Das Fotografieren von Pflanzen endet häufig bei schon tausendfach gesehenen „Belegbildern“. Das Ablichten seltener Pflanzen ändert daran nichts. Ich bin kein „Blümchenfotograf“ und dennoch bin ich hin und wieder auf der Suche nach Möglichkeiten, Pflanzen so zu fotografieren, dass die entstehenden Bilder mehr sind, als reine Dokumentationen.
Im letzten Beitrag habe ich mich mit der Wegwarte beschäftigt. Diesmal zeige ich Aufnahmen von der echten Zaunwinde. Mich fasziniert an dieser Pflanze, dass sie einerseits über ein sehr robustes „Tragseil“ und formschöne Blätter verfügt, andererseits aber große und zugleich zarte Blütenkelche hervorbringt, die sie in vollendeter Form gen Himmel reckt und die auch nachts geöffnet bleiben. (Wahrscheinlich waren dies die Vorbilder für die Kelchstützen des Tiefbahnhofs Stuttgart 21. 😉)
Mit den nachfolgenden Bildern habe ich versucht, diese teils widersprüchlichen Eigenschaften mit fotografischen Mitteln zum Ausdruck zu bringen. Mich interessiert nun sehr, wie die einzelnen Bilder auf euch wirken. Über Rückmeldungen, auch kritische, würde ich mich deshalb freuen.
Die nachfolgende Galerie ist so aufgebaut, dass zuerst die Originalaufnahme kommt. Diese wurde in der Regel mit einer Blendenstufe überbelichtet, um eine anschließende High Key – Entwicklung zu begünstigen. Daran schließen sich 1 – 2 SW-Entwicklungen an. Das SW-Bild der letzten Aufnahme wurde im Unterschied dazu Low Key entwickelt. Dazu entschied ich mich wegen des Hintergrunds und des Gegenlichts.
Und nun viel Spaß und herzlichen Dank für eure Rückmeldungen.