser, frisch mit Setzlingen bestückte Felder hatte es einfach weg gespült und Rinnsale waren zu reißenden Bächen angeschwollen.

Wir wollten so schnell und so weit wie möglich nach Norden kommen, dort sollte die Wetterbesserung zuerst ankommen. Von der Autobahnbrücke in Auckland warfen wir einen flüchtigen Blick auf die Stadt, in wenigen Tagen würde hier unser Neuseelandaufenthalt enden.

Auf dem Weg nach Norden führten die Flüsse Hochwasser. Die nachfolgenden Bilder habe ich nördlich von Whangarei aufgenommen.

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Als wir am Nachmittag von der SH1 in Richtung Russel abbogen, lies der Regen nach. In Oakura, in einer herrlichen Bucht, endete unsere Regenfahrt auf einem tollen, menschenleeren Campground. Die Gäste waren tags zuvor geflüchtet, als sich auf dem Platz zwei neue Bäche gebildet hatten.

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Freitag 17. März

Der Wetterbericht hatte wieder einmal gutes Wetter vorhergesagt, weshalb wir am Abend zuvor das Wassertaxi zur Bark Bay gebucht hatten. Wir hatten uns vorgenommen ein Teilstück des Küstenwanderweges, der durch den gesamten Nationalpark führt, zu begehen. Als wir uns um 9:15 Uhr am Meetingpoint in Marahau einfanden, standen die Boote für unterschiedliche Zielpunkte schon bereit. Allerdings dümpelten diese nicht im Wasser, sondern lagen ruhig auf ihren Anhängern, die von bulligen Traktoren gezogen wurden. Zugegeben, der erste Eindruck dieser Gespanne war etwas befremdlich. Wie sich aber bald herausstellen sollte, war diese Lösung sehr praktisch, typisch neuseeländisch eben.

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Nach Liste wurden alle Wanderer auf die Boote verteilt und dann ging es auch schon los. Ein kurzes Stück entlang der Straße und dann über eine Rampe hinab in die Bay und über das Sandwatt hinaus bis zur Wasserlinie. Wegen der Ebbe war das Wasser deutlich zurückgewichen.

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An der Wasserlinie angekommen, wurden die Hänger rückwärts ins Wasser bugsiert, bis sich die Boote freischwammen.

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Der Rest war dann Sache des starken Außenbordmotors unter dessen Schub sich das Boot regelrecht aufbäumte. Als wir zusammen mit anderen Wanderern an der Bark Bay abgesetzt wurden, war klar, dass es nun kein Zurück mehr gab. Wir mussten die 12,4 km bis zur Anchorage Bay bis 16:30 Uhr geschafft haben, denn um diese Zeit würde uns das Boot dort wieder abholen. Also los!

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Bark Bay: Rose am Trailhead.

Der hervorragend angelegte Weg folgte teilweise dem Küstenverlauf. Immer wieder löste er sich jedoch von der Küste, um einen Bergrücken zu überwinden. Die abwechslungsreiche Strecke führte durch einen Regenwald, der uns immer wieder aufs Neue begeisterte und eröffnete herrliche Ausblicke auf Buchten, romantische Seen und verträumte Dschungelbäche.

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Von den Baumfarnen,  die hier zu wahren Riesen-Exemplaren heranwuchsen, waren wir besonders angetan.

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An der Torrent Bay hätten wir gut und gerne den restlichen Tag an diesem tollen Strand verbringen können, doch wir hatten noch über 5 km Strecke vor uns.

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Als wir schließlich an der Anchorage Bay eintrafen, hatten wir noch genügend Zeit für ein erfrischendes Bad.

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Die phantastische Tour endete, wie sie begonnen hatte: Das Wassertaxi brachte uns sicher zurück nach Marahau. Mit Schwung lenkte unser Bootsführer sein Gefährt zielgenau auf den bereitgestellten Anhänger. Kaum dass das Boot verriegelt war, fuhr der Traktor los und setzte uns kurze Zeit später in der Ortschaft ab. Eine klasse Methode, die völlig unabhängig vom jeweiligen Pegelstand funktioniert.

Am Samstag bemerkte ich beim Aufwachen, dass sich der Himmel rot färbte. Hastig schnappte ich meinen Fotorucksack und eilte hinaus zur Bucht. Marahau verabschiedete sich von uns mit einem wahren Feuerwerk.

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Die Sprayer von Istanbul

Das alte Quartier, das sich unterhalb vom Galataturm entlang dem Goldenen Horn erstreckt, ist den Bodenspekulanten ausgeliefert. Trotz katastrophaler Zustände wohnen in den vom Zerfall bedrohten Häusern noch immer Menschen. Die Sprayer haben dem Quartier ein Stück weit die Tristesse genommen und ihm eine neue Identität gegeben. Damit wurde das Leben im Quartier etwas erträglicher.

 

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