Von Südtirol nach Karnien

Vom Pragser Wildsee wählten wir die Route über Toblach, Sexten und den Kreuzbergpass nach Santo Stefano di Cadore. Am Kreuzbergpass fotografierte ich diese Sumpfdotterblumen, deren Bewuchs einen kleinen Bachlauf ausufernd begleiteten.

S. Stefano di Cadore liegt bereits in Venetien. Bei meinem kurzen Rundgang durch die 2000-Seelen-Gemeinde fiel mir gleich ein typisch italienisches Merkmale ins Auge, das nicht nur städtebaulich zum Tragen kommt. So befinden sich die Kirche und das Rathaus in unmittelbarer räumlicher Nachbarschaft am vergleichsweise großen Marktplatz. Auf den zweiten Blick ist nicht zu übersehen, dass wohl weder in der Kirchengemeinde noch bei der Kommune die Kassen prall gefüllt sind.




Beim ersten Hotel am Platze, dem Palazzo Cervesato, der der Kirche direkt gegenüber liegt, scheint es mit den Finanzen besser zu laufen. Die Fassade ist pikfein gerichtet und verweist auf die lange Tradition des Hauses. Voller Stolz erinnert ein großes Bildertableau an der Seitenfassade daran, dass die italienische Königin Regina Margherita von Savoyen in dieser Gaststätte abgestiegen ist, als sie 1881 S. Stefano d. C. besuchte. Noch heute kann man den „Queen Margherita Room“ buchen.


Doch im Städtchen überwiegen die profanen Bauten. Sie bringen zumindest Farbe in den ansonsten grauen Tag.

Von S. Stefano aus erschließen sich ostwärts die abgelegenen Täler der Karnischen Alpen. In vielen Ortschaften, wie hier in Cima Sappada, trifft man noch auf alte Bergbauernhöfe, die es wenigstens als Ferienhäuser in die Gegenwart geschafft haben. Auch alte Bräuche werden hier noch gepflegt.



Ob dies die Vorbereitungen zum Feuerlegen oder für eine Löschübung sind, lässt sich schwer sagen, aber der „Borgo“ wird´s schon richten.
