Gegen den Corona-Koller 12

Hüttenzauber
Ich bin Hobbyfotograf. Das heißt, ich musste mein Geld noch nie mit Fotografieren verdienen. Dennoch fotografiere ich leidenschaftlich gerne und mit dem Anspruch, mich qualitativ zu verbessern. Meine erste Spiegelreflexkamera kaufte ich mir mit 16 Jahren vom Lohn meines ersten Ferienjobs, eine EXAKTA VX 1000. Wichtig für mich waren auch die kreativen Stunden in der Dunkelkammer. Ob SW, Farbe, Dia oder graphische Verarbeitung von Planfilmen, alles wurde erpobt und praktiziert. Hängen blieb ich dann beim Dia. Noch ohne eingebauten Belichtungsmesser und ohne Programmautomatik im jeweiligen Moment die Aufnahme richtig auszubelichten war in dieser Zeit neben der Bildgestaltung noch eine echte Herausforderung, denn anschließende Korrekturmöglichkeiten gab es keine. Der Umstieg auf die digitale Fotografie erfolgte bei mir nicht freiwillig. Als mir bei einer Reise durch Namibia meine Fotoausrüstung mit meiner geliebten Canon 100 gestohlen wurde, brach das digitale Zeitalter über mich herein. Meine fotografische Entwicklung geht auf zwei scheinbar gegensätzliche, sich aber trefflich ergänzende Wurzeln zurück, der Landschafts- und der Sportfotografie. Bei der fotografischen Aufarbeitung von Wildwasserexkursionen verschmolzen beide Bereiche zu einer Einheit. Über die Reisefotografie erweiterte sich mein Spektrum um die Tierfotografie und die Menschen, die auch in meinen Reisen eine immer größere Bedeutung erhielten. Heute zählt für mich die Street- und Portraitfotografie zu den größten Herausforderungen.

Hüttenzauber

Eine Generationenfrage? Eher nicht. Die Lösung beginnt im Kopf eines jeden!

Die Steinlach entspringt am Albtrauf. Auf ihrem Weg zum Neckar hat sie schluchtartige Abschnitte mit tiefen Gumpen ausgewaschen. So schuf sie ideale Plätze, um im Winter ins eiskalte Wasser abzutauchen. Dabei durfte ich meinen Sohn Manuel mit der Kamera begleiten.








Wer mit der richtigen Atemtechnik seine Reflexe unter Kontrolle halten kann, ist hier eindeutig im Vorteil. Ob man dies nun unter Genuss verbuchen kann oder nicht, sei dahingestellt, doch bei regelmäßiger Praxis ist eine abhärtende Wirkung garantiert.
Eigentlich wollte ich diese Serie nicht mehr fortsetzen, aber da die Egoismen in unserer Gesellschaft mehr gepflegt werden als die Gemeinschaftsinteressen, muss ich diese Reihe leider wieder aufgreifen.


Er wird den Tag nicht überleben. Sobald es hell wird ist er weg, der erste Schnee.

Überragend:
Der am Gästehafen stehende „Lilla Bommen“, im Volksmund „Lipstick“ genannt, überragt mit seinen 86 m Höhe alle umliegenden Gebäude. Sofern geöffnet, kann man vom Aussichtspunkt im obersten Stockwerk des 1989 errichteten Bauwerks den Panoramablick über die Stadt genießen.

Gleich nebenan zeigt das Göteborger Opernhaus seine filigrane Architektur.



Etwas wuchtiger gestaltet sich da schon der alte Hafenkran um die Ecke.





1) Moon Night, 2021, 2) – 4) Rabjerg Mile, Dänemark, alle 2020

Winter Tree, Schwäbische Alb 2020



1) An der Leine, 2) Steuobstwiese, 3) Zollernalb, alle 2021

Runkel, Lahntal 2020



1) Geisterschiff, 2) Allee im Nebel, 3) Weinberge im Nebel, alle Mosel 2020

Plastic Planet 2, Rheintal 2021

Badesteg, Schweden 2021



1) Felsenküste 1, 2) Spiegelberg, 3) Flakstadpollen, alle Lofoten, Norwegen 2019

Gewitter über der Toscana 2018

„eiszapfenkalt“, Albtrauf 2018

Beim Naturfreundehaus, hoch über Strümpfelbach, hat der Strümpfelbacher Bildhauer Prof. Karl Ulrich Nuss 2008 die Skulpturenallee „Paare“ installiert.




Auf einer Länge von 240 m hat er dort mit zehn Skulpturen seine Sicht auf die Paarbeziehung zwischen Mann und Frau in spielerisch tänzerischer Dynamik ausbalanciert.



Die bis in die Hand- und Fingerhaltung durchgestylten Figuren tragen karikaturhafte Züge und bringen die BetrachterInnen durch ihre Posen zum Schmunzeln.

Manche Paare vollführen ihren Tanz auf übermannshohen Pfählen. Dies unterstreicht die dynamische Balance und verleiht den schweren Bronzestatuen eine enorme Leichtigkeit. Vielleicht wäre der Tanz auf einem Pfahl auch ein neuer Ansatz für die Paartherapie?



Die Skulpturenallee ist nur das jüngste künstlerische Projekt des Bildhauers Karl Ulrich Nuss. Bereits 2001 richtete er einen Skulpturenpfad ein, der insgesamt 43 Objekte umfasst und Kunstwerke von ihm, seinem Vater Prof. Fritz Nuss und dessen Enkel Christoph Traub und Felix Engelhard präsentiert. Auf dem 2,8 km langen Rundweg durch die Weinberge bekommt man den nötigen Durst, um diesen anschließend in einer Weinstube mit einem Viertele Roten bekämpfen zu können. Auf der Homepage von Karl Ulrich Nuss lässt sich ein Flyer der Weinstadt herunterladen. Diesem können weitere Informationen zu Skulpturenpfad und Skulpturenallee entnommen werden.
